Edelstahl statt Aluminium – trotzdem nicht überladen

Kochgeschirr für Unterwegs

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Mein gutes, altes Topfset für's Camping »für zwei Personen«. Damals konnte ich mir das nicht so recht vorstellen, aber seit über 10 Jahren begleitet es mich jetzt schon. Nudeln und Soße separat (nacheinander) zubereiten? Kein Problem mit dem Set, welches aus drei Töpfen mit Faltgriff und einem Deckel besteht. Den Deckel kann man angeblich auch als Teller einsetzen. Ich habe ihn aber nie verwendet, sondern direkt aus dem Topf gegessen.

Insbesondere auf dem Campingaz Twister 270 PZ[1] musste der große Topf die eine oder andere Portion Ravioli oder das Wasser für die Nudeln erhitzen.

Das Topfset hatte ich damals (müsste so 2002 gewesen sein) bei einem Lagerverkauf für Outdoorgerätschaften günstig gekauft. Ich habe von Campingaz vor einiger Zeit ein ähnliches Set[2] in den Händen gehalten. Die Variante von Campingaz war höherwertiger gefertigt, aber auch die günstigen Töpfe erfüllen ihren Zweck.

Mehrteiliges Topfset aus Edelstahl
Mehrteiliges Topfset aus Edelstahl
Eigentlich ja »Kasserolle« und nicht »Topf«
Eigentlich ja »Kasserolle« und nicht »Topf«


Wegen den fest angebrachten Klappgriffen werden die Töpfe auch gerne mal als Pfannen bezeichnet. Abgesehen von der Position des Griffs haben sie – zumindest meiner Meinung nach – wenig mit einer Pfanne zu tun. Wenn überhaupt eine andere Bezeichnung zutreffen sollte, dann wäre es Kasserolle.

Der Verschluss ist so einfach wie effektiv: Der über den aufgesetzten »Teller« gespannte Griff wird mit einer kleinen Klammer arretiert. Das genügt voll und ganz. Während dem Transport im Rucksack oder auch in einer Kiste in meinem VW Bus hat sich der Verschluss nie geöffnet.

Der Deckel hält die anderen beiden Töpfe im Inneren
Der Deckel hält die anderen beiden Töpfe im Inneren
Als Teller konzipiert, von mir noch nie genutzt
Als Teller konzipiert, von mir noch nie genutzt


Wird der Verschluss geöffnet und der »Teller« abgenommen, kommen die beiden weiteren Töpfe (oder Kasserollen) zum Vorschein. Auch sie haben das gleiche Patent als Faltgriff.

Die Durchmesser der drei Töpfe sind 16, 14 und 12 cm. Während im größten Topf das Wasser für die Nudeln kocht, kann man sich so im mittleren Topf schon mal das Pulver der Soße in kaltem Wasser auflösen.

Die beiden kleineren Töpfe/Kasserollen
Die beiden kleineren Töpfe/Kasserollen
Verfärbungen durch die Hitze vom Gaskocher
Verfärbungen durch die Hitze vom Gaskocher


Im Gegensatz zu den höherwertigeren Modellen hat sich bei meinem günstigen Topfset der Boden nach dem mehrmaligen Einsatz über dem Gasbrenner verfärbt. Das dabei entstandene Muster liegt teilweise an der Konstruktion des Brenners (dreiteilige Auflagefläche des Campingaz Twister) sowie der Windrichtung.

Ich hatte es zwischenzeitlich auch schon mal wieder auspoliert, aber sobald die Flammen beim nächsten Mal wieder am Metall lecken, kehrt die Verfärbung wieder zurück. Da es nur ein optischer Mangel ist, habe ich es einfach so belassen.

Edelstahl (»18 Cr« steht für 18 % Chrom)
Edelstahl (»18 Cr« steht für 18 % Chrom)

Bei meinen wenigen mehrtägigen Touren mit dem Motorrad habe ich bisher immer auf anderes Kochgeschirr zurückgegriffen.

Sei es der bereits in einem anderen Beitrag erwähnte Trangia oder das alte Essgeschirr aus Bundes­wehr­beständen, welches lediglich das im großen Topf über dem Lagerfeuer zubereitete Chili con Carne zum Verzehr bereithalten musste.


Mein Fazit: Wer noch kein Topfset für unterwegs hat oder nicht auf (gebrauchtes) Armeegeschirr[3] zurückgreifen will, ist mit einem solchen Topfset sicherlich nicht falsch beraten. Insbesondere dann nicht, wenn schon ein kleiner Gas- oder Spirituskocher vorhanden sein sollte.

Wer über eine komplette Neuanschaffung inklusive einem Brenner nachdenkt, ist vielleicht mit einem Spirituskocher samt Topfset wie beispielsweise der »Mini Trangia«[4] besser bedient. Den »kleinen Trangia« als Set mit Alutopf, antihaft-beschichteter Pfanne mit anklickbarem Griff, einem Windschutz und dem bekannten und effizienten Spiritusbrenner konnte ich einmal in Aktion erleben. Gerade wenn man alleine unterwegs ist und wenig Gepäck mit sich herumschleppen will, scheint mir diese Neuentwicklung (seit etwa 2011 auf dem Markt) eine gute Basis zu sein. Zumal man auf dem Windschutz auch andere Töpfe und Pfannen platzieren kann.



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