Der Tank muss nicht mal angehoben werden, es geht auch so.

R 1150 GS: Luftfilter tauschen – Tank bleibt drauf

Home » Wartung/Reparatur » Umbauten/Reparaturen

Manche Wartungsarbeiten sind so einfach, dass man sie eigentlich selber machen muss. Ansonsten wirft man wirklich Geld zum Fenster raus. Der Luftfilterwechsel bei der BMW R 1150 GS gehört zu solchen Arbeiten. Zumal die Liste des benötigten Werkzeugs nur aus zwei Dingen besteht:

»Staubsauger?« – Ja, Staubsauger. Außer man dreht die R 1150 GS um und klopft den Dreck aus der Airbox. Das ist jedoch nicht zu empfehlen, denn dann laufen Sprit und Öl auch gleich mit aus.

Obwohl meine R 1150 GS von mir nicht wirklich im Gelände oder auf staubigen Pisten bewegt wird, hat sich in der Airbox (auf Deutsch: Luftfilterkasten) trotzdem auch ein klein wenig Schmutz angesammelt. Gut wenn man direkt einen Staubsauger parat hat und den Schlauch kurz hineinhalten kann.

Als Werkzeug: Staubsauger nicht vergessen!
Als Werkzeug: Staubsauger nicht vergessen!
Position der Airbox bei der R 1150 GS
Position der Airbox bei der R 1150 GS


Zuletzt habe ich den Filter direkt nach dem Kauf vor etwa einem Jahr bzw. 5'000 km überprüft. Bis jetzt sieht man ihm sein Alter an, er ist vermutlich etwa 20'000 km im Einsatz gewesen. Nun wäre er gemäß BMW Wartungsplan für die R 1150 GS fällig. Die Gummidichtung sieht noch gut aus, dennoch werde ich mir wohl mal einen Filter bereitlegen. Man findet ihn beispielsweise von Hiflo für etwa 10 Euro bei Polo[1]. Der Wechsel dauert vielleicht 5 Minuten (mit sauberer Airbox) oder auch etwas länger wenn man die Airbox noch säubern muss.

Die Arbeitsschritte sind einfach, sieht noch nach mehr aus wenn man alles haarklein in einzelne Schritte aufteilt:

Die einzelnen Arbeitsschritte habe ich auch mit der Digitalkamera festgehalten, so lassen sie sich einfach nachvollziehen.

Die beiden Schrauben lösen
Die beiden Schrauben lösen
Deckel nach oben klappen
Deckel nach oben klappen


Zunächst die beiden Kreuzschlitzschrauben lösen. Anschließend lässt sich der Deckel der Airbox nach oben klappen. Wenn sie weit genug aufgeklappt ist, kann man den Deckel aus der Führung an der anderen Seite der Airbox herausnehmen.

Wie man auf dem rechten Bild schon erkennen kann, befindet sich ein Gitter in der Mitte der Airbox. So fallen keine größeren Dinge hindurch. Beim Herausnehmen des alten Filters trotzdem unbedingt darauf achten, dass man versehentlich keine kleinen Steinchen oder sonstigen Dreck in die Mitte fallen lässt.

Klassischer Papierluftfilter in der Airbox
Klassischer Papierluftfilter in der Airbox
Der Filter sieht noch relativ gut aus
Der Filter sieht noch relativ gut aus


In meiner Airbox sind – vermutlich wegen der Fahrt im Starkregen im Juni diesen Jahres – auch Spuren von Feuchtigkeit zu sehen. Diese ist zwar mittlerweile verdunstet, der feine Staub ist trotzdem noch zu sehen. Diesen hatte ich übrigens auch unter der Sitzbank.

Mit dem Staubsauger habe ich die kleinen Steinchen beziehungsweise den Sand aus der Airbox hinausgesaugt. Beim sanften ausklopfen des alten Filters kamen auch noch ein paar Steinchen zu Tage.

Spuren von Wasser und kleine Steinchen in der Airbox
Spuren von Wasser und kleine Steinchen in der Airbox
LX584 Filter (Mahle bzw. Knecht) von 2007
LX584 Filter (Mahle bzw. Knecht) von 2007


Der alte Filter ist laut Beschriftung von 2007. Ich nehme an er wurde bei einem Kundendienst 2008 getauscht. Zumindest müsste da mal was gemacht worden sein, entsprechende Unterlagen habe ich beim Kauf der Maschine zwecks Nachweis der Laufleistung erhalten.

Deckel drauf, Schrauben anziehen – fertig
Deckel drauf, Schrauben anziehen – fertig

Wie man sehen kann ist der Tausch des Filters wahrlich keine Raketenwissenschaft. Einige Seiten schreiben zwar, dass man den Tank der BMW R 1150 GS lösen und anheben müsste, ich bekomme es aber auch ohne diesen zusätzlichen Arbeitsschritt hin. Manche empfehlen auch sogenannte »Dauer­luftfilter« statt der Papier­filter.


Deeplink Dauerluftfilter (K&N) statt Papierfilter – lohnt sich das?

Mittlerweile hat es irgendwie schon seinen Reiz. Ich würde schon gerne mal einen K&N-Filter kaufen und verbauen. Allerdings ist meine Jahreslaufleistung so gering das bis zum von K&N vorgegebenen Wartungsintervall (ca. 80'000 km) zu viel Zeit vergehen würde.

Der Filter von K&N verwendet ein ölimprägniertes Baumwollgewebe, daher der lange Wartungsintervall. Meine 2000er R 1150 GS hat gerade 70'000 km auf der Uhr. 16 Jahre lang warten bis die nächsten 70'000 drauf sind?

Statt 10 Euro kostet der K&N Filter beispielsweise bei Polo[2] knapp 52 Euro. Dafür kann man also 5 Mal den Papierfilter auswechseln und wegwerfen.

Ich bleibe derzeit noch immer dabei: Ein Dauerluftfilter lohnt sich vermutlich nicht wenn man relativ wenig fährt. Wer viel fährt, hält Wartungsaufwand und -kosten gering und wird daher vermutlich alle 20'000 km einen Papierfilter wegwerfen?

Zumal manche über Probleme mit dem ölgetränkten Filter berichtet haben. Eventuell falsch bedient, jedenfalls war das Öl nicht nur in der Baumwolle, sondern im Ansaugtrakt verteilt. Mit einem einfachen Papierfilter passiert das sicherlich nicht.

Noch habe ich keinen neuen Filter gekauft. Soll ich bei der nächsten 20%-Aktion schwach werden und mir einen von K&N holen und dann darüber berichten? Schreibt mir eure Meinung oder gerne auch eure Erfahrungen mit Dauerluftfiltern einfach als Kommentar zu diesem Beitrag.



Kommentare

Dieser Beitrag hat noch keine Kommentare erhalten.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

Name *
E-Mailadresse *
Meine Website


Kommentar *


Ich möchte über neue Kommentare auf dieser Seite per E-Mail informiert werden.
Mit der Nutzung dieses Formulars erkläre ich mich mit der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten durch diese Webseite einverstanden. *

Ein * markiert Felder mit Pflichtangaben.