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Modifizieren des Kabelbaums mit nur einer Kontrollleuchte

LED-Blinker: Dioden im Kabelbaum der XJ 600 S

Home » Wartung/Reparatur » Beleuchtung

Aufgrund von vielen Fragen in Foren habe ich im Laufe der Zeit schon mehrere Beiträge geschrieben, welche sich mit LED-Blinkern an Motorrädern befassen. Wenn zwei Kontrollleuchten für die Blinker vorhanden sind, ist der Umbau in der Regel schnell und einfach durchzuführen. Neben den Blinkern wird noch der elektronische Blinkgeber – häufig auch noch fälschlicherweise Relais geannt – ausgetauscht und es läuft.

Bei nur einer Kontrollleuchte mit klassischem Leuchtmittel (also nicht mit LED ab Werk wie bei manchen aktuellen Motorrädern durchaus üblich) funktioniert es allerdings nicht. Warum man eine Warnblinkanlage erhält habe ich bereits ausführlich vor einigen Wochen[1] beschrieben. Die daraus resultierende Lösung ist ebenfalls schon im Zusammenhang mit einem Kabelbaum[2] beschrieben worden.

Was jetzt noch als Beitrag fehlt: Wie beziehungsweise wo genau dieser Kabelbaum tatsächlich zerschnitten wird und was für Dioden ich beim Kabelbaum meiner XJ 600 S verwendet habe.

4 Gleichrichterdioden (benötigt werden 2)
4 Gleichrichterdioden (benötigt werden 2)
Ein wenig heftig der Preis: 40 Cent pro Stück
Ein wenig heftig der Preis: 40 Cent pro Stück

Nicht wundern wieso ich beim Bild angebe 40 Cent seien »ein wenig heftig« pro Diode. Online kann man die gleichen Dioden deutlich günstiger erhalten. Wenn man aber nur zwei Gleichrichterdioden benötigt, erreicht man nicht den Mindestbestellwert.

Ich habe noch zwei zusätzliche Dioden gekauft, da ich zwei Kabelbäume für die Nutzung mit LED-Blinkern umbauen werde.

Der Kabelbaum für das Kombiinstrument beinhaltet sowohl die diversen Anschlüsse für die Kontrollleuchten wie auch die Anschlüsse für die vorderen beiden Blinker.

Originaler Kabelbaum Yamaha XJ 600 S ('94)
Originaler Kabelbaum Yamaha XJ 600 S ('94)
Entfernen der Isolierung (nach rund 12 Jahren)
Entfernen der Isolierung (nach rund 12 Jahren)

Der Kabelbaum ist zum Schutz mit einem relativ stabilen Schlauch ummantelt. Diese wiederum wurde seinerzeit (1994) bei Yamaha mit Isolierband am eigentlichen Kabelbaum befestigt. Dieses Isolierband muss nun abgewickelt werden.

Trotz rund 12 Jahre nach der Anbringung hat es noch sehr gute Klebeeigenschaften bewiesen. Nach dem Abziehen hatte das Isolierband natürlich ausgedient. Daher darauf achten, dass man genügend Isolierband parat hat.

Originale Verbindungen im Kabelbaum
Originale Verbindungen im Kabelbaum
Die freigelegte Kontrolleuchte für die Blinker
Die freigelegte Kontrolleuchte für die Blinker

Nachdem der Kabelbaum soweit freigelegt wurde, kann man die braune und dunkelgrüne Leitung der Kontrollleuchte für die Blinker suchen und freilegen. Auf dem rechten Bild liegt die Kontrollleuchte bereits separat.

Nun müssen einfach diese beiden Leitungen mit einem Seitenschneider durchtrennt werden wie es auf dem Bild rechts unten zu sehen ist.

Gleichrichterdiode mit Schrumpfschlauch
Gleichrichterdiode mit Schrumpfschlauch
Durchtrennte Leitungen am Kabelbaum
Durchtrennte Leitungen am Kabelbaum

Wie auch sonst üblich der Hinweis von mir: Sauber arbeiten, also auch Schrumpfschläuche bereit halten. Diese kosten nicht wirklich viel, sorgen aber später dann für einen Störungsfreien Betrieb. Gerade der Kabelbaum für das Kombiinstrument ist bei Fahrten im Regen oder auch nur frühmorgens wenn sich der Tau auf der Maschine gesammelt hat relativ viel Feuchtigkeit ausgesetzt.

Die durchtrennten Leitungen müssen nun wie in der folgenden Zeichnung zu sehen mit den Dioden verbunden werden.

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Please update!

 
Die braune und dunkelgrüne Leitung im Kabelbaum wird – mit den Dioden dazwischen – miteinander verbunden.

Zwischen den beiden Dioden wird eine zusätzliche Leitung zu einer der beiden Anschlüsse der Kontrollleuchte geführt. Ob die dunkelgrüne oder die braune Leitung dafür verwendet wird, spielt dabei keine Rolle. Die zweite Leitung der Kontrollleuchte wird mit Masse verbunden.

Der aufgedruckte »Ring« an den Dioden ist in der Symbolabbildung der senkrechte Strich. Die beiden Dioden müssen also mit den »Ringen zueinander« in die Leitung eingebunden werden.

Anschließend werden die LED-Blinker nur noch auf der gewünschten Seite blinken. Da nun auch immer die gleiche Polarität an der Kontrollleuchte vorhanden ist, kann diese auch durch ein LED-Leuchtmittel [3] ersetzt werden.

Alles in allem ist der ganze Umbau nicht sonderlich aufwändig. Was bei mir die meiste Zeit in Anspruch genommen hat: Der Abbau der Kanzel [4] meiner XJ 600 S.



Kommentare

HubertHubert
schrieb am 16.08.17 um 21:48 Uhr:


Hallo, ich finde, das ist eine verständliche Erläuterung der Problematik, die mich auch eingeholt hat, nämlich beim Umbau auf LED an meinem Gespann.
Vermutlich habe ich dennoch etwas falsch gemacht, denn nach meinem heutigen Versuch mit den Dioden, blinkt nun nix mehr und die integrierte Positionslicht- und Rücklichtfunktion auch nicht mehr!

Das macht mich fertig. Kann ich das lastunabhängige Relais durch Falschpolung der Dioden "gehimmelt" haben?
Was hat das Blinkrelais mit Rü-und Pos-Licht zu schaffen?
Danke vorab für eine hoffentlich rasche Hilfe.


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 17.08.17 um 09:17 Uhr:


Hallo Hubert,

Rücklicht, Bremslicht und Positionslicht (Standlicht) sind vom Kabelbaum her von den Blinkern getrennt.

Das gleich alle drei oben genannten Lichter nicht mehr gehen → ein Masseproblem kann es nicht sein? Kommt denn nach dem Einschalten überall noch Spannung an (vermutlich am Rücklicht am einfachsten zu messen, gelbe Leitung - schwarz ist Masse).

Das Abblend- und Fernlicht funktioniert noch immer?

Ich habe im Web den Stromlaufplan der Maschine gefunden (2002 Moto Guzzi Stone).

Die Blinkerleitungen (Plus) bei der Guzzi Stone sind pink (rechts) und grün-schwarz (links). Hast du an diese Leitungen die Dioden gesetzt und dann an einen Pol der Kontrollleuchte angeschlossen? Der dann noch freie Pol der Kontrollleuchte ist mit Masse zu verbinden.

Grüße, Martin


HubertHubert
schrieb am 17.08.17 um 07:35 Uhr:


Guten Morgen und Danke für die unerwartet rasche Rückmeldung!

Es handelt sich um eine Guzzi California Stone aus 2003, an welche ein URAL-Beiwagen geflanscht wurde,d.h. der Kabelbaum wurde unter der Sitzbank aufgetrennt um die Beiwagenbeleuchtung UND eine AHK elektrisch entsprechend zu versorgen. Ich will jetzt nicht mein grundsätzliches Elektrikelend mit der auch im Winter gen


HubertHubert
schrieb am 17.08.17 um 07:45 Uhr:


entschuldigung, ich schreibe über Mäusekino m d kl Tasten...

also bei der Guzzi sind je ein rosafarbenes und ein grün-schwarzes Kabel mit den Blinkern verbunden und die (1) Blinkerkontrolllampe hängt dazwischen. Das alte Blinkrelais habe ich gg ein lastunabhängiges getauscht. Damit funktionierten Rück-, Brems- und Positionslichter, nur die Blinkerei sah so aus, das rechts blinken klappte, auf Links aber alle Blinker. Deshalb griff ich deinen Vorschlag auf, besorgte mir gestern 2 Schotky-Dioden und meinte, sie deiner Anleitung gemäss angrdchlossen zu haben. Es tat sich aber genau nichts. Habe die Teile rausgenommen zur Erreichung des Ausgangszustands. Leider Fehlanzeige. Ausser Fern- und Bremslicht geht nix mehr. Es ist keine Sicherung rausgeflogen. Nun bin ich ratlos.


HubertHubert
schrieb am 17.08.17 um 10:54 Uhr:


Hallo, genau den Schaltplan nutze ich.

Ich weiß nicht wo und wie, aber ich vermute mittlerweile auch, den Masseschluß gekappt zu haben.

Abblend- und Fernlicht funktionieren; ebenso die Hupe.

Wegen der Blinker, eher der Dioden: Die Blinkerkontrolllampe ist m.E. nicht separat verkabelt. Deshalb unterstellte ich es sei richtig, das rosa und das grün-schwarze Kabel an beliebiger(= mehr oder weniger gut zugänglicher) Stelle zu durchtrennen, die Dioden jeweils an ein Ende zu hängen und am anderen Ende den Rest wieder anzuklemmen. Und zBsp von der Diode am rosa Kabel noch eines abzuzweigen und auf Masse zu legen!? Korrekt? Massekabel auf welcher Seite der Diode? Die mit dem Ring?

Also hatte ich nicht im Fokus, so nah wie möglich an die Kontrollampe zu kommen, weil für mich eh nur in den Kreislauf eingehängt. Falsch gedacht?


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 17.08.17 um 11:22 Uhr:


Hallo Hubert,

da nicht gewiss ist wie die Kabelführung genau läuft:

– möglichst nahe an der Kontrollleuchte die Dioden einsetzen.
– du musst ja sowieso den separaten Masseanschluss für die zweite Anschluss­fahne direkt an der Kontrollleuchte bzw. deren Sockel vornehmen.

Sowohl Blinker vorne wie auch Blinker hinten sind mit rosa bzw. grün-schwarz verkabelt bzw. verbunden. Daher kann man nicht irgendwo die Diode einsetzen sondern muss dies in der Zuführung zur Kontrollleuchte machen.

Die Kathode der Diode ist mit dem Ring gekennzeichnet und muss zur Kontrollleuchte hin zeigen. Dann sieht es so aus:

rosa Kabel → Diode → Kathode zur Kontrollleuchte → Anschluss der Kontrollleuchte → zweiten Anschluss der Kontrollleuchte auf Masse legen

grün-schwarzes Kabel → Diode → Kathode zur Kontrollleuchte → Anschluss der Kontrollleuchte → zweiten Anschluss der Kontrollleuchte auf Masse legen

Kathode immer in Richtung Masse. Würdest du sie andersherum verbauen ist sie in Sperrichtung montiert und »lässt keinen Stromfluss zu«.

Nach den Dioden dürfen (bzw. müssen) rosa und grün-schwarz zusammengelegt werden und gehen gemeinsam auf einen der beiden Anschlüsse der Kontrollleuchte.

So wie oben im letzten Bild auf der Seite dargestellt (der Zeichnung).

Grüße, Martin


HubertHubert
schrieb am 17.08.17 um 11:47 Uhr:


Hätte ich es nur gelassen... Welcher 2te Anschluss? An der Birne kommen doch nur rosa und grünschwarz an? Je Kabel eine Diode und mit einer(also 1 Ende) von beiden auf Masse gehen.

Das die Auftrennung VOR den Blinkern erfolgen muss, verstehe ich.


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 17.08.17 um 12:06 Uhr:


Hallo Hubert,

jetzt tasten wir uns an das Problem heran. Leider hast du die Verkabelung falsch umgesetzt.

Nicht vor den Blinkern sondern vor der Blinkerkontrollleuchte müssen die Dioden sitzen bzw. muss der Kabelbaum verändert werden.

Die Kontrollleuchte war bisher über rosa und grün-schwarz angeschlossen. Daher hat die »nichtblinkende Seite« als Masseleitung für die »blinkende Seite« agiert.

Wenn man LED-Blinker verbaut klappt das so nicht mehr. Daher die Geschichte mit den Sperrdioden, welche dann die »nichtblinkende Seite« von der »blinkenden Seite« trennen. Dann ist aber eine Masseverbindung notwendig, da die ursprüngliche Lösung mit der Masse via »nichtblinkender Seite« nicht mehr funktionieren kann.

Damit die Kontrollleuchte trotzdem funktioniert (und eine Masseverbindung für die Blinker vorhanden ist) muss einer der Kontakte der Kontrollleuchte auf Masse gelegt werden.

An den anderen Kontakt der Kontrollleuchte werden rosa und grün-schwarz gemeinsam angeschlossen - nachdem sie mit den Sperrdioden versehen wurden.

Peter hat es an seiner Triumph umgesetzt:

Verkabelung Dioden vor Kontrollleuchte
www.600ccm.info – M-Blaze Pin an Triumph Bonneville

Grüße, Martin


HubertHubert
schrieb am 17.08.17 um 20:52 Uhr:


Danke Martin, das Thema habe ich m. E. nun verstanden! Vielen, vielen Dank dafür! Ich habe nur überhaupt keine Idee, was für den "Stromausfall" verantwortlich ist. Ausserdem kann ich, wie erst heute feststelle, auf dem Schaltplan das Blinkrelais nicht finden und weiß nicht, wo die beiden Kabel überhaupt herkommen. Gruß Hubert.


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 18.08.17 um 21:18 Uhr:


Hallo Hubert,

der Blinkgeber ist die Nummer 21 im Stromlaufplan.

Die Frage ist, was beim Umbau zum Gespann noch verändert wurde - und welche Kabelfarben u.U. verbaut wurden. Nachher ist z.B. das grün-schwarz oder rosa, welches du angeschnitten hast, nicht der Blinker sondern wurde bei dem Umbau für etwas anderes verwendet.

Grüße, Martin


HubertHubert
schrieb am 22.08.17 um 06:21 Uhr:


Guten Morgen Martin, ich war ohne Internet unterwegs(Classic Grand Prix in Schotten - kenne deine Interessenlage nicht, aber Mopeds von 1902 bis F2-Renngespanne und lockere Atmosphäre) und komme deshalb erst zur Antwort und zu meinem herzlichen Dank für deine Unterstützung! War sehr hilfreich. Am Sonntagnachmittag begab ich mich nach der Schottenring-Aktion nochmal an das Elend und kann melden, dass ich da eine Sicherung entdeckte, die doch den Geist aufgegeben hatte. Nach deren Austausch hatte ich wenigstens das Fehlerbild zurück.

Da am kommenen Wochenende Das EGT in LUX stattfindet und ich dort verabredet bin, habe ich alle weiteren Arbeiten auf die Zeit danach verschoben und mir überbrückungsweise so geholfen, dass ich einfach das Lämpchen der Blinkerkontrolle rausgenommen. Nun blinkt alles richtig.

Nächste Woche geht's an die Diodenmontage.

Gruß
Hubert


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 23.08.17 um 22:26 Uhr:


Hallo Hubert,

eventuell warst du dort wo auch Bekannte aus meiner VW-Bus Zeit waren. Die haben jedenfalls auf Facebook vor wenigen Tagen auch etliche Bilder von Oldtimern auf einer Rennstrecke gepostet. Muss mal nachschauen wo die waren.

Wenn du die Blinker auch ohne Kontrollleuchte blinken sehen kannst → dann gibt's auch bei einer eventuellen Kontrolle kein Problem. Ja, die Kontrollleuchte funktioniert dann nicht - aber du siehst ja ob es blinkt oder nicht. Nur für den Fall der Fälle einer Kontrolle (welche sicherlich nicht passieren wird) als Info.

Ich hoffe das Wetter ist dir hold und das mit den Dioden am richtigen Platz im Kabelbaum wird sicherlich schnell bewerkstelligt sein.

Grüße, Martin


AndreasAndreas
schrieb am 10.11.17 um 12:03 Uhr:


Einen schönen guten Tag.

Danke für die ausführliche Beschreibung. Hatte das gleiche Warnblink-Problem wie viele bei der Umrüstung auf LED Blinker (hier XT 600). Da ich den Dioden-Weg gehen wollte, hat mir dieser Artikel sehr geholfen.

Den entscheidenden Absatz
"Zwischen den beiden Dioden wird eine zusätzliche Leitung zu einer der beiden Anschlüsse der Kontrollleuchte geführt. Ob die dunkelgrüne oder die braune Leitung dafür verwendet wird, spielt dabei keine Rolle. Die zweite Leitung der Kontrollleuchte wird mit Masse verbunden." habe ich dann doch nicht begriffen – auch auf die Gefahr hin, mich hier lächerlich zu machen.

Die Kontrollleuchte hat doch nur zwei Leitungen (dunkelgrün + braun). Wie lege ich denn die Masseleitung und am besten wohin? Die Zeichnung zeigt ja eine dritte Leitung (Masse) an der Kontrollleuchte, mir ist nur nicht klar was mit "Zwischen den beiden Dioden..." gemeint ist. Muss ich die Kontrollleuchte ausbauen?

Vielen Dank für eine Unterstützung.

Gruß Andreas


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 15.11.17 um 12:27 Uhr:


Hallo Andreas,

vielleicht muss ich die Darstellung genauer machen (oder noch ein Bild bezüglich der Verdrahtung erstellen) damit es eindeutig beziehungsweise gleich ersichtlich wird.

Bis dahin versuche ich es mal in Textform:

Bisher: Die Leitungen in dunkelgrün (ein Pol) und braun (anderer Pol) an der Kontrollleuchte.

Neu: Die Leitungen in dunkelgrün und braun werden gemeinsam auf einen Pol geführt. Der andere Pol der Kontrollleuchte wird auf Masse gelegt (zusätzliche Leitung hierfür notwendig).

Damit dunkelgrün und braun durch die neue Verbindung nicht zu einem Leiter in beide Richtungen (Zuleitung der Blinker) werden müssen die Sperrdioden eingebaut werden.

Grüße, Martin


AndreasAndreas
schrieb am 15.11.17 um 13:07 Uhr:


Hallo Martin,

besten Dank für die Reaktion. Mittlerweile habe ich es auch begriffen, als ich einen Chat mit dir und, glaube, Harald? mitverfolgte. Da war ein aussagekräftiges Bild von einem Triumph Cockpit. Das Foto zeigt es eigentlich deutlich.
Habe auch alles fertig verdrahtet und verbaut. Blinker gehen, aber die Kontrolleuchte nicht. Habe es an vielen Massepunkten am Lenker und den Instrumenten versucht, aber die Kontrollleuchte bleibt inaktiv. Bin nicht der erfahrendste Elektroniker, daher fix zwei Fragen:
- die „Ringe“ auf den Dioden zeigen beide in Richtung Kontrollleuchte, richtig, oder?
- Muss ich mir für die Masse eher ein schwarzes Kabel in der Nähe suchen, welches als Massekabel dient? Oder liege ich da mit offenen Metallstellen am Rahmen auch richtig?
Verzeih die Fragen, aber ich weiß tatsächlich nicht weiter. Fahren kann ich, blinkt alles, aber die Kontrolleuchte sollte auch gehen.

Herzliche Grüße Andreas


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 15.11.17 um 13:37 Uhr:


Hallo Andreas,

auf den Dioden ist ein Strich (markiert die Kathode). Dieser zeigt an welche Seite in Richtung Masse bzw. zur Kontrollleuchte hin zeigen muss.

Du hast sie also richtig verbaut.

Als Masseverbindung sollte jede (blanke) Verbindung mit dem Rahmen funktionieren. Hast du einen Durchgangsprüfer? Dann einfach an den Minuspol der Batterie halten und prüfen ob eine Verbindung zu selbigem besteht wenn du die andere Prüfspitze dort platzierst wo du die Masseverbindung für die Kontrollleuchte anschließen willst.

Nicht sonderlich wahrscheinlich aber eben auch nicht unwahrscheinlich: Das Leuchtmittel in der Kontrollleuchte ist defekt. Das auch noch überprüfen.

Eine LED wird ja nicht als Leuchtmittel verbaut sein? Sonst hättst du ja nicht umbauen müssen.

Grüße, Martin


AndreasAndreas
schrieb am 15.11.17 um 15:42 Uhr:


Nochmals herzlichen Dank für die Zeit Martin. Bevor ich die Leitungen an der XT 600 zur Kontrolleuchte kappte, ging sie einwandfrei. Na ja, ich muss da wohl noch Zeit in diese Friemelei investieren. Vielleicht hat auch meine Y-Konstruktion keinen Kontakt (eher unwahrscheinlich) oder eben die Massepunkte…
Man ist ja auch vor Überraschugen (ich jedenfalls) nie gefeit: Ich hatte kürzlich den Tank abgebaut, um die Ansaugstutzen zu wechseln, alles wieder komplett gerichtet, will starten, springt nicht an. Ich denke, Mist, kann die soviel Nebenluft ziehen, dass sie nicht anspringt? Alle Schellen und Verbindungen geprüft – man tendiert ja dann gerne zur Pedanterie... Nach 20 Startversuchen war die Batterie leer, ich auch. Über Nacht Batterie geladen, dann Kerze gecheckt – einwandfrei. Da ich am Vergaser war, kam ich gar nicht auf die Zündung. Am Ende war ein Kabel an der Zündspule runtergerutscht beim Tankabbau.
Danke für die Tipps. Ich berichte, wenn sich etwas getan hat.
Gruß Andreas


IbrahimIbrahim
schrieb am 05.04.19 um 00:42 Uhr:


Danke, das muss ich jetzt bei meinem Motorrad auch machen. Wenn ich aber die Warnblinker funktion separat behalten möchte, muss ich einfach nur um die beiden Dioden einen Bypass legen und den mit einem Schalter verbinden, richtig?
Ich brauche nicht extra son Warnblinker Set mit Relais, wiel ich ja das lastunabhängige Blinkerrelais schon habe und mir versehentlich bzw. durch diese Verschaltung den Warnblinker gebaut habe.

MfG


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 05.04.19 um 22:59 Uhr:


Die Idee ist gut, allerdings muss die Schaltung noch etwas anders aussehen: Damit die »unfreiwillige« Warnblinkfunktion zur »optionalen« Warnblinkfunktion wird muss die neue Masseverbindung von der Kontrollleuchte auch unterbrochen werden.

Solltest du dann die Warnblinkfunktion nutzen blinkt allerdings die Kontrollleuchte dann nicht mehr. Dein Schalter muss also drei Sachen erledigen: Die beiden Dioden brücken und die Masseverbindung trennen. So das dann wieder die ursprüngliche Schaltung entsteht (»nicht blinkende Seite dient als Masse für die blinkende Seite«).


IbrahimIbrahim
schrieb am 07.04.19 um 01:26 Uhr:


Ich habe das mit den zwei Dioden gestern gemacht, aber das Lötzinn, was ich noch über hatte, war scheiße und wollte nicht richtig schmelzen, sodass das Ergebnis dann ziemlich schlecht aussah. Die linke Seite hat dann funktioniert, als ich rechts blinkte (da war dann auch der neue Masseanschluss dran), ist mir dir Diode abgeraucht. Hab jetzt neues, besseres Lötzinn bestellt und werd mir Montag ne neue Diode und ein neues Kabel holen und mache das nochmal 😅.

Oh ok, verstehe, das habe ich nicht bedacht. Ich hatte beim ersten Fehlversuch das neue Kabel von der rechten Blinkerleitung zur Masse von der Fernlichtkontrollleuchte gezogen, glaube beim zweiten Versuch mache ich das anders und leg das einfach an eine Schraube auf Masse.
Aber danke für die Antwort


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 10.04.19 um 23:21 Uhr:


Eigentlich sind es zwei unterschiedliche Punkte die zu beachten sind: Die Warnblinkfunktion und die Frequenz. Der lastunabhängige Blinkgeber sorgt nur für die richtige Frequenz beim Blinken. Die Warnblinkfunktion entsteht weil über die Kontrollleuchte im originalen Zustand keine (!) Masseverbindung hergestellt wird. Über die Kontrollleuchte werden die rechte und die linke Seite miteinander verbunden. Diesen Zustand musst du mit deinem Schalter wiederherstellen. Also die originale Lösung ab Werk.

Wenn du die Schaltung so abänderst wie ich es gemacht habe (Kontrollleuchte liegt mit einem Pol auf Masse) funktioniert es nicht. Außer ich habe jetzt einen Denkfehler--- *grübel*

Wie hast du denn bis jetzt den Umbau realisiert?


IbrahimIbrahim
schrieb am 10.04.19 um 23:44 Uhr:


Ich habe die Theorie dahinter schon verstanden und warum da ein Warnblinker entsteht und wie ich den löse bzw. gewollt wieder hinkriege. Hatte mich nur zu sehr an der Zeichnung orientiert und den Text drunter missverstanden, weswegen mir zwei Mal jeweils eine Diode abgeraucht ist, beim zweiten Mal hat es aber geklappt, nur dass beim Linksblinken die Kontrollleuchte nicht geleuchtet hat. Ich hatte ursprünglich eine Diode jeweils an grün und braun gelötet und dann die neue Masse an einen der beiden dran, die aber so gelassen. Jetzt hab ich auch das Bild von der Triumph weiter oben gesehen und mache das nochmal richtig.
Mit der Warnblinkanlage bin ich gerade noch am Überlegen, ob ich das überhaupt noch möchte. Habe die Naked Version und müsste mir dann für den Schalter irgendwie auch ne Halterung bauen, mach ich vlt später. Ich will jetzt einfach nur, dass die Blinker gehen, damit ich endlich fahren kann, ich schraube schon seit fast 3 Wochen an dem Motorrad rum und nur noch die Blinker fehlen ^^


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Datum: 04.04.2012
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