Edelstahl ist es – daher kann man es auch pflegen
Während der Wintermonate hatte ich mich ein wenig zu den Auspuffanlagen für die R 1150 GS eingelesen. Nicht weil ich unbedingt eine klangliche Veränderung wünsche, sondern weil vieles an meiner R 1150 GS inzwischen 17 Jahre alt ist (mal abgesehen von der Front, die ist ja mindestens 2 Jahre jünger 🙄).
Sollten die Werte (Abgas und/oder Lautstärke) bei der nächsten Abgasuntersuchung im Rahmen der dieses Jahr anstehenden Hauptuntersuchung nicht passen, müsste ich wohl wieder mal den Geldbeutel aufmachen.
Primär hatte mich interessiert aus welchem Material der originale Vorschalldämpfer samt Katalysator bei der R 1150 GS gefertigt sind. Leider bin ich im Web nicht wirklich fündig geworden, habe aber viele matt glänzende Vorschalldämpfer von geschlachteten R 1150 GS finden können. Teilweise mit über 80'000 km Laufleistung aber in optisch deutlich ansprechenderem Zustand als das Ding, was bei meiner BMW unten dranhängt.
Wenn's braun anläuft kann es schon mal kein Aluminium sein. Also bleiben noch Stahl und Edelstahl übrig. Für Stahl sieht es auch nicht »schlimm genug« aus, also mal eben den Magneten von einem geschlachteten Lautsprecherchassis an das Metall gehalten – und nichts passiert.
Na, dann muss es wohl Edelstahl sein! 😁
Für Edelstahl habe ich ja schon was: Das gute Autosol Anti Blau Anzeige, welches beim blau angelaufenen und mit »Bananenflecken« (mit braunen Punkten) übersähten Fächerkrümmer meiner XJ 600 S schon gute Dienste geleistet hat.
Ein wenig »Anti Blau« auf den Streifen, welchen ich von einem Schwamm abgeschnitten habe. Dann die Oberfläche erst mal sanft bearbeiten, schon verfärbt sich der Schwamm bräunlich, bereits nach den ersten 10 Sekunden »Einmassieren« kommt wieder ein wenig Metallglanz zum Vorschein.
Also bearbeite ich abwechselnd mit dem Schwämmchen mit »Anti Blau« und einem alten Lappen weiter die Oberfläche des »Brotkastens«. Siehe da, da kommen sogar nach und nach Buchstaben zum Vorschein.
Unter Schmutz und oberflächlicher Korrosion blieb der aufgebrachte Text erhalten. Mit Anti Blau kommt er nun langsam wieder ans Licht.
Ich habe einfach noch ein wenig weiter abwechselnd »Anti Blau« mit dem Schwamm aufgetragen und nach kurzer Einwirkzeit mit einem Lappen abgewischt. Wer viel Freizeit hat (beispielsweise weil es draußen regnet) und der Rest vom Motorrad keine weitere Pflege braucht: Einfach mit »Anti Blau« wieder den »Brotkasten« aufhübschen. Interessiert vermutlich niemanden wie der tatsächlich aussieht, aber bevor es einem zu langweilig ist? 😁
Keine Schatzkarte, sondern lediglich die Angaben zur Lautstärke. Auf die obere Hälfte des Brotkastens hat man weniger gut Zugriff. Der benötigt eigentlich aber auch gar keine Zuwendung? Es ist ja alles noch in Ordnung und die Verfärbung ist nur oberflächlich.
Nach der Behandlung mit Autosol habe ich die Oberfläche noch mit einem feuchten Lappen abgewischt und so die Rückstände vom säurehaltigen »Anti Blau« entfernt.
Natürlich sieht es jetzt etwas seltsam aus: Unten wieder (einigermaßen) schön, obendrauf weiterhin der Zahn der Zeit, welcher vermutlich schon seit 17 Jahren dort genagt hat. Na, die nächste Regenzwangspause wird schon kommen. Dann kann ich ja weitermachen – wenn es mich noch mal reizen sollte. 😉
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