Seidenmatt laut Etikett, ich finde es »latent fettig glänzend«

Kunststoffteile mit ArmorAll Tiefenpfleger behandeln

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Neben der Frage nach dem richtigen Öl beschäftigt auch die Frage nach den richtigen Pflegemitteln viele Motorradfahrer. Ent­sprechende Threads arten in Foren regelmäßig zu regelrechten Glaubenskriegen aus. Ich möchte heute einfach nur meine Er­fahrungen mit dem »Tiefenpfleger« von ArmorAll zum Besten geben.

Diesen »Tiefenpfleger« gibt es in zwei Varianten: »seidenmatt«[1] und »glänzend«[2]. Wer ausgeblichene und verwitterte Kunst­stoffteile nicht mit dem Heißluftfön bearbeiten kann (weil sie zu dünn sind) oder will, der greift gerne zu solchen mitteln wie dem »Tiefenpfleger«. Dieser kann natürlich auch nur im Rahmen seiner Möglichkeiten arbeiten, aber das macht er – meiner Meinung nach – recht gut.

ArmorAll Tiefenpfleger »Seidenmatt«
ArmorAll Tiefenpfleger »Seidenmatt«
Hinweise zur Anwendung auf der Rückseite
Hinweise zur Anwendung auf der Rückseite


Im PKW habe ich damit von Zeit zu Zeit das Armaturenbrett aufgehübscht und auch – als noch Hartplastik bei VW übich war – die Türgriffe damit gereinigt und gepflegt. In Zeiten vom unsäglichen »Softlack« kann auch ein »Tiefenreiniger« nichts mehr vom abgegrabbelten Softlack retten.

Bei meinen Motorrädern habe ich alle schwarzen Kunststoffteile mit dem »Tiefenpfleger« behandelt – außer der Sitzbank. Das sollte man auch tunlichst unterlassen, denn sonst geht einem der Hintern in der nächsten Kurve den physikalischen Gesetzen folgend sonstwo hin.

Was der »Tiefenpfleger« nicht kann: Angegriffene Oberflächen in dauerhaft in neue Oberflächen verwandeln. Siehe beispielsweise die Verkleidung an der rechten Seite unterhalb vom Tank. Da ist irgendwann irgendwas draufgelaufen und wurde wohl nicht entfernt. Nach 6–8 Monaten kommt das immer wieder zum Vorschein.

Vor der Behandlung
Vor der Behandlung
Der Tiefenpfleger beim Einziehen
Der Tiefenpfleger beim Einziehen


Dann wiederholt sich eben die Prozedur: ArmorAll »Tiefenpfleger« großzügig direkt auf die Fläche sprühen und einwirken lassen. Ich verteile es auch noch direkt mit einem Finger damit alles schon gleichmäßig benetzt ist.

Normalerweise sollte man das Mittel auf ein fusselfreies Tuch pumpen und damit dann über die Fläche wischen. Das würde bei dem stark angegriffenen Teil meiner BMW nichts mehr bringen.

Nach dem Abwischen/Einreiben
Nach dem Abwischen/Einreiben

Nach drei, vier Minuten wische ich dann mit einem fusselfreien Tuch die Oberfläche ab, der überflüssige Rest vom »Tiefenpfleger« hängt dann samt Dreckablagerungen im Tuch. Die Oberfläche sieht dann nach der Behandlung wieder so aus wie es auf dem Bild links zu sehen ist: »seidenmatt« (gemäß ArmorAll).


Dieser »seidenmatte« (wohl eher »fettig-glänzende«) Look bleibt jedoch nicht ewig erhalten. Schon nach ein paar Wochen (oder einer längeren Fahrt im Dauerregen) werden langsam aber sicher die »Altersflecken« wieder sichtbar.

Im Falle meiner BMW bekomme ich die Verfärbung (ausgebleichte Stelle) gar nicht mehr weg. Gut, sie ist 17 Jahre alt, hat rund 74'000 km auf der Uhr und daher »ist das dann eben so«.

Wenn die Flecken dauerhaft verschwinden sollen würde wohl nur ein Lackieren der Abdeckung helfen. Aber wie das dann danach aussieht? Dann doch lieber einfach alle paar Monate ein wenig ArmorAll und man kann immerhin behaupten »ich habe die regelmäßig gepflegt«.

Mein persönliches Fazit daher: So lange die Kunststoffoberfläche nicht schon zu sehr vom Zahn der Zeit angenagt wurde ist der »Tiefenpfleger« von ArmorAll eine gute Investition zum Aufhübschen und Erhalten des Zustands. Wenn zu lange nichts gemacht wurde oder die Oberfläche beschädigt ist kann auch ArmorAll keine Wunder mehr bewirken.



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