Was das Wetter so her gibt, verteilt auf rund 220 Kilometern

Regen, Graupel, Schnee, Wind und ein Bisschen Sonnenschein

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Eigentlich war es keine Tour im klassischen Sinn. Sondern lediglich das immer wiederkehrende Pendeln am Wochenende zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz. Allerdings waren die heutigen Wetterverhältnisse mir dann doch einen Blogeintrag wert.

Sonst fahre ich lieber in Lederkluft, heute ging es aber nicht ohne Textil. Ich hatte ja die Hoffnung, dass sich der Wetterbericht noch einmal selbst korrigiert und aus »2°C und starke Niederschläge« noch einmal eher 12°C und leichte Niederschläge werden. Ich habe umsonst gehofft.

Warm: Textilbekleidung mit Wärmefutter
Warm: Textilbekleidung mit Wärmefutter

Daher die Textilklamotten aus dem Schrank und die gute, alte Bundeswehrkälteschutzhose gleich mit dazu. Beim Kauf der gebrauchten Textilhose von Difi war leider kein Thermo­futter mehr dabei.

Das farblich nicht sonderilch ansprechende Modell aus den Beständen der Bundeswehr erweist aber einen guten Dienst.



Leider sollte der Wetterbericht recht behalten. Wärend es am Vormittag sogar noch kurz ein wenig Sonnenschein gab, kehrten pünktlich zum Dienstende die Wolken mit ihrer unangenehmen Fracht zurück.

Ja, das ist der Anfang von einem Graupelschauer
Ja, das ist der Anfang von einem Graupelschauer

Was dort auf der Sitzbank zu sehen ist sind nicht nur Regentropfen. Auch ein paar noch nicht geschmolzene Graupelkörner lagen auf der grauen Sitzbank meiner XJ 600 S herum. Na herrlich, das ideale Wetter für rund 220 Kilometer auf dem Motorrad.

Ein Griff in die als Koffer agierende Munitionskiste und raus mit der Warnweste.



In diversen Foren oft genug beschimpft, aber wer mit schwarzen Klamotten bei einer miserablen Sicht sozusagen »freiwillig fast unsichtbar« herumfährt braucht sich nicht wundern, wenn er übersehen wird.

Immer dabei: Eine Warnweste
Immer dabei: Eine Warnweste
Nicht schön, dafür auffällig bei schlechtem Wetter
Nicht schön, dafür auffällig bei schlechtem Wetter


Die Warnweste hat vorne einen Reißverschluss, ist allerdings ein wenig zu weit für die Textilkombination geschnitten. Über meine dicke Textiljacke für Frühjahr und Herbst passt sie nahezu perfekt. Aber es sollte nicht lange dauern, da klebte sie mir von Regen, Graupel und Schnee durchnässt hervorragend direkt auf der Jacke.

»Schnee?« ja, Schnee. Auf der A99 verwandelte sich der Graupelschauer in weiche, dicke Schneeflocken. Die Fahrbahn blieb zwar Schneefrei, auf dem Visier meines HJC IS 16 bildete sich aber recht schnell eine undurchsichtige Schicht. Also immer wieder mit der linken Hand das Visier abwischen, dabei den LKW vor sich nicht aus den Blick verlieren und mit 60–80 km/h den Abstand halten.

Rückseite der Munitionskiste: Wasser hält sich
Rückseite der Munitionskiste: Wasser hält sich

Nach rund 120 Kilometern mit Regen, Graupel und kurzzeitig Schneefall, ließ auf der A8 der Regen dann endlich langsam nach. Daher konnte ich auf dem Rastplatz Adelzhausener Berg Nord eine kurze Pause einlegen.

Der Parkplatz selbst war noch nass, aber immerhin kam von oben kein »Nachschub« mehr.


Die XJ war auch beinahe wieder trocken, nur an der Rückseite der Kisten hielt sich noch das Wasser in den Vertiefungen.

Auf der 180°-Aufnahme zu sehen: Links woher ich kam (ca. 120 Kilometer »Waschstraße«), rechts wohin mich die A8 noch führen sollte (ca. 100 Kilometer »Trockenblasen«).

180°-Aufnahme: »Adelzhausener Berg Nord«
180°-Aufnahme: »Adelzhausener Berg Nord«


Blau-weiß statt grau in grau. Viel Angenehmer? Nun ja, wie man es nimmt. Statt Regen gab es dafür Wind aus allen Richtungen. Scheinbar nur nicht von hinten.

Rund 120 Kilometer liegen zurück
Rund 120 Kilometer liegen zurück
Kontrolle der Munitionskiste: Alles Dicht
Kontrolle der Munitionskiste: Alles Dicht


Vor der Weiterfahrt habe ich die Munitionskiste noch auf möglicherweise vorhandenen Wassereintritt überprüft. Alles Trocken dank umlaufender Gummidichtung in den Deckeln. Sowohl von oben wie auch von unten ist kein Wasser in die Kisten eingedrungen.

Nach weiteren 100 km endlich daheim
Nach weiteren 100 km endlich daheim

Die verbliebenen rund 100 Kilometer waren – abgesehen von dem bereits erwähnten Wind – recht angenehm.

Regenfahrten müssen nicht unbedingt sein. Aber wenn das Motorrad eben nicht nur ein Schönwetter-Spaßgerät sondern auch ein Transportmittel für den Alltag sein soll, dann gehören solche Erfahrungen eben mit dazu.


Eine Regenkombi liegt aus diesem Grund auch schon parat. Aber 200 km Regen hatte die Kombi, welche ich heute anhatte, auch schon einmal problemlos weggesteckt. Ein Lob auch an meine guten Daytona: Wasserdicht und warm. So wie es sich gehört.

Nur zwei Körperstellen bereiten mir noch immer ein wenig unbehagen: Dort, wo die Ärmel an den Handgelenken mittels Klettstreifen dicht anliegen, wird es nach 50 bis 100 km »recht frisch«. Vor einer Woche hatte ich nach 220 Kilometern ein unangenehm schmerzendes Handgelenk rechts. Ob da eine der angebotenen Neopren-Handgelenkstützen als Isolierschicht abhelfen kann? Ich werde es einfach mal ausprobieren.


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