Auch die GSF 1200 hat eine Dose nach DIN ISO 4165 erhalten

Befestigung und Stromversorgung vom PKW-Navi am Motorrad

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Nachdem ich immer wieder Bilder von der Variante mit dem PKW-Navi in der Tasche von Hein Gericke[1] in Foren gepostet hatte, kamen häufig die gleichen Fragen bezüglich Befestigung, Strom­versorgung und der von mir verbauten DIN-Steckdose. Diese sitzt nicht nur bei meiner Yamaha XJ 600 S unter der Sitzbank[2], sondern hat natürlich auch ein schönes Plätzchen unter der Sitzbank meiner Suzuki GSF 1200 gefunden.

Die »streetline GPS Tasche« fährt auch bei der GSF 1200 am Lenker mit. Bisher jedenfalls. Ich bin auf der Suche nach einem kleinen streetline Tankrucksack, auf welchem sich die GPS Tasche befestigen lässt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Das umgelötete USB-Kabel[3] zum Laden des Garmin Nüvi ist natürlich während der Fahrt auch angeschlossen und muss dann irgendwie unter die Sitzbank geführt werden. Das erste Stück, aus der GPS Tasche zwischen Lenker und Lenkkopflager vorbei, ist einfach und problemlos umzusetzen. Aber dann muss das Kabel weiter nach hinten. Da fangen dann die Probleme an.

streetline GPS Tasche
streetline GPS Tasche
Kabelführung: Mit Gaffa am Rahmen fixiert
Kabelführung: Mit Gaffa am Rahmen fixiert


Über das Lenkkopflager geführt, verändert sich die benötigte Länge des Kabels nicht. Daher konnte ich es einfach (aber eben auch wenig elegant) mit einem kleinen Stück Gaffa am Rahmen unterhalb der Unterkante vom Tank befestigen.

Ein zweite Stück Gaffa weiter hinten, hält das Kabel oberhalb des Rahmens. So kann es nicht in Kontakt mit den »etwas« wärmeren Teilen des Motors kommen. Wie hitzebeständig die Isolierung eines einfachen USB-Kabels so ausfällt, möchte ich nicht während der Fahrt testen.

Nach der Fahrt wird das Band wieder abgezogen
Nach der Fahrt wird das Band wieder abgezogen
Unter der Sitzbank wird eingesteckt
Unter der Sitzbank wird eingesteckt


Seitlich ist das Kabel an der Verkleidung vom Heck unter die Sitzbank geführt. Dort wird es schließlich in den modifizierten USB-Adapter[4] eingesteckt, welcher wiederum über die DIN-Bordsteckdose mit der Batterie verbunden ist. Natürlich ist zwischen Batterie und DIN-Bordsteckdose noch eine Sicherung verbaut.

Den Einbau der DIN-Bordsteckdose habe ich bereits im letzten Jahr im Oktober vorgenommen, bisher aber noch nicht beschrieben. Das hole ich heute dann mal nach, denn auch hier kam die iene oder andere Anfrage per Mail beziehungsweise in den Foren auf.

Rechts und links neben dem Rücklicht ist bei der GSF 1200 (GV75A) relativ viel Platz. Das kleine Staufach unter der Sitzbank ist als Wanne ausgeführt. Zwischen der Wanne und der äußeren Verkleidung am Heck ist genügend Platz um dort eine DIN-Bordsteckdose platzieren zu können.

Während dem Einbau: Heck der GSF 1200 (GV75A)
Während dem Einbau: Heck der GSF 1200 (GV75A)
Genügend Platz für die DIN-Steckdose
Genügend Platz für die DIN-Steckdose


Die DIN-Bordsteckdose habe ich in einem anderen Beitrag bereits ausführlich vorgestellt, daher nur zwei Bilder von der Steckdose. Wer mit dem Gedanken spielen sollte sich eine »große« Steckdose (Format vom Zigarettenanzünder) verbauen zu wollen: Eine solche Steckdose würde nicht an diesen Einbauort passen. Dafür wäre sie zu lang.

Bordsteckdose nach DIN ISO 4165
Bordsteckdose nach DIN ISO 4165
Kompakte Bauform mit Flachsteckeranschlüssen
Kompakte Bauform mit Flachsteckeranschlüssen


Damit die Steckdose montiert werden konnte, musste natürlich erst einmal ein Loch in die Wanne vom Staufach unter der Sitzbank gebohrt werden. Anschließend habe ich das Loch mit einer Rundfeile vorsichtig und mit Geduld soweit vergrößert, bis die DIN-Bordsteckdose montiert werden konnte.

Einfach ein Loch bohren und mit einer Feile vergrößern
Einfach ein Loch bohren und mit einer Feile vergrößern
Die Dose sitzt an ihrem Platz
Die Dose sitzt an ihrem Platz


Auf den beiden folgenden Bildern muss man leider ein wenig suchen. Aber dann erkennt man die frisch verbaute Bordsteckdose auf dem linken Bild. Damit man einen Eindruck bekommt, wie viel Platz zwischen der Verkleidung und den Anschlüssen der Bordsteckdose ist, habe ich dies im rechten Bild festgehalten.

Leider nicht einfach zu erkennen (daher anklicken)
Leider nicht einfach zu erkennen (daher anklicken)
Aufnahme mit aufgesetzter Seitenverkleidung
Aufnahme mit aufgesetzter Seitenverkleidung


Bei Tageslicht sieht man dann ein wenig mehr. Ich hatte die Verkleidung vor wenigen Tagen noch einmal demontiert, weil ich die Leitungen zu den Anschlüssen der Bordsteckdose noch zusätzlich mit einem Gewebeschlauch[5] ummanteln wollte.

Der Stecker vom Massekontakt ist nicht zusätzlich isoliert. Wäre auch reichlich sinnfrei, denn das Gewinde selbst stellt ebenfalls einen Massekontakt dar. Der Kontakt für die Verbindung zum Pluspol der Batterie ist kaum zu erkennen und natürlich isoliert.

Beim Anschließen der Stromversorgung an der Dose
Beim Anschließen der Stromversorgung an der Dose
xxxx
Mit Gewebeschlauch ummantelte Leitungen


Die mit dem Gewebeschlauch ummantelten Leitungen sind auf dem Bild rechts sehr gut zu erkennen. Sie laufen parallel zum Rohr des Rahmens nach vorne und sind daran mittels Kabelbindern befestigt. Nicht als Bild festgehalten sind der Sicherungshalter und der Anschluss am Pluspol der Batterie. Aber beides sollte ja eigentlich selbstverständlich sein und einen Sicherungshalter für Flachsicherungen hat sicherlich auch schon jeder einmal gesehen?

Garmin nüvi (PKW-Navigationsgerät)
Garmin nüvi (PKW-Navigationsgerät)

Abschließend noch eine Antwort auf die beiden Fragen, ob man denn durch die dicke Kunststofffolie der streetline GPS Tasche das Navi mit Handschuhen bedienen, und wie man die Anzeige so ablesen kann.

Die Bedienung des von mir (noch immer) verwendeten Garmin Nüvi 205 funktioniert problem­los. Auch mit Handschuhen und durch die dicke Folie hindurch.


Die Antwort auf die Frage nach der Ablesbarkeit muss ich mit einem »mal so, mal so« beantworten. Bei bewölktem Himmel oder Dunkelheit lässt sich das Display in der Regel problemlos ablesen. Bei strahlendem Sonnenschein zur Mittagszeit sehe ich nicht wirklich was. Ich muss irgendwie einen Schatten über das Gerät beziehungsweise die Tasche bekommen.

Mal kurz nach unten schauen, die Informationen erfassen und gleich wieder auf die Straße ist dann nicht möglich.

Leider spiegelt die Folie in ungünstigen Fällen
Leider spiegelt die Folie in ungünstigen Fällen
Starker Sonnenschein ist kontraproduktiv
Starker Sonnenschein ist kontraproduktiv


Bei einem hohen Verkehrsaufkommen ist die Variante also fast nicht zu gebrauchen. Jedenfalls nicht ohne sich selbst (und andere) einem Risiko auszusetzen. Wer eine Sekunde lang bei Tempo 80 das Navi studieren muss, womöglich noch dabei die linke Hand vom Lenker nimmt um einen Schatten über dem Display erzeugen zu können, der ist in dieser einen Sekunde schon knapp über 22 Meter gefahren.

Ein plötzliches Bremsmanöver vom Vordermann, ein auf der Straße auftauchendes Schlagloch (bisher vom vorausfahrenden Fahrzeug verdeckt), etc. – man sollte sein Glück lieber nicht unnötig strapazieren. Daher navigiere ich auch beziehungsweise primär nach Straßenschildern. Bevor ich weiterfahre, präge ich mir Ortsnamen ein und halte dann eben lieber noch zwei, drei Mal extra an um sicher und in Ruhe die weitere Planung vom Navi anschauen zu können.



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