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Kostengünstige Variante mit Isolierband (auf einem alten Visier)

Blendschutz: Schwarzer Streifen auf dem Visier

Home » Equipment » Bekleidung

Tom ist es aufgefallen: Irgendwie habe ich einen »schwarzen Streifen auf dem Visier«. Der ist dort schon seit Herbst 2018, ich habe mir ein kleines »Sonnenvisier« gebastelt weil ich vor einigen Jahren bei fahrten im Oktober und November von der Morgen- oder Abendsonne ziemlich fies geblendet wurde.

Das ansonsten von mir hoch­ge­schätzte Pinlock Innenvisier hat sich hier als ziemlich fiese Falle entpuppt: Fährt man am frühen Morgen in Berchtesgaden los und steuert schön in Richtung Osten zwirbelt einem die Kante vom Pinlock mit der Silikondichtung die Sonnenstrahlen zielgenau unschön auf die Netzhaut. .

Meine Lösung damals: Das Visier hochklappen. War nur mäßig angenehm, denn dann war zwar das Problem mit dem »Brennglas« gelöst, dafür hatte ich nicht minder fiesen kalten Wind im Gesicht und dann haben eben davon die Augen getränt.

»Was ist denn das für ein schwarzer Streifen auf dem Visier?«
»Was ist denn das für ein schwarzer Streifen auf dem Visier?«

Aus solchen Sachen lernt man und sucht sich Abhilfe für das Problem. Tom ist wohl das Bild auf dem Höchsten aufgefallen, denn dort sieht man die breite, schwarze Kante oben am Visier von meinem HJC SY-MAX III sehr gut. Natürlich ist die nicht original sondern wurde von mir dort »hingebastelt«. Man kann sich entweder für viel Geld eine Tönungsfolie kaufen und auf das Visier kleben – oder man greift zu Isolierband.

Mit dem HJC SYMAX III im Schwarzwald
Mit dem HJC SYMAX III im Schwarzwald

Ich habe mit dem Isolierband den Bereich inklusive der umlaufenden Silikondichtung abgeklebt. Dies hat gleich zwei Dinge zur Folge: Die Dichtung kann nicht mehr wie ein Brennglas wirken und die Sonnenstrahlen gebündelt in Richtung Pupillen schicken und gleichzeitig entsteht eine Art »Sonnenblende«. Die Augen bleiben also komplett im Schatten.

Isolierband als »Sonnenschutzbalken«
Isolierband als »Sonnenschutzbalken«

Letztes Jahr war ich damit im Oktober in der Westschweiz wie auch im Schwarzwald unterwegs. Mein Fazit: Top. Kleiner finanzieller Aufwand, große Wirkung.

Ob man das Isolierband wieder rückstandsfrei abbekommt? Weiß ich nicht. Ich habe auch nicht vor das Band zu entfernen. Aufgeklebt habe ich es auf mein altes Visier welches inzwischen sicherlich deutlich über 30'000 km seit Juni 2014

Kostet fast nichts und bringt viel
Kostet fast nichts und bringt viel
Blendende Sonne? Kopf senken.
Blendende Sonne? Kopf senken.

»Darf man einfach etwas auf das Visier kleben?«

Ich habe nichts gefunden was dagegen spricht – für Deutschland. Das Problem mit »muss der Helm ECE R-22 konform sein« habe ich ja schon vor ein paar Tagen[2] angesprochen. Interessant wäre nun gewesen wenn man hätte lesen können was in der aktuellen ECE R-22 steht. Aber: Genau dieses Dokument ist zur Zeit nicht verfügbar? Meine Anlaufstelle bei solchen »ich möchte da mal kurz nachschauen«-Gelüsten ist die Seite vom BMVI[3]. Dort findet man am Fuß einen Link zu einem .pdf, in welchem wiederum die Links zu den deutschsprachigen Versionen des jeweiligen Dokuments stehen – ausgerechnet bei der ECE R-22 ist da kein Link hinterlegt.

Mögliche Ursache:

Regelungen, die von der Europäischen Union nicht angenommen wurden aber von Deutschland angenommen wurden sind ggf. in deutscher Sprache auf der Homepage der Europäischen Union nicht verfügbar. Neben der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt , Teil II, ist ein Abruf dieser Regelungen in englischer Sprache auf der Homepage der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen möglich.

So steht es beim zweiten Link auf der BMVI-Website. Gut, dann nehme ich eben die englischsprachige Version[4] und schaue mal was zum »Field of vision« zu finden ist – ich hätte es nicht tun sollen.

6.14.3.2. upwards: a dihedral angle defined by the reference plane of the headform and a plane forming an angle of not less than 7° with the reference plane and whose edge is the straight line L1 L2, the points L1 and L2 representing the eyes;
6.14.3.3. downwards: a dihedral angle defined by the basic plane of the headform and a plane forming an angle of not less than 45° with the basic plane and whose edge is the straight line K1 K2.

[...]

6.15.3.1. The visor shall not comprise any part liable to impair the user's peripheral vision as defined in paragraph 6.14. when the visor is in the totally opened position. Furthermore, the lower edge of the visor shall not be situated in the downward field of vision of the user as defined in paragraph 6.14. when the visor is in closed position. [...]

Err... Alle Klarheiten beseitigt? Gut. Immerhin weiß ich jetzt das ein (vollständig) geöffnetes Visier gemäß ECE R-22 nicht die Sicht behindern darf. Haben wir also wieder Etwas gelernt.

Wenn ich das Zitierte richtig verstehe muss ich – von meinen Augen als Bezugspunkt aus­gehend – einen freien Blickwinkel von 7° nach oben haben. Aber wie wird das gemessen? Wenn sich jemand erfolgreich im Origami-Style windschnittig ganz klein hinter dem winzigen Windschild auf seiner Supersportler zusammengefaltet hat er »andere 7° Blickwinkel« (zur Horizontalen) als jemand der wie ich aufrecht auf seiner Reiseenduro sitzt. *grübel*

Was mache ich jetzt daraus? Ich lasse das Isolierband einfach auf dem Helm. Ja, es schränkt meine Sicht nach oben etwas ein. Das ist ein Nachteil wenn ich Steigungen hinauffahre: Ich hebe den Kopf automatisch an – oder ich öffne das Visier und lasse es in der nächstmöglichen Position einrasten.

Die Situationen hatte ich im Schwarzwald ein paar Mal. Wenn ich aber abwägen muss zwischen »häufig geblendet werden« und »gelegentlich das Visier um eine Raste öffnen« ist die letztgenannte Situation deutlich seltener eingetreten als das ich (ohne aufgeklebtes Isolierband) von der tiefstehenden Sonne geblendet worden wäre.

Ob ich damit Probleme bei einer Kontrolle bekommen könnte? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Schließlich beklebe ich nicht die ganze Fläche und wenn ich Probleme bekommen sollte kann ich das Klebeband einfach abziehen und dann hoffentlich weiterfahren.

Kopf weniger neigen dank Isolierband
Kopf weniger neigen dank Isolierband
Erfüllt den Zweck aber ob es legal ist?
Erfüllt den Zweck aber ob es legal ist?

Wie effektiv die zwei Streifen Isolierband auf dem Visier wirken können sieht man auf dem Bild. Die Augen liegen komplett im Schatten während ich in der Westschweiz auf einer Hochebene in Richtung Sonnenuntergang fahren muss. Sicherheitsgewinn? Definitiv vorhanden. Ansonsten fährt man – auch ohne »Brennglas-Pinlockdichtung« mit zu schmalen Schlitzen zusammengekniffenen Augen herum.

Etwas traurig: Ein neues Visier (HJC Modell HJ17) für den SY-MAX III kostet etwa 40 Euro. Sollte ich auch gleich noch die Pinlock-Scheibe erneuern (nicht zwingend notwendig, aber wenn ich zwei Visiere nutzen will möchte ich nicht immer das Pinlock Innenvisier wechseln müssen) kostet weitere 30 Euro. Somit wäre ich schon mal bei 70 Euro nur für Visier und Innenvisier. Für 120 bis 160 Euro findet man – mit etwas Glück da im Abverkauf – schon einen nagelneuen HJC IS-MAX II. Ohne Ausbleichungen der neongelben Lackierung, dafür auch komplett mit Pinlock – und natürlich auch wieder im von mir bevorzugten Neongelb.

Allerdings ist die Helmschale bei dem komplett aus Polycarbonat (also Thermoplast). Die Schale von meinem SYMAX III ist aus Fiberglas (nur das Kinnteil aus einem Thermoplast).

Oder ganz weg von HJC: Shoei scheint sich mit dem Neotec II an den Wünschen der Kunden zu orientieren: Integrierte Sonnenblende, P/J-Homologation (Kinnteil kann während der Fahrt aufgeklappt bleiben) hochwertige Schale aus Verbund-Kunststoff (kein Thermoplast) und mit dem Dekor »Excursion TC-3« wäre wenigstens etwas Gelb mit auf der Helmschale – schlappe 1'650 g (+- 50 g) für 699 Euro. *hust*



Kommentare

ThomasThomas | https://spongeborns.de
schrieb am 06.03.19 um 08:29 Uhr:


Moin X_Fish,

wenn Du nicht mehr abklebst als auf den Bildern zu sehen ist, sollte das vermutlich kein Problem sein.
Ich fahre seit mehreren Jahren nur noch mit Cross-Helm und -Brille, weil ich die bessere Belüftung mag. Durch das Visier und den Rand der Brille würde ich allerdings schätzen, dass mein Sichtfeld eingeschränkter ist, als mit dem von Dir abgeklebten Bereich. Daran musste ich mich am Anfang auch erstmal gewöhnen.
Die Cross-Helme habe ja aber auch eine Straßenzulassung.

Daher: Gute Idee und dran lassen

Viele Grüße
Thomas


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 06.03.19 um 21:09 Uhr:


Hallo Thomas,

im Sommer 2018 habe ich mir auch einen MX-Helm geholt. Deutlich angenehmer bei den Temperaturen die wir damals ja wochenlang hatten. Das das Sichtfeld eingeschränkt wird, wird häufig geschrieben. Ich habe Brillen von 100% und fühle mich nicht sonderlich im »field of view« eingeschränkt. Müsste das mal austesten in wie weit da subjektiv objektiv genug ist.

Ein Erfahrungsbericht mit dem MX-Helm hatte ich mir ja auch noch als Beitrag im Blog vorgenommen. Eventuell verbinde ich das miteinander.


TomTom
schrieb am 06.03.19 um 09:15 Uhr:


Das ging ja mal schnell mit der Erklärung. Danke dafür. Ich dachte das sei etwas aus dem Zubehörhandel. Auf Isolierklebeband wäre ich nie gekommen.


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 06.03.19 um 21:02 Uhr:


Hallo Tom,

Die Bilder hatte ich letztes Jahr schon gemacht weil ich darüber einen kleinen Beitrag schreiben wollte. Nur hat eben der Anlass gefehlt. Jetzt war er da.


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Datum: 05.03.2019
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