Ein Tipp aus dem Freundeskreis der sich gelohnt hat

Lederpflege mit Effax Lederöl

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Wer Motorrad fährt hat häufig die eine oder andere Bekleidung aus Leder daheim oder auch einen Leder-Textil-Mix, welcher auch Aufmerksamkeit und Pflege verlangt. Zumindest der Lederanteil dieser Bekleidung. Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich ein paar Zeilen über die alte Polo »Mohawk« Jacke verfasst online gestellt.

Anlass war damals den »Leder-Textil-Mix«[1] zu erklären. Als die gebraucht gekaufte Jacke bei mir ankam schrie das Leder jedoch nach Pflege und ich habe diesen Ruf (naja, eher das Geschrei) erhört.

Inzwischen ist ein Jahr vergangen und ich möchte heute vorstellen wie die Jacke inzwischen aussieht und wie die inzwischen bereits zwei Mal durchgeführte Pflegemaßnahme ausgesehen hat. Außerdem gehe ich auf die unterschiedlichen Pflegeprodukte ein – auch auf jene, welche man nicht verwenden sollte.

Der heutige Beitrag ist daher in mehrere Bereiche geteilt, hier die Übersicht:

DeeplinkEin Jahr ist vergangen

Zum Einstieg ins Thema ein Rückblick auf den Zustand der Jacke vor einem Jahr – noch vor der Pflegemaßnahme. Leider findet man im Netz nirgendwo Aufnahmen der Jacke wie sie damals bei Polo käuflich zu erwerben war. Inzwischen wurde das Modell mehrfach überarbeitet und daher ist kein Vergleich mit den aktuell angebotenen Jacken möglich.

Eins ist jedoch sicher: Die Jacke sah damals im Laden nicht so aus wie auf den folgenden Bildern. Das Leder war nicht blass-grau sondern hatte eine deutlich dunklere Farbe.

Pflegebedürftige, alte Polo Mohawk
Pflegebedürftige, alte Polo Mohawk
Das Leder braucht dringend Pflege
Das Leder braucht dringend Pflege


Das Leder der von mir gebraucht gekauften Mohawk Jacke war grau, es sah schon eher nach einem »schmutzigen weiß« auf den Bildern aus. Die alte Polo »Mohawk« ist häufiger so auf den Straßen oder in Auktionen anzutreffen. Sie wurde gefahren, der Büffellederbesatz hat jedoch im Laufe der Jahre und abgespulten Kilometer gelitten.

Die Oberfläche des Leders war sehr rauh. Bei Bewegungen der Arme merkte man den deutlichen Widerstand des Leders. Es wollte nur sehr ungern aus seiner aktuellen Form in eine andere »verbogen« werden.

Ganz anders das tagesaktuelle Bild (mit Blitz): Das Leder der Jacke ist deutlich dunkler, die Oberfläche ist weich und das Leder lässt sich wieder relativ einfach – so einfach wie das bei dickem Leder eben so ist – in die gewünschte Form bringen wenn man die Arme beugt oder streckt.

Gleiche Jacke, ein Jahr später
Gleiche Jacke, ein Jahr später
Das Leder wurde zwei Mal mit Lederöl behandelt
Das Leder wurde zwei Mal mit Lederöl behandelt


Ich habe extra mit Blitz fotografiert damit man den seidenmatten Glanz des Leders wahrnehmen kann. Die Farbe vom Leder ist ohne Blitz viel dunkler, vielleicht ergänze ich hier noch ein bei Tageslicht erstelltes Bild. Nach Möglichkeit mit Beleuchtung durch den Sonnenschein und aus der Motorradsaison 2018 – sobald ich ab März wieder unterwegs bin.

Jedenfalls hat die Jacke die Pflegemaßnahmen offensichtlich dankbar angenommen und sie lässt sich nun auch wieder sehr angenehm beim Fahren tragen. Welches Mittel zum Einsatz kam um das Leder beziehungsweise die ganze Jacke zu retten? Die Antwort lautet »Effax Lederöl«[2].

DeeplinkLederfett, Lederbalsam, Lederöl, ...?

Es gibt im Handel zahlreiche Mittelchen, welche zur Behandlung von strapaziertem Leder (z.B. Motorradjacken und -handschuhe, Leder im Pferdereitsport, etc.) angeboten werden. Das klassische Lederfett, der von mir an anderer Stelle schon vorgestellte Lederbalsam[3] und das heute genauer betrachtete Lederöl. Neben den diversen Produktarten waren die Hersteller kreativ und haben sich auch diverse Produktbezeichnungen für ihre Mittelchen zur Pflege von Leder einfallen lassen.

Bisher habe ich immer ganz klassisches Lederfett und den Lederbalsam von Effax verwendet. Wobei das als Lederbalsam eigentlich auch ein Lederfett ist, sich aber – rein subjektiv – besser verarbeiten lässt.

Im Freundeskreis wurde mir geraten auf Lederöl zu wechseln oder es zumindest für die gebraucht erworbene Jacke zu verwenden, welche ich schon vor einigen Monaten vorgestellt habe. Warum? Weil dort das Leder schon länger nicht mehr intensiv behandelt wurde und das tiefer ins Leder eindringende Öl dem Material sicherlich gut tun würde.

Aus diesem Grund habe ich dankbar den Tipps gelauscht und mir ergänzend ein paar Informationen angelesen. Die entstandene Mischung aus Informationen stammt nicht nur aus der Ecke »Motorradfahren und Bekleidung«, sondern auch von Personen, welche beim Reitsport und bei Fahrzeugpflege (Ledersitze und Co.) Lederpflegemittel regelmäßig verwenden. Die – rein subjektiv – besten Informationen habe ich daher nicht aus dem Internet erhalten sondern von Personen, welche diverse Produkte selbst schon seit vielen Jahren einsetzen – und davon überzeugt sind. Wie heißt das noch gleich bei »Criminal Intent«: »[...] dies sind ihre Geschichten.« – nur mit dem Unterschied das der Inhalt keine Fiktion ist.

Ich dampfe die so zusammengetragenen Informationen ein, räume dabei jedem Pflegeprodukt seinen Platz im heutigen Beitrag ein.

DeeplinkLederfett / Lederbalsam

Lederfett ist der Klassiker in der Lederpflege. Wird auch heute noch häufig in sehr ansprechenden Metalldosen, aber auch in Kunststoffdosen verkauft. »Speziell für Motorradbekleidung« ist manchmal auf den Dosen zu lesen, daher sind sie dann auch gerne ein paar Cent teurer.

Lederfett von Hein Gericke
Lederfett von Hein Gericke

Der wohl größte Vorteil vom Fett ist, dass es die Poren im Leder schließt und somit wasserdicht macht. Kurze Regenfahrten machen einer so behandelten Lederjacke und -hose nichts aus. Mit Lederfett be­handelte Nähte sind in der Regel danach auch »dicht«, wobei sie noch immer die Stelle sind, an welcher das Wasser zuerst seinen Weg nach innen findet.


Der Nachteil vom »Zuschmieren der Poren«: Das Leder kann nicht mehr atmen. Während anders behandeltes Leder noch immer – zumindest zu einem Teil – Wasserdampf und Schweiß nach Außen befördern kann, ist bei einer mit Lederfett behandlten Oberfläche damit Schluss. Daher wird von einigen der Einsatz von Lederfett nur bei Stiefeln, Gürteln und beispielsweise bei der Cruiser- und Baggerfraktion für Taschen und Werkzeugrollen empfohlen.

DeeplinkLederöl

Wird Lederöl in großen Mengen aufgebracht, hat es den gleichen Effekt wie Lederfett. Das Leder saugt sich voll, die Poren schließen sich, es wird nahezu wasserdicht – und kann nicht mehr atmen.

Effax Lederöl
Effax Lederöl

Wenn Lederöl jedoch sparsam angewendet wird, zieht es ins Leder ein, verschließt jedoch die Poren nicht. Daher bleibt die Atmungsfähigkeit erhalten.

Auch mit Lederöl behandeltes Leder ist bis zu einem gewissen Grad wasserdicht, in jedem Fall jedoch wasserabweisend.


Wenn Nähte mit dem Öl behandelt werden, dringt es tiefer in das Material ein als das Lederfett. Gerade bei lange Zeit nicht oder nur wenig gepflegtem Leder kann Lederöl tief in das Material einziehen, es wird regelrecht »aufgesaugt«. Dieser Effekt ist mit normalem Lederfett oder -wachs nicht zu erreichen.

DeeplinkImprägniersprays und -cremes

Neben den Fetten und Ölen darf auch die Chemiekeule nicht fehlen. Es gibt für Glatt- und Rauhleder auch entsprechende Sprays und Cremes. Wobei bei Rauhleder nur die (Pump)Sprays angeraten sind. Nimmt man die Creme, schmiert man sich das Rauhleder zum Glattleder um.

Jedoch sitzen sowohl die Sprays wie auch die Cremes nur auf dem Material und sollen eine wasserabweisende Wirkung haben. Sie dienen in der Regel nicht der Lederpflege, sondern sollen »nur« einen besseren Schutz gegen Wasser bei Regenfahrten, etc. bieten.

Die eigentliche Lederpflege wird also nicht mit dem Imprägnierspray erreicht sondern mit anderen Pflegeprodukten (die bereits genannt wurden).

Deeplink Hautpflegeprodukte – absolutes »no go«!

Du schmierst dir deine Haut nicht mit Lederöl und auch nicht mit Lederfett ein? Du nimmst dafür die Body-Milk, Body-Lotion oder die weiße Creme aus der blauen Dose je nachdem wie deine bevorzugte Wahl aussieht? Dann machst du alles richtig.

Wer jedoch der Meinung ist das eben aufgezählte Sammelsurium an Pflegeprodukten für die menschlichte Haut sei auch für die Lederpflege von Bekleidung geeignet: Sorry, das ist falsch. Die einen Produkte sollen »tote Haut« pflegen und sind darauf abgestimmt, die anderen Produkte sollen »lebende Haut« länger schön und geschmeidig halten.

Ebenfalls zur Lederpflege scheiden unter anderem aus: Butter, Magarine, Sonnenblumenöl, Kugellagerfett und Motor- sowie Getriebeöl. Nur für den Fall das diese Frage gerade bei jemanden plötzlich aufgekommen sein sollte.

Bei der Lederpflege ist es jedoch so ähnlich wie bei der Frage nach dem richtigen Motoröl: Jeder hat eine eigene Meinung und einen bestimmten Favoriten bezüglich Ausführung und Hersteller.

Heute kein Thema, aber vielleicht in ein paar Wochen (oder Monaten): Rückfettende Lederseife zum Reinigen von verunreinigtem Leder (insbesondere Insektenreste). Sobald ich da Erfahrungen gesammelt habe, werde ich es mitteilen. Heute soll es sich aber um Lederöl drehen, speziell um das Lederöl von Effax.

Deeplink Anwendung vom Lederöl

Bevor es losgeht noch ein Hinweis damit die Bilder nicht verwirren: Ich habe mir das Lederöl im Februar des vergangenen Jahres gekauft und die oben gezeigte Jacke schon einmal damit behandelt. Da im Freundeskreis jemand die Verwandlung der Jacke bemerkt hat, habe ich meine Dose Lederöl weitergereicht und mir im Juni 2017 noch einmal eine Dose gekauft. Daher sind Pinsel und Deckel der Dose auf den Bildern (welche von 2017 sind) noch »jungfräulich«.

Lieferumfang: Öl und Pinsel zum Auftragen
Lieferumfang: Öl und Pinsel zum Auftragen
Anwendungsanleitung auf der Dose
Anwendungsanleitung auf der Dose


Das Lederöl von Effax ist laut Herstellerangaben »säure- und harzfrei, nährt, pflegt und schützt alle Glattleder dank Vaseline, echtem Tran und anderen, wertvollen lederpflegenden Substanzen«.

Inhaltsstoffe (Herstellerangabe)
Inhaltsstoffe (Herstellerangabe)

Für offene Leder ist es also nicht gedacht, aber die ehemals angeschliffene Ober­fläche der alten Polo Mohawk (siehe Bilder weiter unten) hat schon so gelitten, da macht es auch nichts mehr aus wenn die ur­sprüngliche Optik des Büffelleders nicht mehr erhalten bleibt – was genau ge­nommen jetzt schon nicht mehr der Fall ist.



Die erste Behandlung des Leders war also schon ein paar Monate vergangen. Die Auffrischung der Oberfläche stand nach etwa drei Monaten auf dem Plan. Während dieser Auffrischung des Leders sind die folgenden Aufnahmen entstanden.

Das Leder (vor der zweiten Behandlung)
Das Leder (vor der zweiten Behandlung)
Die noch originalverschlossene Dose
Die noch originalverschlossene Dose


Das Lederöl kommt in einer Metalldose und bringt auch gleich einen Pinsel zum Auftragen mit. Der originale Verschluss kann abgeschraubt werden, darunter kommt dann eine Metallkappe zum Vorschein.

Die Metallkappe einfach mit einem Schraubendreher oder anderem Werkzeug abhebeln. Anschließend wird die Kappe nicht mehr gebraucht und auch der ursprüngliche Schraubverschluss ist überflüssig. Zum Verschließen der Dose kann von nun an der Pinsel verwendet werden.

Die Metallkappe einfach herunterhebeln
Die Metallkappe einfach herunterhebeln
Blick in die Dose mit dem Lederöl
Blick in die Dose mit dem Lederöl


Das Öl selbst ist nicht farblos. Es hat eine leichte gelbliche Färbung, was man gut auf dem Bild der Dose erkennen kann. Wird das Öl (relativ) dünn aufgetragen ist von dieder gelblichen Färbung jedoch nichts zu sehen. Das auf das Leder aufgetragene Öl wirkt dann farblos-transparent.

Vor dem Auftragen: Viel Öl abstreifen
Vor dem Auftragen: Viel Öl abstreifen
Das Öl mit dem Pinsel zügig verteilen
Das Öl mit dem Pinsel zügig verteilen


Der große Pinsel nimmt sehr, sehr viel Öl auf. Daher bitte den Pinsel mehrfach (!) abstreifen und das im Pinsel befindliche Öl zügig großflächig verteilen. Je schneller man arbeitet, desto dünner wird der Film mit dem aufgetragenen Öl.

Manche verwenden auch Tücher um das Öl damit verteilen zu können. Dies hat jedoch den Nachteil das man später einen ebenso vollgesaugten Lappen hat und mit diesem ebenfalls relativ viel Öl aufträgt.

Schnell arbeiten, dünn verteilen
Schnell arbeiten, dünn verteilen
Der fettige Glanz direkt nach dem Auftragen
Der fettige Glanz direkt nach dem Auftragen


Die mit dem Pinsel behandelte Oberfläche wirkt glänzend, das Öl steht aber nicht auf dem Leder. Wenn es einzieht bleibt zunächst ein glänzender Schimmer zurück.

Ich habe die behandelte Jacke (und auch die Hose) nach der Behandlung erst einmal zwei Wochen lang ruhen lassen. Der fettige Glanz der Oberfläche ist innerhalb dieser beiden Wochen einem seidenmatten Schimmer gewichen.

Seidenmatter Glanz des behandelten Leders
Seidenmatter Glanz des behandelten Leders
Das Leder wirkt dunkel und ist gepflegt
Das Leder wirkt dunkel und ist gepflegt


Für den besseren Vergleich noch einmal die drei unterschiedlichen Zustände der Jacke. Oben die Jacke im aktuellen Februar, also rund ein Jahr nach der ersten Behandlung. Sie wurde mittlerweile zweimal mit Lederöl behandelt.

Die Bilder unten zeigen die Jacke so wie ich sie damals gebraucht erhalten habe: Mit dem lange Zeit unbehandelten Leder, welches schon sehr, sehr hell gewirkt hat.

Nochmals der pflegebedürftige Zustand
Nochmals der pflegebedürftige Zustand
Das Leder »schreit« nach Pflege
Das Leder »schreit« nach Pflege


Die letzten beiden Bilder sind ebenfalls aktuell vom Februar 2018. Die Bilder habe ich ohne Blitzlicht aufgenommen. Der Rotschimmer zeigt wie das Leder in etwa in der Realität aussieht. Der seitenmatte Glanz ist sowohl bei der Jacke wie auch auf der Hose zu erkennen. Das Leder wirkt bei Jacke und Hose optisch identisch, auch wenn die Hose viel häufiger gepflegt wurde.

Ohne Blitz: Rotschimmer des Leders
Ohne Blitz: Rotschimmer des Leders
Farblich passt es wieder zur Hose
Farblich passt es wieder zur Hose


So gesehen hat die Behandlung der Jacke mit dem Lederöl den Lederpartien »den alten Glanz und die alte Farbe« zurückgegeben.

Deeplink Fett auf das Öl?

»Ist nicht auch eine Kombination von Fett und Öl möglich?«

Ja, auch das ist möglich und unter Umständen sogar sinnvoll. Auch hierzu habe ich einige Hinweise erhalten und fasse es zusammen.

Wie eingangs schon geschrieben werde ich sicherlich in ein paar Wochen oder Monaten die Jacke nach der nächsten längeren Tour (oder einigen Tagstouren) mal mit Lederseife behandeln. Diese muss ich erst noch kaufen (wer einen Tipp hat → kann mir gerne unten auf dieser Seite eine Kaufempfehlung geben).

Nachdem der Lederbesatz (auf meine Mohawk bezogen) mit der Lederseife gereinigt ist, soll man das Leder zunächst relativ trocken reiben. Nun ist es sauber und noch etwas feucht, die Poren sind gereinigt und das Material ist aufnahmefähig. Nun kann das Lederöl dünn (!) auf das noch feuchte Leder aufgetragen werden. Es darf dabei gerne auch in das Leder einmassiert werden.

Das Leder muss nach der Behandlung mit Seife (und Wasser) und dem Öl zunächst ruhen und trocknen. Der Wasseranteil wird sich verflüchtigen, das Öl bleibt im Leder zurück und zieht bis in die tiefliegenden Schichten des Leders ein.

Das Lederfett kann danach dünn auf das so behandelte Leder aufgetragen werden. Was dies zur Folge haben soll: Die rückfettende Lederseife hat das Material gereinigt. Das Lederöl konnte anschließend tief einziehen und macht so das Leder wieder geschmeidig. Das zuletzt dünn aufgetragene Lederfett soll das Leder vor Nässe (beispielsweise bei Regenfahrten) schützen.

Den Tipp so vorzugehen habe ich von jemandem erhalten, welcher so regelmäßig Lederchaps (Glattleder, für den Reitsport) reinigt. Der grobe Schmutz wird abgebürstet, anschließend gibt es entweder eine Runde in der Waschmaschine (mit Lederwaschmittel) oder eben per Hand mit der Lederseife. Auch rund 20 Jahre alte, hochwertige Lederchaps sollen so noch lange halten und ihren Zweck erfüllen.

Wo aber auch hier die Meinungen polarisieren: Manche sind davon überzeugt, dass eine mit Lederöl behandelte Bekleidung nicht auch noch zusätzlich mit Lederfett behandelt werden sollte. Andere empfehlen nur die Nähte mit Fett zu behandeln, die dritte und letzte Fraktion schwört auf eine dünne Schicht Lederfett als krönenden und schützenden Abschluss.

Deeplink Der Ort der Lederpflege will gut gewählt sein

Immer an den alten Haushaltstipp denken: »Fettflecken werden wie neu, wenn man sie ab und zu mit etwas Öl einreibt«.

Was ich damit sagen will: Überlegt euch gut wo ihr eure Lederbekleidung mit Lederöl behandeln wollt. Ich empfehle innerhalb von Wohnungen einen gefliesten Raum zu wählen. Badezimmer und Küche sind dafür also in der Regel prädestiniert. Warum? Weil immer irgendwo mal ein Tropfen vom Öl von Jacke oder Hose abperlt und schon hat man einen Fleck am Boden. Während Fliesen da sehr nachsichtig sind, verzeihen es andere Oberflächen nicht wirklich.

Nicht das der Haussegen schief hängt weil der gute Teppich auf einmal ganz frische, dunkle Flecken hat – genau an der Stelle wo zuvor das Lederöl zum Einsatz kam.

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Kommentare

SilencerSilencer | https://silencer137.com
schrieb am 04.03.18 um 21:36 Uhr:


Ha, danke für den Hinweis! Das werde ich auch probieren. Ich fahre nämlich fast exakt die Jacke, die Du auch hast. Meine stammt aus 2012, Deine ca. aus 2013/14 (da wurde das Logo oben am Kragen geändert). Beim Kauf waren die Lederstellen schwarz, genau wie bei den heutigen Mohawks. Ein Finish wie unsere Jacken erreicht das Leder nur nach vielen Rundreisen im Regen, in der Sonne und in der Waschmaschine. Meine wird ein Mal im Jahr gewaschen, ist aber noch nicht ganz so ausgebleicht wie Deine.


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 05.03.18 um 07:57 Uhr:


Wenn das Wetter bei mir besser wäre könnte ich schon ein Tageslichtbild vom aktuellen Zustand nachreichen. Das Leder ist wieder schön dunkel geworden, hat aber einen leichten Rotstich beibehalten. Oder besser gesagt einen »Rotbraun-Stich«.

Grau ist es jedenfalls nicht mehr.


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