Von Qualität, Werkzeug und Qualitätswerkzeug

21er Stecknuss

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Wie teuer muss eigentlich gutes Werkzeug sein? Wie teuer dürfen einzelne Bestandteile für den Werkzeugkasten sein?

Zwei Fragen, welche in den Foren immer heiß und mit vielen Emotionen geführt werden. Ich habe das Glück, schon vor Jahren sehr, sehr günstig einen Werkzeugkasten aus Beständen der deutschen Bundeswehr erworben zu haben.

Gedore, Hazet, Matador – lauter Markenwerkzeuge zum günstigen Kurs. Ein vergleichbar ausgestatteter Werkzeugkasten oder -wagen schlägt mit deutlich über 200 Euro zu Buche. Was aber dann doch immer wieder fehlt: Der eine oder andere Steckschlüssel, umgangssprachlich auch einfach »Nuss« genannt.

Teilweise auch weil man sein verliehenes Werkzeug nicht mehr zurückbekommen hat. Siehe hierzu den Beitrag über Ölfilter und Ölfilterschlüssel[1], welchen ich vor ein paar Tagen online gestellt habe.

21er Stecknuss (1/2
21er Stecknuss (1/2") von »Promat«
Aussparungen für die Kugel einer Knarre in der Nuss
Aussparungen für die Kugel einer Knarre in der Nuss


Was mir also zur Komplettierung meines Werkzeugkastens gefehlt hat: Ein 21er Steckschlüssel aka »'ne 21er Nuss«.

In riesige Unkosten musste ich mich nicht stürzen. Für 3,60 Euro gab es die Nuss im Fachhandel. Mit Fachhandel meine ich übrigens nicht »Baumarkt, in welchem gesungen wird«. Auch will ich den Steckschlüssel nicht »zu meinem Projekt« machen.

Für etwa den doppelten Preis erhält man übrigens einen Steckschlüssel von Gedore im gleichen Maß. In Anbetracht der Tatsache das die Werkzeuge von »Promat« auch nicht den schlechtesten Ruf haben und ich den Steckschlüssel auch nicht tagtäglich im Einsatz habe: Die Qualität sollte genügen.

Zu günstig sollte man trotzdem nicht einkaufen. Ein kompletter Satz von Steckschlüsseln mit Drehmomentschlüssel für 20 Euro? Wenn da der Schlüssel oder der Steckschlüssel unter starker Belastung versagt kann es üble Folgen haben.

Gequetschte oder gar gebrochene Finger, Abschürfungen und zu allem Überfluss auch noch Beschädigungen am Fahrzeug? Das muss nicht wirklich sein.

Daher: Lieber ein paar Euro mehr ausgeben und nicht auf die supergünstigen Angebote hereinfallen. Alles hat seinen Preis. Auch Qualitätswerkzeug. Ihr tut euch keinen Gefallen wenn ihr minderwertigs Werkzeug kauft und am Ende nicht nur noch einmal welches Kaufen müsst, sondern auch noch Schäden am Fahrzeug und Verletzungen an euch selbst verursacht habt.



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