Ich ersetze mein 8 Jahre altes nüvi mit einem 4 Jahre altem nüvi

Garmin nüvi 2360 als Motorradnavi

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Ich habe ein neues Navigationsgerät für meine Touren. Na ja, so richtig neu ist es nicht, ich habe – wie meist auch sonst – wieder zu etwas Gebrauchtem gegriffen. Wie im letzten Passknackerbeitrag[1] schon angekündigt, habe ich mich für ein Garmin nüvi 2360LT[2] interessiert und mich im Prinzip schon darauf festgelegt. Das Gerät ist schon länger auf dem Markt, daher neu ab etwa 100 Euro zu finden. Gebraucht entsprechend günstiger, ab etwa 40 Euro geht es los.

Wer meinen Blog regelmäßig besucht weiß, dass ich gerne Pappkartons fotograpixle. Leugnen kann ich es jedenfalls nicht mehr. So also auch in diesem Fall, denn das gebrauchte Garmin nüvi 2360 kam in einer vom bisherigen Eigentümer günstig aber effektiv zusammengezimmerten Verpackung an.

Im Karton sind leere Papprollen?
Im Karton sind leere Papprollen?
Ah, hier kommt das Navigationsgerät!
Ah, hier kommt das Navigationsgerät!


Warum das Garmin nüvi 2360 auch recht günstig ist: Es ist ohne lebenslage Updates für das Kartenmaterial verkauft worden. Bei Garmin nennt sich das dann bei den technischen Daten »Lebenslange Kartenupdates: Nein«. Ein paar weitere Daten zum Gerät (wenn auch nicht alle):

Garmin nüvi 2360LT
Abmessungen 12,2 x 7,5 x 1,6 cm
Anzeigegröße (Breite x Höhe) 9,7 x 5,7 cm
Diagonale 10,9 cm (4,3 Zoll)
Anzeigeauflösung (Breite x Höhe) 480 x 272 Pixel
Anzeigetyp Variable Ausrichtung, WQVGA-TFT-Farbdisplay mit weißer Hintergrundbeleuchtung
Gewicht 161,6 Gramm
Batterie Lithium-Ionen-Akku
Betriebsdauer der Batterien bis zu 3 Stunden
Hochempfindlicher GPS Empfänger Ja
Kopfhöreranschluss/Audioausgang Nein
Bluetooth Ja
Integrierter Speicher eingebauter Speicherchip
Akzeptiert Speicherkarten microSD™-Karte (nicht im Lieferumfang enthalten)
Mit TMC-Verkehrsfunk kompatibel Ja (Empfänger und unbegrenzte Verkehrsfunklizenz inbegriffen)
Lebenslange Verkehrsfunkinformationen Ja
Fahrspurassistent (Pfeile zeigen die richtige Fahrspur) Ja
Kreuzungsansicht mit Verkehrsschildern Ja
Routenvermeidung (Vermeidung von Autobahnen, Mautstraßen usw.) Ja

Im April 2011 wurde es für 220 Euro unter die Leute gebracht, mein Gerät ist – laut Vorbesitzer – 2012 von ihm erworben und damals auch das erste und letzte Mal bezüglich des Kartenmaterials aktualisiert worden.

Ich habe für das Navigationsgerät mit Saugnapfhalterung und dazugehörigen Adapter 39,50 € bezahlt. Nicht mit dabei ist ein Ladegerät für den PKW (brauche ich sowieso nicht) und Originalverpackung gab es leider auch keine mehr.

Dieses Gerät soll mich die nächsten Jahre begleiten
Dieses Gerät soll mich die nächsten Jahre begleiten
Garmin nüvi 2360LT
Garmin nüvi 2360LT


Nachdem ich es in den Händen halten konnte, sehe ich nun auch was manche am Gerät in Foren und bei Rezensionen bemängelt haben: Der Ladeanschluss am Gerät ist eine Micro-USB-Buchse, welche sich an der Unterkante vom Gehäuse befindet. Das ist praktisch wenn man Daten auf das Gerät laden oder es laden will, denn dann liegt es flach auf dem Tisch. Im Alltagsbetrieb kann dieser Anschluss jedoch nervig werden.

Garmin nüvi 2360LT und nüvi 205 im Vergleich
Garmin nüvi 2360LT und nüvi 205 im Vergleich
Mini-USB beim nüvi 205, Micro-USB beim 2360LT
Mini-USB beim nüvi 205, Micro-USB beim 2360LT


Auf der Habenseite kann das nüvi 2360LT natürlich mit dem gegenüber meinem mittlerweile 8 Jahre alten nüvi 205 mit einem größeren Display glänzen. Dies ermöglicht auch die von Garmin beworbene »Kreuzungsansicht mit Verkehrs­schildern«.

Wie sich die Kartenansicht an Autobahnabfahrten bewährt (oder auch nicht) werde ich dann 2017 testen. Lustig für mich: Garmin wirbt exakt mit der Abfahrt an der A99, welche ich vor einigen Jahren fast jedes Wochenende auf meiner Pendelstrecke an den Wochenenden passiert habe.

An der Unterkante statt auf der Rückseite
An der Unterkante statt auf der Rückseite
SW-Motech Bags Connection Navi Case Pro M
SW-Motech Bags Connection Navi Case Pro M


Wer den Blogbeitrag zur Passknackertour gelesen hat, weiß das ich mich wegen der Maße des Navigationsgeräts in Verbindung mit der SW-Motech Bags Connection Navi Case Pro M[3] nicht ganz sicher gefühlt habe. Also habe ich das gemacht, was ich auch sonst gerne mache bevor ich irgendetwas bastle: Ein Muster aus Pappkarton.

Der Pappkarton hat in das Navi Case Pro M gepasst, also passt auch das nüvi 2360LT hinein. Auf die Theorie folgte heute die Praxis und siehe da: Alles bestens!

Passt perfekt: Navigationsgerät im Navi Case Pro M
Passt perfekt: Navigationsgerät im Navi Case Pro M
Blöd: Der Micro-USB Anschluss am nüvi 2360LT
Blöd: Der Micro-USB Anschluss am nüvi 2360LT


Es passt sehr gut in das Navi Case Pro M. Okay, doch nicht wirklich alles, alles bestens: Der Anschluss an der Unterkante vom nüvi 2360LT ist nicht optimal in dem Case.

Aber zum Glück gibt es auch noch diese Kontakte neben der Micro-USB-Buchse, welche von dem Navihalter genutzt werden. Auf der Rückseite vom Navihalter ist dann das, was ich zuerst vermisst habe: Eine Mini-USB-Buchse.

Aber es gibt ja noch die Halterung mit Mini-USB
Aber es gibt ja noch die Halterung mit Mini-USB
Navi in die Halterung: Anschluss auf der Rückseite
Navi in die Halterung: Anschluss auf der Rückseite


An die Mini-USB-Buchse kann ich dann das bewährte OTG-Kabel[4] anschließen. Und an dem OTG-Kabel wiederum die Powerbank von Anker[5], welche die Laufzeit des nüvi 2360LT von 3 Stunden (laut Garmin) auf das zigfache erhöht.

Natürlich habe ich einen kleinen Test durchgeführt. Wenn ich mein Ladegerät und ein normales Anker Kabel für Micro-USB verwende, wird das nüvi 2360LT geladen. Es wechselt nicht in den PC-Modus. Gleiches passiert mit einem an der Mini-USB-Buchse angeschlossenen OTR-Kabel: Kein PC-Modus, alles so das man weiter navigieren kann.

Hochkant kann das nüvi 2360LT auch
Hochkant kann das nüvi 2360LT auch
Auch mit dabei: Die Saugnapfhalterung mit Kugel
Auch mit dabei: Die Saugnapfhalterung mit Kugel


Was das nüvi 2360LT kann (und mein nüvi 205 nicht): Auch horizontal genutzt werden. Macht vielleicht beim einen oder anderen auf dem Motorrad Sinn damit nicht so viel von den Instrumenten versperrt ist. Dafür wäre dann vermutlich das Navi Case Pro S[6] tauglich, welches ich damals falsch bestellt hatte.

Ich bleibe weiter im Querformat, auch wenn mir dann das FIS auf der BMW vom Navigationsgerät verdeckt wird. Die wichtigen Informationen (Blinker, Öl­kontrolle, Geschwindigkeit, Drehzahlmesser, ...) habe ich weiterhin gut im Blick.

Navi Case Pro M mit nüvi 205: Versperrte Sicht auf's FIS
Navi Case Pro M mit nüvi 205: Versperrte Sicht auf's FIS
Navi Case Pro M: Von mir regenerprobt
Navi Case Pro M: Von mir regenerprobt


Da die Frage vermutlich wieder beim Lesen auftaucht: Ja, ich vertraue dem Navi Pro Case M auch im Regen. Es ist zwar nur gegen Spritzwasser geschützt (Gummilippen über dem Reißverschluss), aber die hohe Scheibe meiner BMW R 1150 GS trägt auch dazu bei, dass es nicht voll im Regenschauer sitzt wenn man mal wieder durch einen kleineren oder größeren Schauer fahren muss.

Die Nachtansicht geht natürlich auch
Die Nachtansicht geht natürlich auch
Kleines »Extra«: Pixelfehler am linken Rand
Kleines »Extra«: Pixelfehler am linken Rand


Was natürlich auch in der bewährten Form vorhanden ist: Der Nachtmodus. Das Display ist dann deutlich dunkler und blendet einen bei Fahrten in der Dämmerung oder nach Sonnenuntergang nicht. Im Nachtmodus hat sich dann auch gezeigt, dass das von mir erworbene nüvi 2360LT einen kleinen Makel hat. Ein Pixelfehler am linken Rand vom Display leuchtet munter magentafarben vor sich hin. Stört mich nicht, gleicht dann wohl die Kratzer auf der rechten Seite am Tank der BMW irgendwie aus?

Wie sich das etwas modernere Gerät beim Pässeknacken 2017 so machen wird? Ich gehe davon aus das alles ein wenig besser läuft. Schließlich sollte das Gerät dann wissen, dass die A7 nicht mehr bei Oy-Mittelberg endet und auch B313 und B14 inzwischen eine ein klein wenig andere Streckenführung haben.

Ich werde dann an dieser Stelle noch einen kleinen Erfahrungsbericht ergänzen sobald ich das nüvi 2360LT eingesetzt habe. Wird aber sicherlich 2017 werden – denn heute habe ich vor dem Ausbau der Batterie der Suzuki das Eis (!) von der Abdeckplane herunterwerfen müssen. Das wird wohl nichts mehr mit einer längeren Ausfahrt dieses Jahr – egal ob mit oder ohne Navigationsgerät.



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