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Zum letzten Mal war ich im Frühjahr 2020 auf der Preisverleihung für das Jahr 2019 im Allgäu[1]. Knapp 4 Wochen später begann die Phase mit den Corona-Lockdowns, den nächtlichen Ausgehverboten und der innerdeutschen Klopapierkrise.
Irgendwie fühlte sich das alles so weit weg an, auch wenn es nur 6 Jahre her war.
Anders als 2020 war der Parkplatz diesmal voll. Übervoll um genau zu sein. Kreatives Parken war daher angesagt, ich gesellte mich einfach mal zur blauen Ural und parkte später dann um, als ein Platz frei wurde.

Ich kam ein wenig spät an. Die Öffnung vom Saal war um 13:00 Uhr, um 14:00 Uhr sollte die Veranstaltung beginnen. Leider hatte ich mal wieder das große Los gezogen und konnte mich auf dem Interimsparkplatz mit dem Namen »Autobahn A7« einreihen. ![]()
So kam ich erst um 13:30 Uhr an und saß dementsprechend in der letzten Reihe. Es mussten so etwa 120 Personen anwesend gewesen sein, der Saal war voll bestuhlt und entsprechend belegt.

Die wenigen Minuten vor dem Beginn nutzte ich noch für ein Bild der noch nicht verteilten Länderpreise. Ich bekam mein Namensschildchen und die Information, dass alle mit weniger als 150 Nachweisen im vergangenen Jahr »nicht preisberechtigt« waren.
Aber das war für mich zweitrangig. Ich war primär gekommen, um mich wieder motivieren zu lassen. Die linke Hand beziehungsweise der linke Daumen machten wieder einigermaßen mit, auch wenn er noch immer »schnell beleidigt« war und dann ein wenig herumzickte.

Neu im diesjährigen Ablauf: Die Preise durften sich nicht diejenigen heraussuchen, welche die meisten Nachweise erbracht hatten. Diesmal entschied das Los, wann sich wer einen der gespendeten Preise aussuchen durfte.
Pünktlich um 14:00 Uhr wurde vom Präsidenten das Programm eröffnet und unter anderem wurden die Aktiven im Vorstand sowie die Sponsoren vorgestellt – inklusive des Spenders von einigen Gläsern Honig. Den hätte ich gerne mitgenommen. ![]()
Die Preisverleihung im Losverfahren begann und wer gezogen wurde, konnte sich nicht nur seinen Preis aussuchen, sondern erhielt auch sein Diplom sowie – falls »erfahren« – auch seinen Länderpreis.

Nachdem die fleißigen Passknackerinnen und Passknacker ihre Preise abgeholt hatten, kamen die weniger umtriebigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Zug. Wer (wie ich) weniger als 150 Nachweise geschafft hatte, bekam das Diplom überreicht. Mit im Umschlag waren einige Aufkleber und das Nachweisposter für die Saison 2026 im Format einer Kreditkarte.
Damit man sich Notizen machen konnte, waren zu Beginn Kugelschreiber ausgeteilt worden. Ich musste mich zum ersten Mal damit auseinandersetzen, dass es Kugelschreiberminen mit Schutzkäppchen gab.

Nachdem das kleine, rote Käppchen entfernt war, konnte ich auch ein wenig mitschreiben. Dies wurde insbesondere beim Wanderpokal wichtig.

Es galt ein Wort zu erraten, zu dem nach und nach einzelne Buchstaben über ein Quiz »freigespielt« werden konnten. Der Gewinner war deutlich schneller als ich und rief lautstark das Lösungswort in den Raum. Ich war noch einige fehlende Buchstaben davon entfernt, die Lösung erraten zu können.

Die Preis- und Diplomverleihung wurde von Informationen zur Saison 2026 abgelöst. Einige Pässe waren entfallen, andere hinzugekommen. Ganz neu hinzugekommen war ein ganzes Land im hohen Norden: Finnland. Dies wurde mit einem Video eingeführt. Was ich mir notierte: In Finnland gab es 28 Pässe zu entdecken und nachzuweisen.
Ein wohlgemeinter Rat wurde ausgesprochen, denn die Planung würde trotz der überschaubaren Anzahl an Nachweispunkten nicht ganz unerheblich sein. Aus der Schweiz (und somit in etwa auch für mich in Süddeutschland) zum südlichsten Nachweispunkt in Finnland waren es etwa 3.000 Kilometer, welche gefahren werden mussten. Der südlichste Nachweispunkt war wiederum etwa 650 km vom nördlichsten Nachweispunkt entfernt. Kein Länderpreis, der einfach zu bewerkstelligen war. Zudem musste natürlich auch noch das Wetter mitspielen.
Punktlandung 17:00 Uhr, die dreistündige Veranstaltung wurde pünktlich beendet und der Saal konnte für das gemeinsame Abendessen umgeräumt werden.
Die Pause von etwa einer Stunde nutzte ich zum Austausch mit einigen anderen Passknackern, insbesondere die Geschichten von Touren auf dem Balkan und in Italien waren sowohl interessant als auch fernweherweckend.

Das Abendessen fand im gleichen Saal statt und auch am Tisch kam das eine oder andere Gespräch zustande. Da das Verhältnis von Deutschland zur Schweiz 2:8 betrug, musste ich schon ziemlich aufpassen, um alles verstehen zu können.

Bei der Bestellung vom Essen hatte ich mich für einen Vorspeisensalat, gefolgt vom vegetarischen Hauptgang Käsespätzle, entschieden. Nicht bedacht hatte ich, dass es zu den Käsespätzle noch einen Beilagensalat geben würde. So hatte ich Salat vor dem Salat. Aber er war sehr, sehr lecker, daher bereute ich meine Wahl nicht.

Das Personal vom Hofgut Farny war flink unterwegs. Anhand der Piktogramme auf dem kleinen Zettel konnten sie auf den ersten (manchmal auch erst auf den zweiten) Blick erkennen, welches Gericht von welcher Person bestellt worden war.

Kurz nach 22:00 Uhr kam ich gesättigt und voll mit Motivation für die Passknackersaison 2026 daheim an. Ich freute mich schon auf den Frühling, die ersten warmen Tage im März und darauf, das kleine Passknackerposter im Kreditkartenformat zücken zu können.
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| Datum: | 07.02.2026 |
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