Review vom Modell TECTOR für meine Triumph Tiger 800 (A08)
Draußen 2°C und Schneefall, in der unbeheizten Garage ist es auch nicht mehr zweistellig. Nicht die optimalen Bedingungen für den Tausch von Brems- und Kupplungshebel.
Aber ich habe nicht nur kalte Finger sondern auch relativ kleine Hände – und die bekamen an einem kalten Tag im März 2026 neue Griffe an der Triumph Tiger 800 für die wärmeren Tage montiert. 😎
Ich habe die neuen Hebel zum Testen von probrake zur Verfügung gestellt bekommen und darf sie behalten. Vielen Dank dafür an dieser Stelle. Meine Wahl fiel auf das Set Bremshebel und Kupplungshebel Modell TECTOR für Triumph Tiger 800 (10-14) A08.
Die Farben konnte ich mir frei auswählen. Ich habe mich für ein freundliches Schwarz in Verbindung mit einem fröhlichen Titan entschieden. Das passt meiner Meinung nach gut zu meiner Tiger 800. 😉
Als weitere Farboptionen wären neben Schwarz und Titan auch Rot, Blau, Gold, Silber, Orange und Grün in Frage gekommen. Beim Modell TECTOR beschränkt sich die Farbwahl auf den mittleren Teil. Die übrigen Teile sind schwarz eloxiert.
Der Standard bei vielen Motorradmarken sind insbesondere bei den günstigeren Modellen einfache Hebel, welche nicht verstellbar sind. Sie funktionieren, erfüllen den Zweck und passen meistens auch zu den meisten Händen auf dieser Welt.
Jedoch sind nicht alle Hände gleich, ansonsten würde es auch nur eine Handschuhgröße geben. Daher konnte man schon vor etwa 20 –25 Jahren bei den etwas teureren Modellen einstellbare Griffe entdecken – ab Werk versteht sich.
Die Einstellung beschränkte sich auf drei bis fünf vorgegebene Abstände zwischen Griff und Hebel, welche mit einem Rad auszuwählen waren. Meine BMW R 1150 GS hatte solche Griffe, an der Triumph Tiger 800, welche technisch gesehen von 2011 ist, sind auch vier Positionen zur Auswahl vorhanden.
In der Länge sind die Griffe nicht verstellbar gewesen, dabei ist insbesondere die Grifflänge und was sich für die Hände »gut und richtig« anfühlt, sehr individuell. Man lebte eben damit, was einem der Hersteller so verkauft. Nicht ohne Grund gibt es auf dem Zubehörmarkt Lenker in unterschiedlichen Breiten und mit unterschiedlicher Kröpfung. Riser, um den Lenker zu erhöhen sind auch ein alter Hut. Ebenso die sogenannten Superbikelenker und geänderte Gabelbrücken für Sportler, um von den Stummellenkern auf besagte Superbikelenker umzurüsten. Dazu noch höhenverstellbare Fußrasten und schon kann man das Motorrad ganz auf sich anpassen.
Optimierung für »die perfekte Position« sollte auch bei den Griffen nicht Halt machen? Stimmt, zumindest ist das einfach eine logische Konsequenz.
Die Hebel der Tiger 800 haben sowohl für die Kupplung wie auch für die Bremse die vier Positionen für den Abstand. Das war es dann aber auch schon.
Sowohl der Brems- wie auch der Kupplungshebel TECTOR von probrake bieten insgesamt sechs Stufen zur feineren Einstellung vom Abstand und darüber hinaus eine einstellbare Grifflänge.
Von unten fotografiert wird auch die unterschiedliche Form der Griffe deutlich. Das Original von Triumph ist geschwungen und ist daher nicht parallel zum Griff, sondern macht einen Bogen. Außerdem ist er deutlich länger als das Modell TECTOR.
Das Modell von probrake hat einen gerade ausgeführten Griffteil, welcher zum Griff am Lenker parallel anschließt, wenn der Hebel gezogen wird.
Aber ich bin schon viel zu weit, erst mal zurück zum Unboxing der beiden Hebel – und wer ist der Hersteller probrake überhaupt?
Die probrake GmbH hat ihren Sitz in Teningen, welches zwischen Freiburg und dem Kaiserstuhl liegt. Ich glaube ich kam bei meinen Passknacker-Runden auch schon mal knapp dran vorbei? 😉
Die Lieferung kam schnell und gut verpackt bei mir an. Die Hebel werden nicht wie bei anderen Anbietern in Blisterboxen oder Plastiktüten, sondern in einem kleinen Kistchen verpackt.
Gratiszugabe waren robuste Schlüsselanhänger und probrake-Aufkleber. Kann man beides gebrauchen. Entweder für Schlüssel oder Alukoffer und Kunststofftopcases. 😉
Die Hebel liegen sicher in Aussparungen im Kistchen, sie können daher während des Transports nicht gegeneinander schlagen oder aneinander reiben. So können keine Beschädigungen beim Transport entstehen.
Im rechten Teil der Verpackung sind schon die »Zugaben« zu sehen: Hinweise zur Montage sowie ein Behälter mit Schraubensicherungslack.
Die ABE für die Hebel vom Modell TECTOR liegt natürlich auch mit bei, sie ist als Heftchen ausgeführt und kann so mitgeführt werden.
Falls jemand aus Österreich mit dem Kauf liebäugelt, kann er unbesorgt zugreifen. Die hinteren Seiten im kleinen ABE-Heft sind die Angaben vom TÜV Austria, mit welchem die legale Nutzung der Hebel bescheinigt wird, eine Eintragung ist damit möglich.
Auch für die deutschen Motorradfahrer reicht es völlig aus die ABE mitführen. Eine Eintragung ist möglich, aber nicht notwendig.
Ist ein Hebel auf dem Zubehörmarkt wie der andere? Mitnichten, denn Hebel können unterschiedlich lang sein, sich unterschiedlich einstellen lassen und natürlich können sie auch unterschiedliche Farben haben. 😉
Die grundlegenden Funktionen vom Modell TECTOR: Sie sind einstellbar in der Distanz zum Lenker und einstellbar in der Länge des Griffteils. Darüber hinaus bieten sie eine »Wegklappfunktion«, damit bei einem Sturz nicht gleich der Hebel bricht.
Der Abstand zum Lenker konnte bei den originalen Hebeln von Triumph in vier Stufen verstellt werden. Das Modell TECTOR bietet sechs Stufen und lässt sich somit in feineren Abstufungen einstellen.
Die originalen Hebel von Triumph sind in der Länge nicht verstellbar. Man muss damit leben, wie sie Triumph damals gestaltet hat. Beim Modell TECTOR lässt sich die Länge der Griffe verstellen.
Meine Hand hat an den Fingern – mit Handschuhen gemessen – etwa eine Breite von 70 bis 80 mm (bei der Vier-Finger-Bedienung).
Die maximale Länge des Griffs beträgt etwa 11,5 cm, wobei die letzten 15 mm den »Knubbel« am Ende des Hebels darstellen. Die geschwungen ausgeführte Überleitung geht in den geraden Teil bei etwa 35 mm über.
Die minimale Länge des Griffs beträgt etwa 8,5 cm, wobei natürlich auch hier die letzten 15 mm den »Knubbel« am Ende des Hebels darstellen.
Die Hebel sind somit flexibel für die Zwei-Finger- und Vier-Finger-Bedienung je nach eigenem Gusto einstellbar.
Der Unterschied bei der »Wegklapp-Mechanik« zu vielen anderen Lösungen auf den Markt liegt im Detail. probrake nutzt nicht nur eine Schraube als Achse, sondern hat im Inneren auch noch einen Stift angebracht. Der Griffteil des Hebels kann sich daher bei einem Sturz verdrehen, sollte sich aber bei einem leichten Aufprall nicht völlig verdrehen lassen.
Im Extremfall kann der Pin brechen und kann danach auch günstig ersetzt werden: Austausch-Pin/Stift für probrake TECTOR & TEC2 Hebel für 0,95 Euro pro Stück. Wieso sollte man den Hebel so konstruieren, dass er nachgibt und der Pin brechen kann? Weil der Hebel günstiger zu ersetzen ist als die Aufnahme samt Nehmerzylinder der Bremse beziehungsweise dem Bowdenzug und Schalter bei der Kupplung.
Wer wie ich mit robusten Handschützern (Barkbusters) fährt, hat das Problem des notwendigen Wegklappens vermutlich nicht. Dafür besteht das Problem, dass man die schönen (welche Farbe auch immer) Hebel gar nicht sieht. 🙄
Leider ein klein wenig unscharf, mein Schmarrnfon fand irgendetwas anderes viel Interessanter als die beiden KBA-Nummern auf den Hebeln. Die Hebel sind in Deutschland mit der ABE im Gepäck legal zu verwenden, für Österreich kann die ABE zur Eintragung ebenfalls genutzt werden. Dort ist nach der Montage eine Vorführung bei einer Prüfstelle (z. B. beim TÜV Austria oder der Landesregierung) notwendig. Die vorgenommene Änderung wird anschließend in die Genehmigungsdatenbank eingetragen.
Der Wechsel der Hebel gestaltet sich sehr einfach: Originale Hebel demontieren und die beiden Hebel von probrake montieren. Die Passgenauigkeit ist perfekt – aber was ist zu tun und welches Werkzeug braucht man? Das erkläre ich im nächsten Abschnitt.
Alles was für den Wechsel benötigt wird, hat man normalerweise als Werkzeug bereits parat, wenn man regelmäßig Wartungsarbeiten am Motorrad selbst vornimmt:
Benötigtes Werkzeug und Material
- Umschaltknarre mit kurzer Verlängerung
- 8 mm Innensechskant-Steckschlüsseleinsatz
- 10 mm Innensechskant-Steckschlüsseleinsatz
- 2,5 mm Innensechskantschlüssel
- Schraubendreher Schlitz
- Schraubensicherungslack mittelfest
- etwas (Kugellager)Fett
- Bremsenreiniger und Lappen
Falls nicht, sollte man sich über die Anschaffung von einem kleinen Knarrenkasten Gedanken machen. 😉
Da bewegliche Teile geschmiert sein wollen, sollte man ein wenig Fett für die Bolzen der beiden Hebel parathalten.
Sollte man kein Loctite 243 daheim herumstehen haben, hat probrake für einen schon mitgedacht. Es ist eine mehr als ausreichende Menge an Schraubensicherungslack im Lieferumfang enthalten.
Im Visitenkartenformat liegen zweisprachig (deutsch und englisch) Montagehinweise zur Anwendung des Schraubensicherungslacks bei. Zusätzlich liegt noch ein Kärtchen bei, auf dem ein QR-Code mit der Montageanleitung zu finden ist. Gut, die Montageanleitung kommt weiter unten auch noch in ausführlicher Form für die Tiger 800, daher kann man den Code (fast) ignorieren. 😉
Was nicht beiliegt ist ein 2,5 mm Innensechskantschlüssel, umgangssprachlich »Inbuschlüssel« (benannt nach der Marke »Inbus«😉. Dieser wird zum Anziehen der Befestigungsschraube der Längenverstellung benötigt.
Ein solches Set mit Innensechskantschlüsseln gibt es bereits ab unter 10 Euro (»NoName«😉, bessere Qualität für 10 bis 30 Euro zum Beispiel von Wera oder Inbus – dem Namensgeber (»Innensechskant Bauer und Schaurte«😉.
Die Demontage des Kupplungshebels ist etwas aufwändiger, daher fange ich mit ihm an. Was beide Hebel gemein haben: Ein Bolzen hält sie an Ort und Stelle. Er dient gleichzeitig als Achse für die Drehbewegung, welche mit dem Hebel bei der Bedienung gemacht wird.
Der Bolzen ist von unten mit einer Mutter gesichert. Diese Mutter kann mit dem 10 mm Innensechskant-Steckschlüssel und der kleinen Knarre gelöst werden. Ich bevorzuge Steckschlüssel, weil man die gelösten Schrauben und Muttern damit meiner Meinung nach einfacher losschrauben kann als mit einem Ring- oder Gabelschlüssel.
Nach dem Entfernen der Mutter kann der Bolzen nach oben abgezogen werden.
Ich habe zunächst versucht den Ausbau mit montierten Barkbusters vorzunehmen. Dafür ist nicht genügend Platz da. Ich musste den Barkbuster lösen und den Bügel nach unten drehen, damit ich den Kupplungshebel entfernen konnte.
Bei der Tiger 800 wird die Kupplung nicht hydraulisch sondern per Bowdenzug bedient. Damit man den Kupplungshebel aushängen kann, darf der Bowdenzug nicht unter Spannung stehen.
Bei der Tiger 800 lässt sich dies einfach bewerkstelligen. Unten im Bereich der Kupplung befindet sich die Führung für den Bowdenzug. Wird mit dem 8 mm Innensechskant-Steckschlüssel diese Führung vom Motorblock gelöst, hat der Bowdenzug keine Spannung mehr.
Auf dem Bild unten ist die bereits gelöste Führung zu sehen. Der Zug ist nicht mehr unter Spannung und man kann oben den Zug einfach am Griff aushängen.
Alternativ könnte auch jemand unten den Umlenkhebel gedrückt halten, aber wenn man nur zwei Hände hat weil man den Tausch alleine vornimmt, kann man die Lösung mit der demontierten Führung wählen.
Man sieht schon auf dem Bild, dass der Griff locker herunterhängt. Er wird tatsächlich nur noch durch den Kupplungsbowdenzug gehalten.
So sieht der originale Kupplungshebel von Triumph von unten gesehen aus. Man kann das Ende des Kupplungszugs, den sogenannten »Seilnippel« gut erkennen.
Einfach den Zug so drehen, dass man den Seilnippel nach oben herausschieben kann. Dann ist der Kupplungshebel demontiert.
Man kann diese ganzen Arbeitsschritte alleine vornehmen, es reichen zwei Hände aus. 😉
Wenn der originale Hebel entfernt ist, kann man mit der Montage des neuen Hebels beginnen.
Zunächst alt und neu neben- beziehungsweise übereinander. Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass der Hebel von probrake deutlich kürzer als das Original ist.
Im originalen Hebel ist eine Buchse, welche demontiert werden muss. Die Buchse muss anschließend im Hebel von probrake installiert werden.
Man braucht keinen Austreiber. Man kann die Buchse einfach mit dem Finger ohne Kraftaufwand herausdrücken.
Bevor die Buchse in den neuen Hebel von probrake installiert wird, sollte sie gereinigt werden. Ein wenig Bremsenreiniger und ein Lappen und schon ist es erledigt. Anschließend das Fetten nicht vergessen!
Die Aufnahme für den Seilnippel des Kupplungszugs ist nahezu identisch. Wenig verwunderlich, denn es soll ja alles so wie zuvor funktionieren. 😉
Sobald man den Seilnippel vom Bowdenzug eingesetzt hat, kann der neue Hebel in die Aufnahme geschoben werden.
Danach wird der Bolzen – natürlich auch neu eingefettet – eingesetzt. Dabei ist zu beachten, dass das Gewinde nicht versehentlich mit eingefettet wird.
Mit der Mutter (oder besser eine neue selbstsichernde Mutter) kann der Bolzen anschließend gesichert werden.
Der letzte Arbeitsschritt ist, die Führung vom Kupplungsbowdenzug wieder am Motorblock festzuschrauben.
Da am Bowdenzug die Länge nicht verstellt wurde, sollte eigentlich wieder alles wie zuvor passen. Trotzdem sollte man die Freigängigkeit sowie das Spiel von etwa 3 mm überprüfen.
Das Spiel ist notwendig um eine Dauerlast der Kupplung zu verhindern. Ein gewisses Spiel ist zwingend notwendig, damit der Kupplungshebel im Ruhezustand nicht »leicht gezogen ist«. Wäre er komplett fest, könnte die Kupplung ständig leicht getrennt sein und daher minimal rutschen, was zu Überhitzung, vorzeitigem Verschleiß oder letzendlich zum Durchbrennen der Kupplungsscheiben führen würde.
Wenn alles passt, ist der Tausch vom Kupplungshebel erfolgreich abgeschlossen worden. Mit dem Tausch vom Bremshebel kann es anschließend weitergehen.
Der Bremshebel der Tiger 800 ist deutlich einfacher und schneller zu tauschen als der Kupplungshebel. Dies liegt daran, dass die Bremse nicht per Bowdenzug, sondern hydraulisch betätigt wird. Dies vereinfacht den Tausch erheblich.
Während der Bolzen des Kupplungshebels sich selbst arretiert hat, wird für die Demontage des Bolzens des Bremshebels der Schlitz-Schraubendreher benötigt. Der Rest ist gleich, mit dem 10 mm Innensechskant-Steckschlüsseleinsatz und der kleinen Knarre ist die Mutter schnell entfernt.
Sobald der Bolzen entfernt ist, kann der Bremshebel abgezogen werden. Der Bolzen war bei der Tiger 800 schon ein wenig »trocken«, etwas frisches Fett hätte hier schon etwas früher sicherlich nicht geschadet.
Der originale Hebel von Triumph in seiner ganzen Pracht – demontiert in nicht mal einer Minute trotz montierter Barkbusters. Hätte Triumph der Tiger 800 eine hydraulische Kupplung gegönnt, wären beide Seiten gleich schnell demontiert gewesen. 😉
Für den Kupplungshebel hatte ich etwa 12 Minuten gebraucht, inklusive Bildermachen und der Teildemontage des Barkbuster-Schutzbügels. 🙄
Nach der Demontage des Originals folgt die Montage des Hebels von probrake.
Anders als beim Kupplungshebel muss für die Montage des Bremshebels nicht die Buchse vom originalen Hebel in den Hebel von probrake eingesetzt werden.
Die Bohrung des Bremshebels hat bereits den richtigen Durchmesser für den Bolzen.
Daher einfach den gesäuberten und anschließend frisch gefetteten Bolzen einsetzen, mit der Mutter sichern und schon ist der Tausch abgeschlossen.
Der Einbau des Bremshebels war wie der Ausbau ebenfalls binnen etwa einer Minute erledigt. Der nächste Schritt ist das Einstellen der Grifflänge und des Abstands zum Griff.
Im Stand kann man auch im montierten Zustand die Einstellungen verändern. Zum Lösen und Anziehen der Sicherungschraube der Längenverstellung wird der 2,5 mm Innensechskantschlüssel benötigt.
Nach dem Montieren und Einstellen der Hebel sollte man zunächst ein paar Testrunden drehen. Mitte März kam jedoch noch einmal der Winter zurück. Tagsüber unter 4°C, kombiniert mit Schneefall. Als Laternenparker war wieder Schneeabfegen und Eiskratzen der morgendlich fest eingeplante Frühsport. 😕
Ich konnte daher im März keine Einstell- und Probefahrten machen.
Ich konnte mir die beiden Hebel nur im Stand in der Garage so einstellen, wie ich es für optimal hielt. Getestet mit den dicken Winterhandschuhen und den dünneren Sommerhandschuhen. Aber wie es sich dann während der Fahrt anfühlt, merkt man erst dann, wenn man wirklich fährt.
Am 7. April war es dann soweit. Ich konnte die Tiger mit den beiden neuen Hebeln »ausführen«. Den 2,5 mm Inbussschlüssel (Innensechskantschlüssel) habe ich in den Geldbeutel, die mittelfeste Schraubensicherung in den Tankrucksack gepackt. Falls ich doch noch mal etwas verändern muss beziehungsweise um mit der Schraubensicherung die Länge der Hebel endgültig fixieren zu können.
Zwei-Finger-Bedienung oder Vier-Finger-Bedienung? Die Hebel von probrake können je nach der eigenen Präferenz eingestellt werden. Ich bin ein Vier-Finger-Bediener, daher habe ich mir die Länge der Hebel entsprechend eingestellt. Der »Knubbel« am Lenkerende ist – rein subjektiv – sehr angenehm, wenn man ihn sich passend einstellt.
Schon auf den ersten Metern beim Kuppeln stellte sich ein »Aha, so kann sich das also auch anfühlen«-Effekt ein. Es ist ein anderes, deutlich angenehmeres Gefühl als beim originalen Hebel. Auf dem ersten Kilometer konnte ich im verkehrsberuhigten Bereich und einer Tempo-30-Zone ausgiebig die Einstellungen überprüfen. Nachstellen musste ich bei der Grifflänge nichts, ich hatte offensichtlich beim Einstellen in der Garage ein glückliches Händchen – auf beiden Seiten.
Beim Abstand experimentiere ich noch immer, ich kann mich zwischen zwei Möglichkeiten beim Kupplungshebel noch nicht ganz entscheiden. Von den insgesamt sechs möglichen Positionen wird sich eine der beiden als die richtige Variante entpuppen. Beim Bremshebel bin ich jetzt schon zufrieden.
Leider verstecken sich die beiden Hebel hinter den Barkbusters und lassen sich daher nicht wirklich gut fotografieren. Mein Schmarrnfon war außerdem bei etwa 80 Prozent der Versuche felsenfest davon überzeugt, dass die Wiese oder der Straßenbelag das ist, was ich wirklich scharfgestellt haben will. 🙄
Das sich die Hebel wie weiter oben schon erwähnt parallel zum Griff schließen lassen, ist ebenfalls sehr angenehm. Die gebogene Form der originalen Hebel war immer »irgendwie unpraktisch« und fühlte sich nicht optimal an. Jetzt weiß ich warum.
Eigentlich irgendwie Schade ist, dass aufgrund der Barkbusters die Hebel gar nicht gesehen werden können. 🙄
Aber während der Fahrt sieht die Hebel ja sowieso niemand. 😁
Der »Aha-Effekt« auf den ersten Metern und wie schnell ich mich auf den darauffolgenden 380 km meiner Tagestour an die neuen Hebel gewöhnt habe macht für mich deutlich, dass dieses kleine Detail viel bewirkt hat. Insbesondere die richtige Länge der Hebel haben zu können, ist ein deutlicher Gewinn für mich. Bestätigt wurde der erste Eindruck auf meiner knapp unter 600 km langen Tour zwei Tage später durch den Nordschwarzwald und den Westen der Schwäbischen Alb.
Ich fasse es nach knapp 1.000 km in einem Satz zusammen: »Wenn man nicht weiß, was einem entgeht, merkt man nicht, was einem fehlt«. 😉
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