19 neue Nachweise, Heimfahrt dafür im Dunkel der Nacht

Carpe diem & carpe noctem

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»Mach doch mal die Bilder größer so wie in anderen Blogs, dann kann man die einfach durchscrollen.«

Ich setze diesen per Mail bei mir eingegangenen Hinweis bei meiner Zu­sam­men­fassung der heutigen Passknackerrunde dann mal in die Tat um (Feedback erlaubt und gewünscht ). Außerdem ver­suche ich auch etwas weniger Text zu schreiben. So wie es eben »in anderen Blogs« auch immer wieder zu sehen ist – vermutlich schreibe ich aber noch immer »zu viel«. Aber die Bilder kann man auch einfach so »durchscrollen«: Einfach eins anklicken beziehungsweise antippen.

Es ist Samstag, es hängt noch etwas Nebel über den Feldern und meine BMW R 1150 GS ist klatschnass. Ich packe mein Tagesgepäck auf die Maschine (hier noch mal der Zaunpfahlwink zur laufenden Blogparade[1] ) und schwinge das rechte Bein über die Sitzbank.

Ist schon wieder einen Monat her das ich die letzte ausgedehnte Tagestour gefahren bin. Wenn ich das schöne Wetter heute nicht nutze beiße ich mir sicherlich selbst in den Allerwertesten – also drücke ich auf das Knöpfchen und der Boxer nimmt die Arbeit auf. Auf den ersten Metern werden ein paar Wassertropfen abgeschüttelt, den Rest vom Windschild bläst mir der Fahrtwind auf das zuvor frisch geputzte Visier.

Blick auf den Bregenzer Wald (bei Dornbirn)
Blick auf den Bregenzer Wald (bei Dornbirn)

Anfahrt via A7, A96 und dann ab durch den Pfändertunnel. Nicht spektakulär, dank mehrerer Baustellen und anderer Verkehrsteilnehmer zumindest einigermaßen ab­wechslungs­reich. Immer wieder unterhaltsam wenn sich auf der linken Spur das eine oder andere SUV an einem Wohnmobil vorbeizwängen will und dann doch die Angst überwiegt und der Überholvorgang abgebrochen wird – weil die linke Spur im Baustellenbereich auf einmal viel zu eng wirkt. Keine Ahnung wieso, ich komme mit der BMW da immer super durch.

Ansonsten war eigentlich wider Erwarten wenig los auf der Autobahn, auch im Pfändertunnel war es recht ruhig – 200 m vor und hinter mir kein Fahrzeug. Nach rund zwei Stunden Anfahrt erreiche ich um kurz vor 11 Uhr die Abfahrt der Autobahn und verlasse die Autobahn. Endlich wird es interessant, mal etwas anderes als die kurvenarme Autobahn. Ich stehe bei Dornbirn im Rheintal und auch hier hängt noch der Nebel ein wenig über den Feldern, steigt aber gerade auf.

Am Nachweispunkt »Farnach«
Am Nachweispunkt »Farnach«

Nur noch schnell durch den Achraintunnel, ann links ab und schon ist es soweit: Um 11:05 Uhr habe ich das erste Ziel erreicht. Den ersten Passknacker-Nach­weispunkt in Farnach. Eigentlich ja nicht so ganz, aber ich schlage dieses Jahr einfach mal einen neuen Ort für den Nachweis vor. Die ehemalige Schule (bisheriger Nachweis) ist schon länger zum Wohnhaus umgebaut und entsprechend genutzt. Um dort nicht zu stören würde es sich anbieten an der Bushaltestelle beziehungsweise der Wertstoffsammelstelle oder die Kapelle »Hl. Michael« als Nachweis zu nutzen? Der Vorschlag ist jedenfalls mal eingereicht, mal sehen was 2019 der offizielle Nachweis sein wird.

Farnach: »Kapelle Hl. Michael«
Farnach: »Kapelle Hl. Michael«

Blick auf das Cockpit: 11:13 Uhr. Der nächste Nachweis. Mitten im Grün stehe ich am Waldesrand und wundere mich über den Verkehr. Zwei PKW binnen 2 Minuten – heute ist hier aber mächtig was los.

Am Nachweispunkt »Oberbildstein«
Am Nachweispunkt »Oberbildstein«

Viel los ist auch 12 Minuten später am Nachweispunkt »Alberschwende«: Der Platz ist am Nachmittag wegen einer Veranstaltung gesperrt, aber schon jetzt kann man nicht mehr bis zum Brunnen, dem eigentlichen Nachweispunkt, fahren. Also stehe ich vor dem Kriegerdenkmal, welches zum Gedenken an die Vermissten und Gefallenen Alberschwender Soldaten der beiden Weltkriege errichtet wurde.

Am Nachweispunkt »Oberbildstein«
Am Nachweispunkt »Oberbildstein«

Statt nun über Egg zum nächsten Zielpunkt zu fahren wähle ich wieder die Route über Dornbirn. Ich hatte mir einen Ausblick mit Panorama ins Rheintal erhofft – leider bliebt es bei der Hoffnung.

Am Nachweispunkt »Losenpass / Bödele« packe ich um 11:50 Uhr meine neueste Anschaffung aus: Eine Kombination aus Selfie-Stick und Mini-Stativ für mein Schmarrnfon[2]. Die Tage werde ich noch einen kleinen Beitrag extra zu dem Helferlein für (mehr oder weniger) schicke Bilder verfassen.

Am Nachweispunkt »Losenpass / Bödele«
Am Nachweispunkt »Losenpass / Bödele«

Praktisch ist das Teil in jedem Fall – nur muss ich nächstes Mal den Bluetooth-Fernauslöser wohl etwas besser kaschieren?

In Richtung Westen (Dornbirn) war mir eine Panoramaaufnahme nicht möglich. Im Osten ist es dafür auch ganz schön – allerdings war auf dem Parkplatz auch viel los. Daher nur eine Premiere ohne Panorama: Mein wirklich allererstes Selfie mit »Deppenzepter« (Selfie-Stick). Ist als Premiere doch recht gut geworden, oder?

My first Deppenzepter-Selfie am Losenpass
My first Deppenzepter-Selfie am Losenpass

Ich fahre weiter, lege am Ortsende von Reuthe einen kleinen Stopp ein. Ungestört am Wegesrand und ideal für die ersten heutigen Panoramaaufnahmen – jetzt kommen daher gleich zwei Stück davon!

Panoramaaufnahme bei Reuthe an der L28
Panoramaaufnahme bei Reuthe an der L28

Ich habe versucht die Stelle auf Google Maps wiederzufinden und musste länger Suchen. Mein Navi hatte mich von der B200 weg auf die L28 auf dem Weg nach Schnepfegg und Schnepfau geführt. Wer sich selbst ein Bild machen will: 47°22'20.6"N 9°54'10.5"E.

Noch eine Panoramaaufnahme bei Reuthe
Noch eine Panoramaaufnahme bei Reuthe

Wer der B200 folgt, dem entgehen die Kurven zwischen Bizau und Schnepfau. Aktuell werden von Montag bis Freitag Straßen­arbeiten vorgenommen. Zum Glück war heute Samstag und alles frei (bis auf die Schotterpassagen). Gemeinsam im Pulk mit 5 weiteren Motorrädern fahre ich die kleinen Serpentinen den Hügel hinauf.

Am Nachweispunkt trenne ich mich von der Gruppe und mache um 12:29 Uhr mein Nachweisbild.

Am Nachweispunkt »Schnepfegg«
Am Nachweispunkt »Schnepfegg«

Ich stelle nun das Navi auf den nächsten Nachweis ein: »Furkajoch«. Angeblich brauche ich dorthin fast 1,5 Stunden. Da kann etwas nicht stimmen. Ich stelle daher »Faschinajoch« als nächstes Ziel ein. Hier passt die Ankunftszeit deutlich besser: 27 Minuten für 21 km. Das passt. Nur liegen Furkajoch und Faschinajoch nicht wirklich weit auseinander?

Warum das Navi mich zurück nach Dornbirn schicken wollte um dann erst nach 67 km (und eben rund 1,5 Stunden) beim Furkajoch anzukommen statt den kürzeren Weg von 27 km und etwa 40 Minuten zu wählen? Es wird sein Geheimnis bleiben. Merke also: Nicht immer weiß das Navi was es so tut.

Zeit für diese »Navi-Experimente« hatte ich nach einem Tankstopp an der B200 in Au, kurz bevor es auf die B193 ging – hinauf zum Furkajoch.

Tankstopp in Au (bevor es zu Furka- und Faschinajoch hinauf geht)
Tankstopp in Au (bevor es zu Furka- und Faschinajoch hinauf geht)

Der Tankstopp war noch nicht zwingend notwendig, aber es fährt sich einfach entspannter wenn der Tank voll ist (und man nicht nur ca. 70 km Restreichweite hat). Die Preise in Österreich: 139,9 Euro für den Liter Super, in Deutschland kostete der Liter Super (E5) zwischen 1,579 und 1,629 Euro auf der Hinfahrt.

Am Nachweispunkt »Furkajoch«
Am Nachweispunkt »Furkajoch«

1759 müA (»Meter über Adria«), es ist 13:10 Uhr und ich habe den höchsten Punkt meiner heutigen Tagestour erreicht.

Panorama in Blickrichtung Westen am Furkajoch
Panorama in Blickrichtung Westen am Furkajoch

Das Panorama: Blick Richtung Osten über den Ladritschertobel gegen Oberdamüls am Gegenhang: Links Portlahorn, rechts Glatthorn mit dem Vorgipfel Damülser Horn.

Natürlich bin ich da oben nicht alleine
Natürlich bin ich da oben nicht alleine

Natürlich bin ich nicht allein dort oben. Es haben noch viele, viele andere Motorrad­fahrer das einladende Wetter genutzt und sind zum Furkajoch hinauf gefahren. Trotzdem waren die Straßen relativ leer, man konnte entspannt und ohne »mir sitzt jemand im Nacken«-Gefühl die Passage zum Scheitelpunkt befahren.

Baustelle auf dem Weg zum Faschinajoch
Baustelle auf dem Weg zum Faschinajoch

Für eine Entspannung beziehungsweise Entzerrung der Straßennutzung und dem Gegenverkehr hat sicherlich auch die Baustelle an der T-Kreuzung in Dalmüs gesorgt. Bevor ich nach rechts zum Faschinajoch fahren konnte, war ein Zwangs-Zwischenstopp angesagt. Daher dauerte es auch bis 13:28 Uhr bis ich das nächste Nachweisbild erstellen konnte.

Am Nachweispunkt »Faschinajoch«
Am Nachweispunkt »Faschinajoch«

Ich wurde beobachtet. Nicht am Faschinajoch sondern bei einem kleinen Stopp in Raggal-Plazera. Eine neugierige Kuh schaute auf mich hinab und blieb so lange am Zaun stehen bis ich weitergefahren bin. War es mein gelber Helm? War es der Neid weil ich so schönes, kühles Mineralwasser zu mir genommen habe? Leider konnte ich nicht nachfragen.

Ich werde beobachtet!
Ich werde beobachtet!

13:54 Uhr. Hier war ich noch nie! Der erste gänzlich neue Nachweis auf meiner heutigen Tagestour: »Raggal«. Seit 2017 gibt es erst diesen Nachweispunkt bei den Passknackern. Wie schon bei Schnepfegg wird auch hier gerade die Straße von Montag bis Freitag erneuert und ist daher teilweise gesperrt. An einem Samstag von der Ortschaft Sonntag kommend ist das aber alles kein Problem.

Am Nachweispunkt »Raggal«
Am Nachweispunkt »Raggal«

Hier war ich schon oft, hier kenne ich mich aus. Es ist 14:23 Uhr als ich den Nachweispunkt »Dünserberg« erreiche. Auf der Holzbank sitzt ein Radfahrer, welchen ich kurz über mein Vorhaben »ich muss hier ein Bild machen« aufkläre. Ob er aufstehen soll? Nein, kein Problem. Ich kann ihn ja einfach mit dem »Poster« im Kreditkartenformat zensieren. Blöderweise glaubt mein Schmarrnfon das jetzt diese Karte auch enorm wichtig ist – und stellt sie im Autofokus scharf.

Am Nachweispunkt »Dünserberg«
Am Nachweispunkt »Dünserberg«

Via Rankweil steuere ich den nächsten Nachweispunkt »Schwarzer See« an. Ebenfalls erst seit 2017 als Nachweispunkt registriert hat er mir bislang noch gefehlt. Es ist mittlerweile 14:48 Uhr und ich hinke meinem grob gestrickten Zeitplan bereits rund 45 Minuten hinterher. Ich verlasse nun Österreich und visiere den nächsten Punkt in Liechtenstein an.

Am Nachweispunkt »Schwarzer See«
Am Nachweispunkt »Schwarzer See«

Was ich bisher noch nie auf einer meiner Fahrten erlebt habe trat nun ein: Ich musste zum ersten Mal an einem Grenzübergang längere Zeit warten. Ein Grund dafür war beim Vorbeifahren dann auch nicht wirklich zu erkennen – aber einige 100 Meter nach der Grenze zwischen Österreich und Liechtenstein war die Ursache zu erkennen: Rückstau wegen Straßen­arbeiten.

Wieder habe ich rund 15 Minuten verloren und komme erst um 15:32 Uhr dazu mein Nachweisbild zu machen. Soll ich noch alle geplanten Nachweispunkte anfahren und im Dunkeln heimfahren? Den letzten geplanten Nachweispunkt um etwa 17:45 Uhr zu erreichen, bei Tageslicht heimzufahren und dann rechzeitig zum Beginn von Harry Potter um 20:15 Uhr mit einer warmen Pizza daheim zu sitzen ist jetzt jedenfalls schon utopisch.

Am Nachweispunkt »Schellenberg«
Am Nachweispunkt »Schellenberg«

Nicht lange grübeln, weiterfahren. Es ist soweit: Mein Nachweis mit der Nummer 200 wird am »Stärnaberg« erbracht. Letztes Jahr war an dieser Stelle Ende Juli gesundheitsbedingt Schluss. Dieses Jahr bin ich zumindest bei der Anzahl der erbrachten Nachweise schon mal weiter: 52 mehr Nachweise – aber es ist ja auch schon Anfang Oktober und somit keine große Kunst mehr Nachweise als letztes Jahr im Juli zu haben.

Am Nachweispunkt »Stärnaberg«
Am Nachweispunkt »Stärnaberg«

Kurz das Stativ umgestellt und dann – natürlich völlig ungestellt – das Pass­knacker­poster im Tankrucksack verstaut. Den Weg hinab ins Tal habe ich einen Lernfahrer vor mir. So wie er seine 600er Sportmaschine mit Sozia hintendrauf bewegt wird er nicht lange Spaß an Bremsbelägen und -scheiben haben.

Sein Bremslicht leuchtet nahezu permanent, immerhin ist er schön leise dank niedriger Drehzahl. Hat er gar ausgekuppelt? Ich kann es nicht erkennen. Bei einer günstigen Gelegenheit überhole ich die Maschine und zeige ihm, dass man im 2. Gang den ganzen Hügel herunterfahren kann und nur vor den Kehren anbremsen muss. Irgendwie bin ich aber zu flott für ihn. Es ist tatsächlich das erste Mal das ich gemütlicher Schleicher eine Sportmaschine abhänge... Bergab... Einen ein­hei­mischen Supersportfahrer auf seinem Feuerstuhl! Okay, das mit dem Lernschild relativiert die ganze Situation natürlich sofort wieder.

Alles wieder einpacken und weiterfahren
Alles wieder einpacken und weiterfahren

Den höchstgelegenen Punkt hatte ich mit dem Furkajoch schon erreicht. »St. Luzisteig« markiert den südlichsten Punkt meiner Tagestour. Es ist mittlerweile 16:42 Uhr. Mein Notizzettel sagt mir ich hätte hier bereits um 15:45 Uhr sein können – oder besser gesagt »sein wollen«. Also zumindest theoretisch. So ganz ohne Ver­zögerungen wegen der Baustellen und meinen Panorama- und den Selfiestick-Spielereien.

Die Sonne ist schon hinter den den Bergen im Westen versunken. Zeit umzudrehen und wieder in Richtung Norden zu fahren. Aber ich habe den Enschluss gefasst: Ich werde alle in meinem Roadbook geplanten Nachweise anfahren.

Am Nachweispunkt »St. Luzisteig«
Am Nachweispunkt »St. Luzisteig«

Auf den südlichsten Nach­weispunkt folgt um 17:28 Uhr der westlichste Nachweispunkt der Tour. Ich stehe mal wieder in »Wildhaus« und mache mein Nachweisbild. Diesmal habe ich mich aber nicht vom Navi über die landschaftlich attraktive Strecke über den »Grabserberg« führen lassen sondern bin der gut ausgebauten Wildhauserstraße gefolgt.

Am Nachweispunkt »Wildhaus«
Am Nachweispunkt »Wildhaus«

Schnell das Nachweisfoto gemacht und dann auch schon wieder schnell weiter. Nun ja, eben so schnell wie man in der Schweiz fahren darf wenn man keine Vignette für die Autobahn gekauft hat. Mein Navi möchte mich immer wieder zur Autobahn führen, ich ignoriere diesen Wunsch jedoch vollständig. Vielleicht ist mein Navi daher manchmal mit mir beleidigt und macht solche Sachen wie den Umweg zum Furkajoch? So nach dem Motto »sonst machst du ja auch was du willst und nimmst Strecken welche länger dauern«?

Am Nachweispunkt »Eggerstanden«
Am Nachweispunkt »Eggerstanden«

18:13 Uhr. Schon wieder sind 45 Minuten vergangen und ich sitze im Sonnenschein am Nachweispunkt »Eggerstanden«. Das die Sonne hier noch scheint ist kein großes Wunder. Schließlich habe ich mich schon wieder etwas in die Höhe begeben und befinde mich auf 885 Höhenmetern (laut Navi) und in Richtung Westen stört kein weiterer Hügel die verbliebenen Sonnenstrahlen daran mich zu erreichen.

Panorama mit Sonnenuntergang (na ja, jedenfalls kurz vor Sonnenuntergang)
Panorama mit Sonnenuntergang (na ja, jedenfalls kurz vor Sonnenuntergang)

Die Sonne steht knapp über dem sichtbaren Horizont, also sollte es demnächst mit direkter Beleuchtung durch die Sonne vorbei sein. Ich stelle »Stoss« als nächstes Ziel im Navi ein und mache mich auf den Weg.

Am Nachweispunkt »Stoss«
Am Nachweispunkt »Stoss«

18:30 Uhr. Eigentlich sollte ich jetzt schon längst den Pfändertunnel hinter mir gelassen haben und schon in Deutschland herumfahren. Aber ich bin noch immer in der Schweiz zugange, genauer gesagt am Übergang zwischen den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen. Der Nachweis an der Haltestelle der Schmalspurbahn ist flugs erledigt und es geht zunächst hinab ins Rheintal um auf halben Wege dann wieder den nächsten Hügel hinaufzufahren.

Am Nachweispunkt »Faschinajoch«Am Nachweispunkt »Ruppen / Landmark«
Am Nachweispunkt »Faschinajoch«Am Nachweispunkt »Ruppen / Landmark«

Ein grüner Mazda 2 und ich werden Freunde. »Best buddys« sozusagen. Denn ich lasse ihn zunächst vorbei weil ich dachte »einen Einheimischen brauche ich jetzt nicht auch noch auszubremsen«. Aber der Mazda 2 ist in etwa so flink wie ich und gemeinsam nähern wir uns meinem Ziel, dem drittletzten Nachweis für heute: »Ruppen / Landmark«.

18:50 Uhr. Der Mazda 2 verschwindet hinter einer Kurve und ich peile den Parkplatz zwecks Aufnahme vom Nachweis an. Die Sonne ist untergegangen, daher wird alles in ein bläuliches Licht getaucht.

Das Navi schaltet schon mal auf den Nachtmodus um
Das Navi schaltet schon mal auf den Nachtmodus um

Auf dem Weg zum Nachweis »St. Anton« schaltet auf den letzten Metern mein Navi in den Nachtmodus um. Ein sicheres Zeichen dafür, dass ich den Pfändertunnel wohl nicht mehr bei Tageslicht erreichen werde.

Am Nachweispunkt »St. Anton«
Am Nachweispunkt »St. Anton«

Ich packe die kleine Karte aus und überlasse dem Schmarrnfon die Wahl ob um 18:57 Uhr mit oder ohne Blitz zu fotografieren sei. Tja... Die Wahl war schlecht... Zumindest wenn ich ein wenig zittrig unterwegs bin und die Aufnahme völlig verwackle. Weil ich sie nicht kontrolliert habe, folgte auch keine weitere Aufnahme mit Blitz.

Am Nachweispunkt »Bellevue (Knollhausen)«
Am Nachweispunkt »Bellevue (Knollhausen)«

Die BMW rollt auf den Parkplatz am Nachweispunkt »Bellevue (Knollhausen)«. Um 19:11 Uhr habe ich das auf dem Stativ geparkte Schmarrnfon dazu gebracht den letzten Nachweis für den heutigen Tag zu erbringen. 207 Nachweise habe ich in der Saison 2018 bislang geschafft. Noch 43 Stück und ich wäre »Entdecker« (alle mit mehr als 249 bis 499 Passnachweisen in einer Saison). Ist das noch zu schaffen? Ich hoffe doch. Dieses Ziel habe ich mir jedenfalls gesetzt.

Detail am Nachweispunkt »Bellevue (Knollhausen)«
Detail am Nachweispunkt »Bellevue (Knollhausen)«

Damit man auf dem Nachweisbild auch wirklich erkennen kann wo ich war lege ich noch eine Detailaufnahme vom Schild an der Haltestelle nach. Anschließend ging es hinab ins Rheintal und über die Grenze nach Österreich. Noch einmal für 1,399 Euro pro Liter Super volltanken. Anschließend rauf auf die Autobahn und ab in Richtung Norden. Natürlich war es schon beim Tankstopp in Lustenau tiefste Nacht.

Ankunft daheim: Nach 21 Uhr. Harry Potter hat schon längst bezüglich des »Orden des Phoenix« mächtig losgelegt und meine Pizza ist noch kalt. Tja, und nächstes Wochenende sind die Tage noch einmal rund 15 Minuten »kürzer« – zumindest was es die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang betrifft.



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