Umleitungsinception auf der Hinfahrt, Stau auf dem Weg zurück

Schwäbische Alb, der Westen (Teil 2)

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Heute war ich mal wieder etwas länger unterwegs als eigentlich geplant. Auch das Navigationsgerät hatte mit einem deutlich schnelleren Vorankommen gerechnet. Die Hinfahrt war mal eben eine Stunde länger als zunächst kalkuliert. Aber sie war auch deutlich länger als eigentlich vom Navi vorge­schlagen. Denn ich durfte eine »Umleitungs­inception« erfahren. Was das ist? Schnell und einfach erklärt: Durch Um­leitungen von der Polizei auf einer Umleitungsstrecke wird der Verkehrsfluss im Pulk von LKW, Wohnmobilen und dem einen oder anderen Motorrad zu einem völlig neuen Erlebnis.

Zudem hatte ich vor mir ein Navi welches ständig quängelte »Bitte wenden!«. Ja, liebes Navi, aber der Herr Wachtmeister sieht das anders als du. Da wird nicht gewendet sondern den Anweisungen des Menschen mit der gelb-orangefarbenen Warnweste und der lustigen Kelle stumpf Folge geleistet.

Weiler »Deppenhausen« (an der Donau)
Weiler »Deppenhausen« (an der Donau)

Zwischenzeitlich fühlt man sich dann schon irgendwie so wie die früheren Siedler und somit mutmaßlichen Namensgeber des an der Donau gelegenen Weilers (siehe Bild rechts) Man kommt sich schon ein wenig veralbert vor wenn man vor lauter Baustellen nicht ans Ziel kommt – und das jedes Jahr!


Wobei ich sagen muss das bei Deppenhausen alles noch in bester Ordnung war. Ich hoffe trotzdem das sie es schaffen und bis 2017 sind dann alle eifrig geplanten Umbaumaßnahmen und Straßen­sanierungen vollständig abgeschlossen. Mein Wunsch ist, dass man über die B311 bis nach Meßkirch beziehungsweise bis nach Buchheim zum ersten Nachweispunkt, dem »Buchheimer Hans« direkt durchfahren kann. Ohne Umleitung und/oder von der Polizei koordinierten Verkehrsführung.

Immerhin spielt das Wetter artig mit
Immerhin spielt das Wetter artig mit

Warum das dann trotz allem Meckerns und »Mimimi« Spaß macht? Bei sonnigem Wetter (nicht zu warm oder zu kalt) mit blau-weißem Himmel ist man einfach gerne unterwegs. Insbesondere dann, wenn man – mal abgesehen von den Etappen mit vielen LKW und Wohnmobilen – die Straßen quasi für sich alleine hat.


Die letzten 2,5 Kilometer von der B311, auf welche mich die Umleitungsschilder mittlerweile wieder zurückgeführt hatten, war ich wieder alleine auf der Straße. Kein Gegenverkehr, niemand vor oder hinter mir. So mag ich das.

Am Nachweispunkt »Buchheimer Hans«
Am Nachweispunkt »Buchheimer Hans«
Für's Fotoalbum oder als Poster an die Wand?
Für's Fotoalbum oder als Poster an die Wand?


Am »Buchheimer Hans« angekommen konnte ich dann dieses Jahr einen etwas besseren Platz für das Nachweisbild finden. Einfach am Parkplatz vorbei und dann nach links auf die Teerstraße abbiegen. Dort kurz für das Bild parken, danach mehr oder weniger elegant das Motorrad wenden und zurück zur Landstraße fahren.

Alternativvorschlag: Noch ein zweites Bild in der entgegengesetzten Blickrichtung aufnehmen. Dann hat man auch was für die Wand daheim, als Desktophintergrund auf dem PC oder um zu zeigen wieso man gerne mit dem Motorrad unterwegs ist.

Am Nachweispunkt »Windegg / Witthoh«
Am Nachweispunkt »Windegg / Witthoh«

Weiter geht es zum Nachweispunkt »Windegg / Witthoh«, welchen ich letztes Jahr noch mit der GSF 1200 aufgesucht habe. Damals allerdings im Mai und im Regen – und auf dem Weg in den Südschwarzwald. So weit wollte beziehungsweise konnte ich heute nicht fahren.


Dafür konnte ich mal wieder ein Panoramabild erstellen beziehungsweise einige Einzelbilder, welche ich dann wieder am PC von »hugin« habe zusammenbauen lassen. Blickrichtung Südost, in der Mitte vom Panorama wäre somit irgendwo Konstanz und dahinter dann ein Teil der östlichen schweizerischen Alpen.

Panorama in Blickrichtung Südost vom Nachweispunkt »Windegg / Witthoh« aus gesehen
Panorama in Blickrichtung Südost vom Nachweispunkt »Windegg / Witthoh« aus gesehen

Ein wenig beunruhigend aber auch erleichternd: Das umgedrehte Schild von wegen »Ende der Umleitungsstrecke«. Ob hier demnächst etwas gebaut wird? Oder ob das Schild einfach nur noch nicht wieder abgeholt wurde? Ich will es eigentlich gar nicht wissen. Hauptsache genau jetzt in diesem Augenblick meiner Anwesenheit ist dort keine Umleitung – egal aus welchem Grund.

Zum Glück inaktiv: »Ende der Umleitung«
Zum Glück inaktiv: »Ende der Umleitung«
Der Herbst ist da – in Form von einem Blatt
Der Herbst ist da – in Form von einem Blatt


Das Bild mit dem Ahornblatt ist natürlich *räusper* völlig ungestellt. Das Blatt ist einfach so auf der Sitzbank gelandet... *hust* *räusper* Das treibt sogar dem Ahornblatt die Schamesröte in die Zellen.

Die meisten Blätter hängen noch immer grün in den Bäumen, zumindest was es die Blätter der Ahornbäume anbelangt. Daher auch keine farbenprächtigen Auf­nahmen, welche auch nur ansatzweise an den »Indian Summer« in den USA und Kanada erinnern könnten.

18,8 Liter passen rein wenn die Warnleuchte an geht
18,8 Liter passen rein wenn die Warnleuchte an geht
330 km seit dem letzten Tankstopp
330 km seit dem letzten Tankstopp


Mein Plan vom ersten Tankstopp in Tuttlingen hat zwar funktioniert, dank der Umleitungsstrecke war jedoch schon die Warnleuchte im Cockpit angegangen. Kein Grund zur Panik, aber nachdem mein Navi mich erst einmal zu einer geschlossenen Tankstelle geführt hat wird man dann doch langsam unruhig.

Tuttlingen selbst konnte ich daher nicht wirklich genießen. Dafür haben sie auch dort ganz schicke Baustellen, Straßensperren und Umleitungen. Mein Tagesbedarf an gesichteten rot-weiß gestreiften Barken und kreisrunden Schildern mit rotem Rand und weißer Fläche ist definitiv bereits auf dem Weg zur Tankstelle vollständig gedeckt worden.

Nach 330 km konnte ich 18,8 Liter E10 in den Tank und eine Packung »Doppel-Snickers« in den Tankrucksack packen. Reges Kommen und Gehen an der Tankstelle, ich wollte meine Pause an einem ruhigeren Ort in die Tat umsetzen. Also weiter zum Nachweispunkt »Weilheimer Berg«, der ist schön ruhig gelegen.

Am Nachweispunkt »Weilheimer Berg«
Am Nachweispunkt »Weilheimer Berg«
Detail am Nachweispunkt »Weilheimer Berg«
Detail am Nachweispunkt »Weilheimer Berg«


Wir wir ja dank der multimedial verbreiteten Werbung alle wissen: »Du bist nicht du, wenn du hungrig bist«. Darum hat sich neben dem fast schon obligatorischen Calippo in den Sommermonaten bei mir der Griff nach dem Snickers beim Tankstopp auf meinen Tagestouren zur Tradition entwickelt.

Erst mal in aller Ruhe eine kurze Pause einlegen
Erst mal in aller Ruhe eine kurze Pause einlegen
»Du bist nicht du wenn du hunrig bist«?
»Du bist nicht du wenn du hunrig bist«?


Nein, ich habe keinen Instagram-Account und werde auch in Zukunft hier nicht regelmäßig meine Mahlzeiten fotograpixelt für alle Welt kund tun. Aber zwei Schokoriegel haben schon was für sich: Der Magen ist erst einmal etwas beschäftigt und sie liegen definitiv nicht so schwer im Magen wie ein Schnitzel Wiener Art mit Pommes und Ketchup.

Meine liebe Nemesis, das Gegenlicht
Meine liebe Nemesis, das Gegenlicht
Am Nachweispunkt »Hohenkarpfen«
Am Nachweispunkt »Hohenkarpfen«


Am Nachweispunkt »Hohenkarpfen« am frühen Nachmittag und schon ist wieder meine Nemesis ebenfalls vor Ort: Hallo Gegenlicht, my old friend.

Klettert man auf den kleinen Hügel lässt sich mit der Sonne im Rücken aber ein relativ gutes Bild erzielen. Mal abgesehen davon das das Kennzeichen nicht ganz so einfach zu lesen ist, ist alles drauf was drauf sein muss.

Am Nachweispunkt »Staufelberg«
Am Nachweispunkt »Staufelberg«
Detail am Nachweispunkt »Staufelberg«
Detail am Nachweispunkt »Staufelberg«


Am »Staufelberg« haben sie vor kurzer Zeit das Gras zurückgeschnitten. Gut für mich, dann sieht man die als Nachweis dienende Markierung schon deutlich besser. Zudem muss man nicht durch das häufig hoch stehende Gras bis zum Schild wandern um dann aufgeregte Bienen um den gelben Helm herumschwirren zu haben.

Kein Kommentar... *hmpfgrrr*
Kein Kommentar... *hmpfgrrr*

Das Bild rechts will ich eigentlich gar nicht kommentieren.

Einfach die direkte Anfahrt zum Nachweis­punkt »Klippeneck« auf sich wirken lassen. Was für Emotionen löst der Anblick beim Betrachter aus? Rückmeldungen gerne als Kommentare am Seitenende.


Alternativ lieber den Blick hinunter auf Spaichingen kommentieren? Auch möglich. Ich bin da flexibel.

Wie man unschwer erkennen kann sollte die angekündigte Bewölkung am Nachmittag auch vom Western her tatsächlich kommen.

Panorama von Klippeneck über Denkingen und Rottweil
Panorama von Klippeneck über Denkingen und Rottweil

Steht man oben vor dem Ortsschild von »Klippeneck« hat man von Westen bis Norden einen Überblick über Denkingen und Rottweil. Wenn man ganz genau hinschaut und sich von den ebenfalls aufgenommenen herumschwirrenden Insekten nicht irritieren lässt, sieht man den Aufzugstestturm von Thyssen-Krupp bei Rottweil als hellen Strich in etwa in der Mitte vom Bild.

Die offizelle Eröffnungsfeier und Freigabe der Besucherplattform in 232 Metern Höhe soll im Mai 2017 stattfinden. Vielleicht hat der Turm bis dahin auch einen richtigen Namen und wird nicht nur »Aufzugstestturm« bezeichnet?

Am Nachweispunkt »Klippeneck«
Am Nachweispunkt »Klippeneck«

Auch wenn der Himmel auf den Bildern recht dunkel wirkt, ein paar wärmende Sonnen­strahlen waren auch dort noch vorhanden. Jedoch spürt man eben doch »morgen ist es Oktober«, denn sobald die Sonne mal länger nicht auf die schwarze Jacke trifft wird es gleich etwas kühler – trotz Thermofutter.


Umdrehen am Ortsschild, wieder die recht desolate Straße mit ihren zahlreichen Bodenwellen hinunter und dann weiter in Richtung »Dreifaltigkeitsberg«. Wer testen will wie gut die Stoßdämpfer und Sitzbank seiner Maschine sind, dem sei die Strecke nach und von Klippeneck ans Herz gelegt. Ich war jedenfalls froh heute an die Radfahrerunterhose mit Geleinlagen gedacht zu haben.

Am Nachweispunkt »Dreifaltigkeitsberg«
Am Nachweispunkt »Dreifaltigkeitsberg«
Am Nachweispunkt »Risiberg«
Am Nachweispunkt »Risiberg«


Der Nachweis am »Dreifaltigkeitsberg« war dieses Jahr völlig unspektakulär. Keine Bobbycars, welche von wildgewordenen Jungspunten die Straße hinuntergelenkt werden. Keine Radfahrergruppe, dafür ein einzelner Radfahrer, welcher zunächst meinen vollen Respekt hatte. Wahnsinn wie flott der vor mir den Berg hochgeradelt ist – bis ich beim Überholen erkennen konnte »Das ist ja ein Pedelec!«.

Oben angekommen drehte der elektrisch unterstützte Radfahrer auch gleich wieder um, ich hatte in der Zwischenzeit schon mein Nachweisbild gemacht und alles wieder verstaut. Bergab hatte ich keine Chance ihn zu überholen, dafür hätte dem Radfahrer auch nicht unbedingt ein PKW in den Kurven entgegen kommen dürfen. Flott hoch, noch flotter wieder runter.

Flugs weiter zum Nachweis »Risiberg«, dort wurde einiges seit letztem Jahr umgebaut. Die Hütte oder der Stall (oder was es auch immer war) ist nicht mehr da. Dafür eine große, geschotterte Fläche – und zahlreiche Ziegen und Ziegenböcke, welche im eingezäunten Gelände sehr interessiert an meiner Präsenz wirkten. Zumindest so lange bis klar war »Ne, der hat nix für uns zum Fressen«.

Am Nachweispunkt »Greut«
Am Nachweispunkt »Greut«

Am Nachweispunkt »Greut« dann eine Zufallsbegegnung. Der Besitzer der Yamaha WR 125 X war kein Passknacker, sondern wartete zwecks gemeinsamer Fahrt zum Lochenpass auf jemanden. Dort sei er auch schon vorgestern gewesen. Im Gespräch ergab sich jedenfalls, das er mich wohl am vergangenen Mittwoch dort gesehen hatte.


Es gibt dort wohl nicht viele Langsamfahrer mit R 1150 GS und gelbem Helm? Was ich von ihm in Erfahrung bringen konnte: Er ist einer derjenigen, welche mit einem Kapuzenpulli fahren. Aber: Der Kapuzenpulli (neudeutsch: »Hoodie«) wird von ihm über einer normalen Motorrad-Textiljacke getragen. Da seine Sommerjacke von Held mit großen Belüftungsflächen und Mesh-Gewebe kein Innenfutter hat, wäre es dann nicht ganz so frisch.

Von seiner Yamaha WR 125 X ist er jedenfalls begeistert. So hat er mir die technischen Vorzüge aufgezählt und die Zuverlässigkeit der Maschine betont. Wirklich schade also, dass wegen der neuerlichen Verschärfung der Abgaswerte die WR 125 sowohl als X wie auch als R als EU3-Modell ab 2017 nur noch im Abverkauf zu haben ist.

Mit der WR 125 werden auch leider andere Modelle aus dem Hause Yamaha wie beispielsweise FZ8, XJ6 und die gute, alte YBR 125 im Jahr 2017 nicht mehr weiter verkauft werden - außer sie bekommen sie noch irgendwie auf Euro 4 Niveau. Was jetzt noch bei den Händlern steht wird dann wohl eine Tageszulassung bekommen und im Frühjahr abverkauft.

Am meisten trauere ich jedoch um die Kawasaki Kawasaki W 800. Wird dann noch seltener zu sehen sein als es jetzt schon der Fall ist. Zumindest werden es sicherlich nicht mehr mehr auf den Straßen.

Am Nachweispunkt »Alter Berg«
Am Nachweispunkt »Alter Berg«
PVC-Nachweisposter am Kofferträger
PVC-Nachweisposter am Kofferträger


Noch immer fahre ich nicht ausschließlich in Richtung Osten, sondern bin noch eher in Richtung Nordwest unterwegs. Warum? Weil noch ein paar Nachweispunkte ausstehen und ich jetzt schon den Entschluss gefasst habe über A81 und A8 nach Hause fahren zu wollen. Ein Fehler wie sich später zeigen sollte, weiter unten im Beitrag mehr dazu.

Am Nachweis »Alter Berg« war ich nicht ganz so clever. Maschine am Hang auf dem Seitenständer abstellen, Foto machen – und dann kurz blöd gucken weil man mit dem linken Fuß im Schotter wegrutscht und sie daher nicht mehr in die Vertikale bekommt.

Beim dritten oder vierten Anlauf kann ich sie dann endlich soweit aufstellen das sie stabil steht, ich den rechten Fuß sicher auf dem Boden habe und nun problemlos den Seitenständer einklappen kann. Ansonsten hätte ich wohl warten müssen bis mir einer hilft – oder den ADAC rufen von wegen »Hilfe, ich kann mit meinem Motorrad nicht weiterfahren weil ich es blöd am Hang abgestellt habe. Nein, nicht umgefallen. Steht super stabil mit ihren rund 250 kg. Genau das ist ja das Problem!«?

Detail am Nachweispunkt »Nakäcker«
Detail am Nachweispunkt »Nakäcker«
Am Nachweispunkt »Nakäcker«
Am Nachweispunkt »Nakäcker«


Beim Nachweispunkt »Nakäcker« daher keine Experimente: Nicht am Hang ab­stellen, schön ebenerdigt. Alles entspannt beim Bildermachen und dem an­schließenden Weiterfahren.

Bei »Lemberg / Wassersteige« steht die BMW ähnlich wie bei »Alter Berg« – nur ohne Schotter unter dem linken Stiefel. Daher war's dann auch kein Problem die BMW nach dem Bild beim ersten Versuch aufzustellen. Tja, ich brauche wohl andere Stiefel – oder sollte über eine leichtere Maschine nachdenken? Die BMW F 650 wiegt 60 kg weniger, die aktuelle Kawasaki KLE 650 immerhin etwa 35 kg weniger, die älteren Modelle der KLE sind noch mal rund 7 kg leichter.

Ne, nicht schon wieder ein neues, altes Motorrad. Die BMW soll länger bleiben. War ja schließlich auch gebraucht teuer genug.

Am Nachweispunkt »Lemberg / Wassersteige«
Am Nachweispunkt »Lemberg / Wassersteige«
Detail am Nachweispunkt »Lemberg / Wassersteige«
Detail am Nachweispunkt »Lemberg / Wassersteige«


Für mich ein Novum: Nachweispunkt »Ziegelhütte« ohne Regen. So sieht das also im Sonnenschein aus? Hat was für sich, hätte ich ab jetzt dann bitte jedes Jahr so!

Das Schild zum Wanderparkplatz lag auf der Straße herum. Für das Bild durfte es mal kurz im elastischen Gepäcknetz eine neue Heimat finden, anschließend habe ich es auf die Bank neben dem Kreuz gestellt. Vielleicht findet es ja wieder irgendwie an seinen angestammten Platz?

Am Nachweispunkt »Ziegelhütte«
Am Nachweispunkt »Ziegelhütte«
Detail am Nachweispunkt »Ziegelhütte«
Detail am Nachweispunkt »Ziegelhütte«


So, und jetzt wieder in Richtung Osten in die Heimat? Nein. Noch nicht. Immer noch nicht! Zwei Nachweise stehen schließlich noch wirklich greifbar in relativer Nähe aus: »Häsenbühl« und »Kirchberg« lasse ich mir nicht entgehen.

Am Nachweispunkt »Häsenbühl«
Am Nachweispunkt »Häsenbühl«

Abseits der Hauptverkehrsstraßen schickt mich mein Navi über schmale und daher unbefahrene Straßen bis zum Nachweispunkt »Häsenbühl«. Dort ange­kommen würden sich schon recht lange Schatten am Boden abzeichnen – wenn denn die Sonne noch durch die Wolken kommen würde.


Über noch schmalere Straßen geht es dann weiter zum heutigen Nach­weis­punktfinale am »Kirchberg«. Schön das hier noch Obst auf den Straßen herumliegt, entsprechend sieht jetzt der Motorblock von vorne aus, denn wenn so wenig Verkehr ist, ist das Apfelmus auf der Straße noch schön breitflächig verteilt und »frisch«. Wie ich mich schon auf das Putzen freue... *schauder*

Am Nachweispunkt »Kirchberg«
Am Nachweispunkt »Kirchberg«
Detail am Nachweispunkt »Kirchberg«
Detail am Nachweispunkt »Kirchberg«


Jetzt könnte theoretisch alles relativ schnell gehen. Die Rückfahrt ab »Kirchberg« über weitere schmale Straßen bis man kurz vor der Auffahrt zur A81 auf die B463 stößt. Da Navi berichtet mir davon, dass ich nun etwa 1 Stunde und 20 Minuten benötigen würde. Es werden knapp 3 Stunden – d-r-e-i Stunden – dank Stau und zähfließendem Verkehr auf A81 und anschließend das gleiche Programm auch noch auf der A8.

Das war wohl schon der Verkehr für's verlängerte Wochenende der Deutschen dank dem bevorstehenden 3. Oktober am Montag? Alle auf dem Weg in den Süden?

Autobahntankstelle Gruibingen
Autobahntankstelle Gruibingen
Riesenandrang, Aggressionen und Chaos
Riesenandrang, Aggressionen und Chaos


Bei Gruibingen reicht es mir. Ich will runter von der Autobahn und mein Glück auf der Landstraße versuchen. Davor jedoch erst einmal eine kurze Pause auf einem Parkplatz. Leider muss ich mich nach rechts Richtung Zapfsäulen abdrängen lassen. Dem Weg des geringsten Widerstands folgend stelle ich mich dann einfach erst einmal auf einen Stellplatz und schüttle die Beine aus.

Schon toll was man dann als Zuschauer so miterleben kann: Der Fahrer eines Wagens wollte (wie ich) nicht tanken, sondern eigentilch auf den Parkplatz. Nun steht er in der Reihe mit den Zapfsäulen und diskutiert lautstark mit dem ebenfalls in der Schlange stehenden Fahrer vor ihm, dass er vorbei will. Wie das gehen soll? Ich sehe keine Möglichkeit. Der Streit eskaliert, offensichtlich liegen die Nerven blank.

Die Fahrzeuge am Ende der Schlange drehen derweil um und fahren entgegen der Fahrtrichtung an den stehenden LKW vorbei in Richtung Autobahnabfahrt um dort dann die Spur in Richtung Parkplätze zu nehmen. Chaos pur.

Ich finde einen relativ entspannten Weg vorbei an den zum Tanken angestellten Fahrzeugen und verlasse schließlich die Autobahn. Es wird zügig dunkel und ich will in meine Badewanne. Laut der ursprünglichen Berechnung vom Navi hätte ich inzwischen das Bad schon beendet und würde schon beim Essen sitzen.

Über Drackenstein und somit eine eigentlich schöne Motorradstrecke umgehe ich den Stau am Albaufstieg, welcher seit Jahren an solchen Tagen wie heute überlastet ist. Darum liegen ja auch wieder aktuell die Pläne für einen Tunnel unter dem Drackensteiner Hang hindurch bis ins Gosbachtal auf dem Tisch. Dort soll es dann auf einer Brücke weitergehen und in einen weiteren Tunnel münden, welcher bei Hohenstadt an der Mündung des Steinbühltunnels (der für die Eisenbahn, siehe Beitrag von vorgestern[1]) enden soll. Baubeginn? Frühestens 2018. Fertigstellung entsprechend.

Werden morgen geputzt: Ölkühler und Scheinwerfer
Werden morgen geputzt: Ölkühler und Scheinwerfer
Ebenso pflegebedürftig: Handschutz und Spiegel
Ebenso pflegebedürftig: Handschutz und Spiegel


Deutlich schneller als die Planung und anschließender Baubeginn der neuen Streckenführung der A8 verläuft die Bestandsaufnahme vom eingesammelten Dreck im Ölkühler und auf den Scheinwerfern der R 1150 GS. Da darf ich dann morgen wieder diverse Insekten Blätter und sonstigen Mist herauspulen. Na prima, eine Etage tiefer sieht der Motorblock aus wie befürchtet. Ein mittlerweile getrockneter Mix aus Staub, Schlamm, Apfelmus und Blättern sorgt für eine rustikale Optik.

Die Insektenüberreste an Handschutz und Spiegeln sind da harmlos, einmal drüberwischen und gut. Der Motorblock wird einige Minuten länger in Anspruch nehmen.



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