Umbau vom Zigarettenanzünderanschluss zum kleinen DIN-Stecker

USB-Adapter für Motorrad modifizieren

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Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich beschrieben wie ich bei meiner XJ 600 S eine Bordsteckdose verbaut habe[1]. Schon damals hatte ich einen Adapter vom Zigarettenanzünderanschluss auf USB vorgestellt. Dieser war nun fast 12 Monate bei mir im PKW unterwegs und sollte nun endlich passend zur kleinen DIN-Bordsteckdose umgebaut werden.

Benötigt habe ich ihn noch nie wenn ich mit dem Motorrad unterwegs war. Kartenmaterial in der Munitionskiste oder einfach »frei Schnauze« unterwegs sein macht nämlich – zumindest meiner Meinung nach – mindestens genausoviel Spaß.

USB-Adapter für den Zigarettenanzünder
USB-Adapter für den Zigarettenanzünder
Mit einer Bügelsäge wird er gekappt
Mit einer Bügelsäge wird er gekappt


Allerdings bietet der USB-Adapter noch andere Vorteile. Mein Mobiltelefon kann auch über USB geladen werden. Da ich während der Fahrt nicht telefonieren kann, könnte ich also bei einer längeren Tour einfach per USB-Kabel den Akku während der Fahrt wieder aufladen lassen.

Also her mit der Bügelsäge und ab mit dem großen, dicken Zigarettenanzünderanschluss. Das Gehäuse ist leider so aufgebaut, dass es nicht zerstörungsfrei zerlegt werden kann.

Vorsichtig das abgesägte Ende nach vorne abziehen
Vorsichtig das abgesägte Ende nach vorne abziehen
Die Massekontakte fallen aus der Halterung
Die Massekontakte fallen aus der Halterung


Nachdem der USB-Adapter von beiden Seiten vorsichtig angesägt war, kann man den abgesägten Treil auch schon abziehen. Die beiden Massekontakte fallen regelrecht aus der Halterung. Natürlich bleiben die beiden Kabel erhalten. Daher beim Sägen vorsichtig arbeiten, die Isolierung sollte nicht beschädigt werden.

Für den Anschluss des USB-Adapters wollte ich wieder einen multifunktionalen Stecker verwenden. Wird die rote Kappe abgenommen, passt er zum kleineren DIN-Anschluss. Setzt man die rote Kappe auf, kann er im normalen Zigarettenanzünder verwendet werden. Daher bleibt er mir auch für den Einsatz im PKW erhalten.

Adapter für Ladegeräte von CTEK
Adapter für Ladegeräte von CTEK
War im Sonderangebot – günstiger als ein Stecker
War im Sonderangebot – günstiger als ein Stecker


Stecker und Kabel gehören eigentlich zu einem Anschlusskabel für Ladegeräte von CTEK. Im Ausverkauf waren die diese Kabel günstiger als ein einzelner Stecker. Eigentlich schade drum, aber in diesem Fall wird der CTEK-Stecker abgeschnitten und die Leitungen können zum Löten am USB-Adapter genutzt werden.

Wird die rote Kappe abgenommen passt er
Wird die rote Kappe abgenommen passt er
Für den Müll: Der CTEK-Anschluss
Für den Müll: Der CTEK-Anschluss


Die beiden Leitungen am USB-Adapter sind zwar recht kurz, wer mit einem Lötkolben umgehen kann bekommt aber auch diese Leitungen sauber und sicher verlötet. Über beide Leitungen noch Schrumpfschläuche, schon ist der Umbau fast abgeschlossen.

Verzinnte Leitungen am USB-Adapter
Verzinnte Leitungen am USB-Adapter
Mit Schrumpfschlauch und Kabelbinder (Zugentlastung)
Mit Schrumpfschlauch und Kabelbinder (Zugentlastung)


Was der Konstruktion nun leider fehlt ist eine Zugentlastung. Diese habe ich mit einem Kabelbinder realisiert. Damit wird auf Zug nicht nur die Leitung, sondern das ganze Gehäuse belastet. Damit die Leitung samt Kabelbinder fest mit dem Gehäuse des USB-Adapters verbunden ist, habe ich die Leitungen vergossen.

Das offene Gehäuse soll vergossen werden
Das offene Gehäuse soll vergossen werden
Mit Heißkleber befüllte Öffnung
Mit Heißkleber befüllte Öffnung


Die Variante mit Heißkleber mag nicht so robust und hochwertig sein wie industriell vergossene Schaltungen. Aber ihren Zweck erfüllt die Lösung auch. Wasserdicht kann der USB-Adapter ohnehin nicht werden. Schließlich befinden sich auf der anderen Seite die USB-Buchsen.

Alte, aber noch immer gute Heißklebepistole
Alte, aber noch immer gute Heißklebepistole
Der modifizierte USB-Adapter
Der modifizierte USB-Adapter


Den Heißkleber noch abkühlen lassen, schon ist er fertig: Der USB-Adapter für DIN-Bordsteckdosen und Zigarettenanzünder. Gekostet hat mich das Ganze nicht einmal 10 Euro.

Ein Problem gilt es noch zu lösen: Das Ladekabel für mein Navi von Garmin unterscheidet sich von normalen USB-Kabeln. Die fünfte Ader muss auf Masse gelegt werden. Falls nicht, interpretiert das Navigationsgerät den Anschluss an einen USB-Port mit dem Verbinden an einem PC – und schaltet sich ab.

Nun ja, also eigentlich geht es ja in den Dateiübertragungsmodus. Der hilft mir aber auch nicht weiter wenn ich es im Navigationsmodus behalten will. Da hilft dann bisher nur das Laden wenn man es nicht braucht und wenn doch, hält man an und zieht den Stecker. Da muss ich dann in den Wintermonaten noch ein wenig optimieren.



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