Mein erster Kauf als »Atemabweiser«

Drive Neopren Gesichtsmaske

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Vor der Türe liegen gerade wieder 10 cm Neuschnee und eigentlich steht mir der Sinn daher so gar nicht nach Motorrad und Co. Der rauhe Hals und die damit einhergehende Reibeisenstimme haben mich aber auf die Idee gebracht, ein paar Zeilen über meine Erfahrungen mit unterschiedlichen Halstüchern, Schals und Gesichtsmasken zu schreiben.

Den Anfang macht eine Neopren Gesichtsmaske, welche ich schon vor etlichen Jahren bei Polo[1] gekauft habe.
Die Maske ist noch immer im Sortiment, wird nun aber unter der Eigenmarke »Drive« angeboten. Bei meiner Maske ist noch ein Polo-Schriftzug aufgenäht.

Die Neopren Gesichtsmaske von Polo (altes Modell)
Die Neopren Gesichtsmaske von Polo (altes Modell)

Die Mütze gehört natürlich nicht mit dazu, aber der für die Aufnahmen verwendete Kopf wäre sonst etwas kahl.

Angeschafft hatte ich mir die Maske, damit bei Fahrten in den Wintermonaten nicht bei jedem Ausatmen das Visier von innen kurz beschlägt bevor der nach innen umgeleitete Fahrtwind sie wieder »klar bläst«.


Die Maske hat diesen Zweck gut erfüllt. Deutlich besser als der im Helm ursprünglich vorhandene »Atemabweiser«, welcher zumindest für mich mehr die Funktion eines »den Blick zum Tacho«-Blockierer hatte.

Das Material ist passend zugeschnitten und vernäht
Das Material ist passend zugeschnitten und vernäht
Die Innenseite ist dünn mit Polyester kaschiert
Die Innenseite ist dünn mit Polyester kaschiert


Die Maske ist auf der Innenseite mit einer weichen, angenehmen Kaschierung aus Polyester versehen. Diese sorgt nicht nur für ein (relativ) angenehmes Gefühl auf der Haut, sondern leitet auch Schweiß ab ohne ihn aufzusaugen.

Verschlossen wird die Maske im Nacken mittels Klettverschluss, welcher großzügig dimensionert wurde. Laut Produktbeschreibung auf der Website von Polo wurde die Form der Maske überarbeitet. Ich habe die neue Version nicht ausprobiert oder zwecks Vergleich neben meine alte Version legen können.

Was in jedem Fall gleich geblieben ist, sind die zahlreichen Löcher. Das Atmen fällt leicht, aber die feuchte Atemluft wird nicht direkt auf das Visier geblasen, sondern nach unten abgeleitet.

Der großzügig dimensionerte Klettverschluss
Der großzügig dimensionerte Klettverschluss
Die zahlreichen Belüftungsöffnungen
Die zahlreichen Belüftungsöffnungen


Eigentlich ein sehr einfaches Prinzip, aber eben auch sehr wirkungsvoll. In zwei Wintern hat mich die Maske bei meinen Fahrten begleitet und sich dabei bewährt. Den herausnehmbaren »Atemabweiser« in meinem Helm habe ich nicht mehr verwendet und daher ausgebaut gelassen.

Die ultimative Lösung ist die Neopren Maske leider auch nicht. Sie ist recht störrisch und daher ist die durch den Schnitt und die Naht vorgegebene Form auch der Zustand, welchen sie möglichst einhalten möchte. Dreht man den Kopf, rutscht die Maske im Gesicht beziehungsweise an der Nase. Dies kann durchaus ein wenig lästig werden. Wirklich nervig war es jedoch, als sich ein Faden der Naht gelöst hatte. Die Folge war, auf der Autobahn permanent an der Nasenspitze gekitzelt zu werden.

Kaum zu glauben wie lange man manchmal auf eine Autobahnausfahrt oder einen Parkplatz warten muss wenn man dringend einen braucht. Wie man auf den Bildern sehen kann, steht mittlerweile wieder ein Faden ab. Da sich dieser auf der Außenseite befindet, habe ich ihn lediglich mit einem Knoten fixiert und so belassen.

Maske mit geschlossenem Klettverschluss
Maske mit geschlossenem Klettverschluss
Rückansicht mit geschlossenem Klettverschluss
Rückansicht mit geschlossenem Klettverschluss


Ein weiterer Makel, welcher sich aber schnell beheben ließ: Der »Duft« der neuen Maske. Oder um es deutlicher zu sagen: Die Maske stinkt. Direkt nach dem Auspacken möchte man sie sich nicht unbedingt umschnallen und gleich auf große Tour gehen. Ich habe sie damals einfach mit etwas Flüssigseife (Handwaschmittel) per Hand durchgewaschen. Das Material trocknet schnell beziehungsweise kann einfach mit einem Handtuch abgetrocknet werden. Mit »Pfirsich« statt »Gummi« ließ es sich dann angenehmer fahren. Nach etwa einem Monat war der Eigengeruch des Materials völlig verflogen.

Da es nur eine Einheitsgröße gibt, sollte man die Maske nach Möglichkeit zur Probe tragen. Unterschiedliche Größen von Nasen und Kinn sowie der eventuell vorhandene Vollbart kann mal perfekt zur Maske passen oder sie passt eben überhaupt nicht.

Am Hals schließt die Maske relativ tief ab. Ein zusätzliches Halstuch ist nicht unbedingt notwendig wenn die Jacke einen hohen Kragen hat. Bei einer sportlich geschnittenen Lederkombi ohne hohen Kragen muss man vermutlich zu einem zusätzlichen Halstuch greifen. Hierfür bieten sich die sogenannten »Multitücher« an, welche auch als »Schlauchschal« bekannt sind. Morgen mehr zu dieser Art von Halstuch.



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