Nicht am 1. März, dafür am 2. März ging es dieses Jahr los, Saisonstart 2026 für die Tiger, mich und das kleine Passknackerkärtchen. Sechs Tage hintereinander konnte ich fahren, denn das Wetter hat gut mitgespielt. Der Daumen der linken Hand zickt noch immer, aber zumindest mit den dickeren »Ganzjahreshandschuhen« gab es keine Probleme, da keine punktuelle Belastung auftrat.
Inzwischen habe ich auch einstellbare Brems- und Kupplungshebel an der Tiger, ich konnte jedoch noch nicht die Feineinstellung vornehmen. Ich habe sie erst am 14. März erhalten und montiert, danach kam aber der Winter noch einmal zurück. 😕
Aber seit dem vergangenen Wochenende haben wir ja nun auch schon Sommerzeit, da sollte der Frühling hoffentlich bald wieder zurückkehren? 😉 Gestern durfte ich vor der Fahrt zur Arbeit mal wieder rund 4 cm Schnee von der Windschutzscheibe schieben – hoch, nicht breit. 😎
Den Monatsrückblick habe ich diesmal ein wenig anders gestaltet. Alphabetisch statt chronologisch. Viel Spaß beim Lesen! 😊
Passt die Kombi noch? Geht die Jacke noch zu? Aufgrund gelebter Passivität in Verbindung mit aktiver Nahrungsaufnahme habe ich in den vergangenen 24 Monate ein klein wenig zugelegt. Mohawk Hose und Jacke passen noch immer, Glück gehabt. Bei der lederkombis sieht es ein wenig anders aus, da fehlen die praktischen Gürtel und Hüftumfangsverlängerungen per Klett.
Das Bein habe ich trotzdem über die Tiger schwingen können, auf den sechs Tagestouren mit den insgesamt 54 Pässe mit 1971.80 Punkten und 223 Kehren wurden auf passknacker.com in der Rangliste vermerkt.
Aber ich greife schon voraus, denn noch bin ich beim Buchstaben »A« und nicht beim »P«. 😊
Der Akku der Tiger war geladen, die Kette mit WD-40 Kettenwachs behandelt und der Reifendruck geprüft. Alles klar zum Start? Ja. Der Ölstand? Sollte auch passen, war nach der letzten Fahrt zum TÜV im Januar noch einmal überprüft worden und passte ebenfalls.
Hätte ich geschrieben, dass die Bilder im (sehr späten) Herbst entstanden sind, würde man es mir vielleicht glauben? Die Bäume sind kahl und überall liegt das braun gefärbte Laub herum.
Vom Frühling war auf den Tagestouren noch nicht viel zu sehen, nicht mal Primeln oder Schneeglöckchen konnte ich bei meinen Zwischenstopps entdecken. Liegt vielleicht aber auch an der kargen, rauhen Schwäbischen Alb?
Dafür ergaben sich auf den Touren so manche fast schon morbid-romantische Eindrücke, welche für sich selbst sprechen können. Mit fröhlichen Blumen am Wegesrand wäre es nicht so stimmig ausgefallen? 😉
Dafür ist es in den Wäldern noch heller, die Sonne findet ihren Weg durch die kahlen Bäume und es fährt sich doch recht angenehm. Es ist – abgesehen von den Nadelwäldern – häufig auch nicht so kalt in den Waldpassagen gewesen. Der Schnee und eventuell vorhandenes Eis waren jedenfalls nicht anzutreffen.
Das Aufsteigen am 2. März hat sich jedenfalls voll und ganz gelohnt. Bis auf den Samstag, dem sechsten und letzten Tag war es auch angenehm zu fahren. Nicht viel los und wenn doch, dann waren die meisten ebenfalls entspannt unterwegs.
»Wenn jemand eine Reise tut, So kann er was verzählen.« -- Matthias Claudius
Trifft immer wieder zu, auch in etwas anderer Form, denn mir »verzählen« unterwegs manchmal Personen etwas, die ich zufällig an den Nachweispunkten oder bei kurzen Stopps unterwegs am Straßenrand antreffe. So auch während den ersten sechs Tagen des Pässeknackens in der Saison 2026.
Am Nachweispunkt »Breitenstein« kam nach dem Erstellen des Nachweisfotos ein älterer Herr zu mir. Er wollte wissen woher ich komme, was ich auf dem Wanderparkplatz fotografiert habe und wie es weitergeht. Er war sehr daran interessiert, ob ich auch noch den Weg hoch gehen würde um die Aussicht genießen zu können. Er führte weiter aus, dass er sich gerade »verabschieden würde«. Er würde noch einmal »die alte Heimat besuchen, bevor er auf die Reise geht«. Interessiert wollte ich wissen, wohin er reisen wird.
Er hob den rechten Arm und deutete mit dem ausgestreckten Zeigefinger wortlos nach oben in Richtung Himmel. Danach sah er mir mit einem verschmitzten Lächeln in die Augen: »Nach oben geht's. Ich bin schon über 90 Jahre alt. Heute fahre ich zum letzten Mal mit dem Auto hier her.«. Nach einer kurzen Pause ergänzte er, dass er von seinem Enkel begleitet wird, aber dieser »sitzt schon im Auto«. Jetzt würde erst mal die Einkehr in ein Lokal anstehen, »sofern es heute offen hat und der Wirt da ist«.
Langsam und bedächtig einen Fuß vor den anderen setzend verließ er mich. Bevor er ins Auto einstieg drehte er sich noch einmal um und winkte mir zu.
Am Nachweispunkt in Tieringen war ich gerade dabei mit dem Selfiestick zu experimentieren, als eine BMW zielstrebig auf meinen Stellplatz zurollte. Der Fahrer stieg ab und ich zeigte ihm mein Passknackerkärtchen. Ich wollte wissen ob er auch ein Passknacker ist. Unverständnis war in seinem Gesichtsausdruck zu lesen. Ich erklärte kurz worum es bei Passknacker.com geht, er fand die Idee sehr interessant. Aber eigentlich ist das seine Hausstrecke, er komme immer wieder gerne nach Tieringen und legt dann eine Rast beim Sportplatz ein um sich auf die dort vorhandenen Bänke zu setzen.
Den Trubel am Lochenpass in der Applauskurve ist nicht »sein Ding«, die Ruhe am Sportplatz schon eher. Danach würde es dann wieder durch das obere Donautal zurück nach Hause gehen.
Ein Tag zuvor: Nachdem ich mein Navigationsgerät durch eine neue Sicherung für die Bordsteckdose wieder fit gemacht hatte. War das nächste Ziel schon eingegeben und ich verließ den Nebel in Richtung Sonnenschein, welcher ein paar Höhenmeter weiter oben schon geduldig auf mich gewartet hatte.
Bei einem Stopp für die Aufnahme von Straßenschildern »Schwäbische Albstraße« der so benannten Ferienstraße, hielt unvermittelt ein 50er Honda Lead auf der anderen Straßenseite an.
Es entwickelte sich zu einem »Plausch in Donnstetten«, einem Benzingespräch zwischen dem jungen Fahrer des von jahrelanger Nutzung schwer gezeichneten Honda Lead, welchen er geschenkt bekommen habe und nun zum Pendeln in die Schule nutzt. Er werde sich eine 125er von Beta kaufen, aber er muss erst noch die Prüfung für den A1 bestehen. Aktuell würde noch die Ausbildung in der Fahrschule laufen, in etwa drei Monaten könne er dann endlich die 125er bewegen, worauf er sich schon sehr freuen würde.
Die Benzinpreise sind natürlich auch für ihn ein Thema gewesen, denn selbst mit einer Mofa-Prüfbescheinigung oder der Klasse AM spürt man es natürlich an der Tankanzeige, wenn man für die gleichen Betrag in Euro bezahlt hat, aber deutlich weniger weit kommt. 😎
Die »Dettinger Promillesteige« ist die Bezeichnung für die Alte Dettinger Steige am Flugplatz Hülben. Vor etlichen Jahren bin ich sie auch schon mal von Dettingen zum Flugplatz hoch gefahren. Der Straßenzustand war grenzwertig, an eine Absicherung in Form einer Leitplanke kann ich mich auch nicht wirklich erinnern.
Die alte, sanierungsbedürftige Straße war eine beliebte Abkürzung, denn man konnte vom Ermstal hoch nach Hülben fahren, ohne durch Bad Urach fahren zu müssen. Die Steige hatte es in sich. Von Dettingen nach Hülben aus gesehen waren es im unteren Teil etwa 10–12% Steigung, oben wurde es dann flacher. Radfahrer und Motorradfahrer hatten wenig Spaß, wenn Autofahrer auch noch mitmischen wollten.
Der Name »Promillesteige« im Volksmund geht mit den »Promillewegen« einher. Gemeint sich kleine Straßen und Abkürzungen, welche ortskundige Personen nach dem Kneipenbesuch nutzen, um möglichst schnell und eventuell sogar heimlich nach Hause fahren zu kommen. 😁
Der aktuellen Entwicklung der Kraftstoffpreise zum Trotz wollte ich es dieses Jahr wieder schaffen, der Erste an dem einen oder anderen Nachweispunkt zu sein. Es ist mir nicht immer gelungen. Selbst dann, wenn man vor Ort noch online lesen konnte, dass es »0 Mal« angefahren worden sei, war daheim beim Upload der Nachweise schon jemand anders da gewesen.
Am Schattenwurf auf den Nachweisbildern konnte ich erkennen, dass dies auch berechtigt war, denn ich war offensichtlich erst später an den Punkten. Man hatte sich vermutlich um zwei, drei Stunden verpasst. 😊
Sowohl »Ruoffseck / Stuhlsteige« als auch »Roßberg (Gönningen)« war ich nur der Zweite in der Saison 2026. Aber ich hatte ja auch noch andere Nachweispunkte, welche ich tatsächlich vor allen anderen diese Saison erreicht hatte. 😊
Schon länger bemerkt, aber nie genutzt: Papiertüte auf den Parkplatz liefern lassen – mit total exotischem, amerikanischem Essen darin. 😉
Die unübersehbar gelb umrandeten Stellflächen beim Restaurant zum goldenen M sind mir schon länger aufgefallen. Man kann sich die Bestellung zum Mitnehmen einfach ans Fahrzeug liefern lassen, wenn man die Bestellung vom Smartphone aus tätigt. Genutzt hatte ich diese Möglichkeit noch nie. Selbst wenn ich eine Online-Bestellung aufgegeben hatte, ging ich immer an den Tresen um mir die total gesunden Lebensmittel abzuholen.
Mit der Tiger 800 als Fahrzeug habe ich die »ich lasse es mir bringen«-Option zum ersten Mal genutzt. Funktioniert problemlos, der Tankrucksack kann die Papiertüte mit den drei Cheeseburgern und ein paar Papierservietten auch aufnehmen. Spätestens dann, wenn ich den Reisverschluss für die Volumenvergrößerung öffne. 😉
Heimkommen und dann nicht kochen müssen hat schon Vorteile. Wobei die Cheeseburger selbst auf einer kurzen Fahrtstrecke schon merklich kühler werden. Im Sommer kann ich es ja noch mal probieren, bei deutlich über 20°C sollten die Burger dann auch noch daheim gut warm sein. 😁
Fast schon eine Überleitung, die sich selbst schreibt. Von Fastfood zu Müll ist es nur ein kurzer Weg. 🙄
Am Nachweispunkt »Ruoffseck / Stuhlsteige« konnte man begutachten was passiert, wenn man auf einem Parkplatz einen Müllsack neben die geschlossene, aus Metall bestehende Mülltonne stellt, wenn sich Wildtiere in der Nähe herumtreiben. Offensichtlich wurde von findigen Kreaturen der Sack aufgerissen und der Inhalt großzügig über das nähere Umfeld verteilt. 🙄
Ob da jemand nur seinen Hausmüll entsorgt hat, habe ich nicht weiter überprüft. Hashtag vanlife? Glaube ich auch nicht, die würden den Müll sicherlich nicht so lange im Fahrzeug sammeln. LKW Fahrer schließe ich daher auch aus. So gesehen wird es wohl doch eine kostengünstige Entsorgung von Hausmüll gewesen sein. 😕
Wenn es läuft, dann läuft es. Jedoch ist es dafür in der ersten Märzwoche noch etwas zu früh. Ohne großartig nachzudenken hatte ich beschlossen, noch zwei weitere Nachweispunkte anzufahren. Sie lagen nicht wirklich am Weg, aber waren nahe genug. Also habe ich mir »die zwei nehme ich noch mit« zugeflüstert und so noch einige Minuten zusätzliche Fahrzeit produziert. War es gut? Ja, aber die Konsequenzen waren auch unübersehbar.
Spaß gemacht hatte die Fahrt durch das obere Donautal. Den Zirkus an Wochenenden bei schönstem Sonnenschein in den Sommermonaten ist mir bekannt, ich habe ihn selbst miterlebt. Am 6. März, wenn die Sonne schon nicht mehr aus dem Tal heraus zu sehen ist, ist nichts los. Die Straße gehörte »mir ganz alleine«. Es fühlte sich wie damals auf meiner Rückfahrt aus dem Schwarzwald an, als ich noch mit der Suzuki GSF 1200 durch Nieselregen in der Ecke beim Knopfmacherfelsen unterwegs war.
Diesmal zwar ohne Regen, aber dafür merklich kälter. 🙄
Der letzte Nachweispunkt des Tages war »Stetten am kalten Markt«, während der Aufnahme am Ortsschild verschwand die Sonne schon am Horizont. Den rötlichen Schimmer aufgrund des sich in der Luft befindlichen Saharastaubs hätte ich etwas imposanter erwartet, aber mehr war wohl nicht drin?
Das Navi wurde für den Nachhauseweg programmiert. Nächster Stopp: die warme Wohnung! 87 km entfernt, eine Stunde und 36 Minuten mutmaßliche Fahrzeit. Noch bevor ich auf unter eine Stunde Restfahrzeit kam, war die Sonne schon untergegangen und die Nacht hereingebrochen.
Am 4. März war Vollmond und ich hatte die Hoffnung, am 6. März noch in den Genuss des hell leuchtenden Trabanten zu kommen. Leider hatte ich die Rechnung ohne die geschlossene Wolkendecke gemacht. So fuhr ich durch eine absolut dunkle Nacht, geführt vom Navi und erwärmt von den auf der zweithöchsten Stufe brutzelnden Heizgriffe.
Kann man machen, schön ist aber anders. Dabei war es noch nicht einmal 19 Uhr? Sowohl das Navi als auch das Cockpit der Tiger zeigen die falsche Uhrzeit an. Das Navi glaubt, es wäre schon Sommerzeit und die Tiger liegt zusätzlich auch bei den Minuten ordentlich daneben. Die Einstellung der Tiger könnte ich wirklich mal wieder anpassen. 🙄
Eine Stunde und 42 Minuten später war ich dann daheim. Leider hatte ich bei meinem Stopp in Tieringen vergessen die manuellen Einstellungen der Smartphonekamera wieder auf Automatik umzustellen, daher ist das Bild mit der Zusammenfassung der Fahrt nicht wirklich gut geworden. 😕
Die zusätzlichen Kilometer liegen daran, dass das Navi glaubt ein für den Kraftverkehr geschlossener Wirtschaftsweg sei noch immer eine zulässige Route. Ich kenne den Fehler, den das Navi bei jeder Berechnung macht, bin aber trotzdem diesmal wieder darauf reingefallen. 🙄
Der einzig wahre da richtig gestellte Zeitmesser war meine Citizen am linken Handgelenk. Die Mohawk-Kombi hat gute Dienste erwiesen, zwischendurch konnte ich bei einer Sparkasse am Straßenrand die Temperatur ablesen: 4°C wurden mit roten LED ins Dunkel der Nacht gestrahlt. Dank Thermofutter habe ich davon nicht viel gespürt. Auch die Sidi Adventure hielten meine Füße warm, die Heizgriffe die Hände sowieso.
Nur will man tatsächlich sehr unwillig die Hand vom Griff nehmen um zu Kuppeln oder das Fernlicht ein- und wieder auszuschalten. Dann fühlt man sofort wie das Leder der Handschuhe vom Fahrtwind abgekühlt wird.
Die längeren Touren sind dann eher was für den April, wenn der Sonnenuntergang offiziell so gegen 19:50 Uhr (MESZ) in meinen Breitengraden ist – und nicht um 18:50 Uhr (MEZ) wie am 6. März. Die vorgestern erfolgte Umstellung auf Sommerzeit nimmt mir dann auch die Korrektur der Zeitangabe im Navi ab. 🙄
Mangels Navigationsgerät habe ich klassisch per Karte navigiert. Sofern man von klassisch sprechen kann, wenn die Karte auf dem Smartphone genutzt wird? 😎
Nachweispunkte wie »Göllesberg« und »Nebelhöhle« finde ich fast schon ohne Navi, wobei ich mich beim Nachweispunkt »Nebelhöhle« immer irgendwie gefragt habe, wo die 7 angegebenen Kehren sich versteckt haben.
Ich war schon einige Male dort, bin aber nie von Lichtenstein-Unterhausen aus gefahren, sondern hatte mich immer vom Navi über Honau in Richtung Genkingen über die B313 und L230 leiten lassen. Daher waren mir die zahlreichen Serpentinen im Wald bislang verborgen geblieben.
Die etwa 6,2 km lange Strecke hat fünf enge Serpentinen und man erklimmt rund 300 Höhenmeter. Ich hatte nur einige Begegnungen mit Radfahrern und einem Scania mit Kipper samt Bagger dahinter. 🙄
Die Tiger kämpfte sich durch den schlammigen Fahrbandrand zur Linken des LKW, dahinter lauerte dann nicht nur ein Bagger sondern auch ein weißer Skoda, welcher wohl eine Abkürzung nehmen wollte?
Etwa 28 Minuten war ich von Nachweispunkt zu Nachweispunkt unterwegs. Die kurvenreiche Strecke durch den Wald ist etwa 8,6 km kürzer, was theoretisch 5 Minuten weniger Fahrzeit bedeutet. Wieso mich das Navi früher immer außenherum geführt hat wo es doch sonst eher dazu neigt, mich in für den Verkehr nicht freigegebene Wege zu leiten? Keine Ahnung.
Als das Navi wieder durchgehend betriebsbereit war, hatte ich keine neuen Streckenführungen mehr erlebt. Vielleicht sollte ich öfters mal den Blick auf die Karte wagen?
Wobei manche Punkte ohnehin kaum alternative Anfahrtsrouten zu bieten haben, weil sie an einer Straße liegen und man sowieso entweder aus der einen oder aus der anderen Richtung kommen muss.
Hat der Start am 2. März Spaß gemacht? Ja, auf jeden Fall. Ich habe genau zur richtigen Woche meinen Überstundenabbau genehmigt bekommen und viel, sogar sehr viel Glück mit dem Wetter gehabt. Der übrige März war nicht mehr so gut wie die erste Woche.
Meine völlig utopische aber dennoch beste Platzierung in der Passknackerrangliste hatte ich am 7. März. Während die meisten die Tage am Arbeitsplatz verbracht haben, konnte ich meine ersten 53 Nachweise erbringen. Alle noch mit dem kleinen Kärtchen, welches ich auf der Preisverleihung für die Saison 2025 erhalten hatte, denn das große Poster im Format DIN A3 habe ich erst am 16. März aus der Paketstation befreien können.
Zurück zu meiner Höchstplatzierung am 7. März diesen Jahres. Sie wird in den folgenden Wochen und Monaten für mich künftig unerreicht bleiben, denn ich steige derweil weiter ab. Bis auf den 6. Platz hatte ich es geschafft, gestern war ich nur noch auf Platz 31. Meine Hoffnung, am 28. und 29. März 2026 noch einmal fahren zu können, wurde von Schneefall und Temperaturen von knapp über Null grad leider nachhaltig unterbunden.
| Rang | Teilnehmer | Punkte | Pässe | Kehren | Strecke | Höhendifferenz | Letzte Fahrt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31 | X_FISH | 1971.80 | 54 | 223 | 348.90 km | 21.204 km | 2026-03-07 |
| Stand: 30.03.2026 | |||||||
Aber geographisch gesehen jammere ich damit auf tiefem Nievau, die Teilnehmerinnen aus der Schweiz und Österreich wohnen teilweise vermutlich ähnlich hoch wie ich oder sogar noch ein paar Höhenmeter weiter oben und kämpfen mit den gleichen Bedingungen? 😊
Beim Kauf der Tiger im August 2020 waren die Reifen kurz zuvor vom Vorbesitzer getauscht worden. Seit dem Kauf bin ich knapp 4.800 km gefahren. Die aktuelle Bereifung sind Scopion Trail II, der Pneu wurde 2015 eingeführt. Inzwischen gibt es die Version Trail III (seit Anfang 2024). Wie steht es um das Profil? Wie sieht das Material aus?
Vorne sind noch etwa 2,6 mm Restprofil. Neu hatte er laut Internet etwa 5,1 mm. Bis zu den gesetzlich vorgeschriebenen 1,8 mm habe ich also noch etwas Luft.
Am Hinterrad sind von den einstmals etwa 9,3 mm immerhin noch 5,6 mm übrig. Ich könnte die beiden Pneu also vermutlich noch die ganze Saison fahren und dann erst 2027 auf neue Reifen wechseln?
Solche Risse sind beim Pirelli Scorpion Trail II bekannt, insbesonderen wenn sie schon ein wenig älter sind. Die feinen Risse sind gerade beim Vorderrad entlang der Profilblöcke über die gesamte Lauffläche häufiger zu finden.
Sie sind unbedenklich, aber zeugen auch von Verschleiß und Materialermüdung. Früher oder später sollte man also doch tauschen, denn die Laufeigenschaften verändern sich natürlich auch.
Damit beginnt dann wieder die Suche mit der Fragestellung »Welcher Reifen ist denn gerade so für mich und meinen Einsatzzweck der Tiger 800 empfehlenswert«?
Pirelli Scorpion Trail III? Von Mitas den TERRA FORCE-R oder den TOURING FORCE? Dunlop Trailmax Meridian? Continentail ContiRoadAttack4? Michelin ROAD 6? Die Auswahl ist groß, die Preisunterschiede sind es auch. Meine Suche ergab bei 110/80 R19 59V & 150/70 17 69V folgendes:
| Hersteller | Modell | Preis Vorn (ca.) | Preis Hinten (ca.) | Satzpreis (ca.) |
|---|---|---|---|---|
| Mitas | TERRA FORCE-R | 90 € | 105 € | 195 € |
| Mitas | TOURING FORCE | 94 € | 109 € | 203 € |
| Dunlop | Trailmax Meridian | 117 € | 153 € | 270 € |
| Michelin | ROAD 6 | 128 € | 143 € | 271 € |
| Pirelli | Scorpion Trail III | 125 € | 147 € | 272 € |
| Continental | ContiRoadAttack 4 | 148 € | 165 € | 313 € |
Ans Herz gelegt wurden mir in den Foren und auf Reddit der Dunlop Trailmax Meridian (von der Endurofahrer-Fraktion) und der Michelin ROAD 6 (von allen anderen bzw. jenen, die auch mit ihrer R 1200 GS eher Straße fahren). Der Aufpreis zum ContiRoadAttack 4 wäre »nicht gerechtfertigt«. Die etwa 40 Euro mehr beim vollständigen Satz sind meiner Meinung nach nicht so dramatisch, man fährt damit ja auch etliche 1.000 km. Wenn die Performance aber ähnlich ist, kann man auch zu Michelin oder Dunlop greifen.
Mitas (aus dem Hause Continental) wäre der Preis-Leistungs-Sieger bei beiden Modellen. Der TOURING FORCE kommt bei den Nasseigenschaften aber nicht an den Klassenprimus ROAD 6 von Michelin ran. Die Haltbarkeit des ROAD 6 soll auch etwa 20–30 % über den Mitas liegen, was den Preis sofort wieder relativiert.
Das Duell zwischen ROAD 6 und ContiRoadAttack 4? Einfach heruntergebrochen ist der ROAD 6 auf Regen besser, der ContiRoadAttack 4 auf trockener Straße. Wobei beide selbst dort jeweils sehr positive Kritiken in den Reviews als auch in den Foren von den Nutzern bekommen.
Von der Reiseendurofraktion wurde der Trailmax Meridian favorisiert. Im direkten Vergleich zum ROAD 6 sei der Trailmax Meridian eben genau das, was er sein soll: Ein Reifen für Reiseenduros, welche auch entsprechend genutzt werden und es manchmal auch über Schotterwege gehen kann. Bei 100% Nutzung auf der Straße sei der ROAD 6 dennoch zu bevorzugen. Da sich meine Schotterweg-Ausflüge in den letzten Jahren ausschließlich auf Wanderparkplätze und reguläre Umleitungen über Feldwege beschränkt haben, wäre der ROAD 6 wohl die Vernunftentscheidung.
Mein Hirn sagt mir gerade, dass ich mich zwischen dem ROAD 6 und dem Trailmax Meridian entscheiden muss. Würde ich deutlich mehr fahren, käme wohl auch der TERRA FORCE-R oder TOURING FORCE in Frage – aber nur wegen dem Preis. Wenn ich mehr fahre, wären wohl auch mehr Fahrten bei Nässe dabei, das spricht dann wieder für den ROAD 6.
Ich habe ja noch ein paar Wochen um mir diesbezüglich Gedanken zu machen. Sonderangebote bei Reifenhändlern werde ich im Auge behalten.
Der aktuell günstigste Preis für den Road 6: 128 Euro vorne, 137 Euro hinten. Aber: »Lieferzeit: unbekannt«. 🙄
Tagsüber war vom Saharastaub nicht ganz so viel zu sehen wie befürchtet oder auch erwartet. Gerade in der ersten Märzwoche sollten die Winde zunehmend den Staub bis ins südliche Deutschland tragen und den Himmel entsprechend weniger blau sondern eher »unscharf« erscheinen lassen.
Der Versuch schöne Panoramaaufnahmen zu machen wurde entsprechend häufig torpediert. Die beiden Panoramen sind am 5. März 2026 entstanden. Der Weißabgleich konnte sich irgendwie nicht entscheiden ob das nun blau, weiß oder fast schon violett am oberen Bildrand ist.
Gerade am Nachweispunkt »Bussen« kam erschwerend hinzu, dass ich permanent das Gefühl hatte, zwischen der Grenze zwischen Nebel, einer tiefliegenden Wolkenschicht oder frühlingshaftem Sonnenschein hin und her pendle. Entsprechend kalt und unangenehm fühlte sich alles an.
Die Hoffnung auf einen spektakulären Sonnenuntergang in fantastischen Rottönen wurde jedenfalls nicht erfüllt. Dafür hatte ich am Ende meines vierten Passknackertags im Jahr 2026 wirklich das Gefühl, dass es winterlich kalt war – trotz dem Sonnenschein.
Einen Tag vor den Saharastaub-Experimenten konnte ich am Nachweispunkt »Schnittlinger Berg« ungeplant mein Nachweisbild vollkommen frei von Reflexionen der Sonne vornehmen. Der Anlass war, dass ich genau das Zeitfenster erwischt habe, in dem der Funkturm den Nachweispunkt »in den Schatten gestellt« hat – wortwörtlich. 😎
Während eigentlich ein blau-weißer Himmel vorherrschte, mit definitiv mehr blau als weiß, herrschte am Nachweispunkt der Schlagschatten des Turms. Dies konnte ich natürlich nicht ohne entsprechende Bilder einfach so geschehen lassen. 😉
Sogar das 360° Panorama ist gut geworden. Zwar ist die Tiger 800 ein wenig klein geraten, dafür sind Windrad und der überwiegend blaue Himmel schon im Bild. 😊
Heute hingegen (beziehungsweise schon die letzten drei Tage): Schneefall in der Nacht, tagsüber grau mit Schneeregen und das Programm dann bei Temperaturen zwischen -2°C in der Nacht und etwa 6°C tagsüber. Dann doch lieber im Schatten stehen als Schneefall haben. 🙄
Das Thema »Straßensperren und ich« habe ich für die Saison 2026 eigentlich schon erledigt. Zumindest bin ich der festen Überzeugung, mein Pensum für das ganze Jahr schon in der ersten Märzwoche aufgebraucht zu haben.
Zum ersten Tag habe ich ja bereits einen Beitrag geschrieben und mein Leid beklagt. Wenn man dann ausgerechnet auch noch am ersten Tag der Sperrung genau dort langfahren will, ist es natürlich doppelt ärgerlich. 🙄
Immerhin war mir die schön ausstaffierte Sperrung ein Panorama wert. Sonnenschein inklusive und im Hintergrund der Nachweispunkt »Rechberg«, so nah und doch so fern.
Aber auch an anderen Orten fand ich zielstrebig Straßensperrungen. Ich muss vielleicht doch noch diese Saison auf ein Display mit Android Auto umstellen? Dann muss ich aber mit den mobilen Daten in der Schweiz aufpassen. Oder ich erfreue mich auch künftig an all den schönen Straßensperren, welche ich finden kann? 😁
Im Frühjahr ist auch wieder Saison für die Amphibien, welche die Straßen queren. Die Amphibienwanderung findet meist von Februar bis in den April hinein statt. Startsignal ist, sobald die Nachttemperaturen über 5°C steigen und es feucht ist.
Kröten, Frösche und Molche wandern dann aus ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern und wollen dabei auch über Straßen und Feldwege, welche ihnen jemand in ihr Revier gebaut hat.
Nächtliche Vollsperrungen sind die Konsequenz, die Schutzzäune und Sammeleimer am Straßenrand sind vermutlich auch schon vielen aufgefallen? Helfer nehmen den Amphibien den gefährlichen Weg über die Straße dann ab und bringen sie von der einen Seite auf die andere.
Bei den akuellen Temperaturen wird wohl nicht so viel wandern, daher könnte es gut sein, dass ich auch im April noch der einen oder anderen Sperre begegnen werde.
Ich muss nur rechtzeitig genug von den »Froschgebieten« entfernt sein. Bis 19:00 Uhr sollte ich nicht mehr die Straßen passieren müssen. Dank Sommerzeit kann ich nun länger fahren, die ohnehin länger gewordenen Tage tragen mit dazu bei länger unterwegs zu sein. Ob die Sperren dann auch um eine Stunde nach hinten verschoben werden?
Sollten keine Amphibien wandern, dann wandert eben die Erde oder es gibt ganz klassisch eine Begegnung mit dem schienengebundenen ÖPNV. Warum man nicht so schnell vorwärts kommt wie man es sich wünscht, kann vielfache Gründe haben. 🙄
Auch sehr beliebt jedes Frühjahr: Holzfällarbeiten. Beim Nachweispunkt »Nebelhöhle« musste ich mit der Tiger 800 neben einem LKW durch den aufgeweichten Boden fahren, andernorts waren die Straßen halbseitig gesperrt oder der eine oder andere Wanderparkplatz dient als Ablageplatz für das Holz.
Vermutlich musste das Schild aufgestellt werden damit niemand dort sein Wohnmobil längerfristig abstellen will? Wobei sich die Forstarbeiter bestimmt bemerkbar gemacht hätten. 😉
Ich tanke voll, stelle die Tiger 800 über Nacht ab, fahre am nächsten Tag etwa 60 km und habe noch immer die gleiche Restreichweite? Ist doch etwas dran, dass man mit Super E5 weiter kommt als mit E10? Denn ich musste mangels E10 an der Shell-Tankstelle den Tank mit E5 voll machen.
Ich glaube eher, dass der Bordcomputer erst einmal von einer sehr sportlich-flotten Fahrweise ausgeht und sich dann aufgrund meiner gemütlichen Trödelei korrigieren musste. 😁
Durchschnittsgeschwindigkeit 60 km/h, Maximalgeschwindigkeit 106 km/h (bei einem Überholvorgang passiert) – sportlich fahren sieht vermutlich anders aus? 😉
Tanken, das Reizthema im März 2026. Ich habe mich dazu bereits in einem anderen Beitrag im nun vergangenen März dazu schon ausgiebig geäußert. Was jetzt Fakt wird ist, dass Deutschland die seit 2011 in Österreich praktizierte Lösung übernehmen wird.
Ab dem morgigen 1. April 2026 greift die neue Regelung für Tankstellen in Deutschland. Die Mineralölkonzerne dürfen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen – um 12:00 Uhr mittags.
Am 2. März 2026 fand ich 1,819 Euro für einen LIter E10 »teuer«, inzwischen hat man sich mit 2,209 Euro für den LIter Diesel angefreundet und empfindet 2,159 Euro fast schon als Schnäppchen. Super E10 liegt bei etwa 2,029 Euro pro Liter, Super E5 bei etwa 6 Cent mehr.
Die allgemeine Prognose ist, dass es weiter teuer bleibt oder sogar noch teurer wird. Auf der Heimfahrt von der Arbeit erklärte mir das Radio, dass heute mit über 2,20 Euro der höchste Preis für E10 in diesem Monat gemeldet wurde, auch Diesel sei inzwischen für 2,40 Euro angeboten worden. 😕
Im Vergleich zu Februar 2026 sind die Preise pro Liter zwischen 30 und 50 Cent angestiegen. Diesel ist dabei deutlich höher geklettert als Super, ich hatte bis zu 75 Cent im Vergleich zu meiner Tankdokumentation beim Diesel festgestellt.
Was die neue Regelung bringen wird? Das wird der April zeigen. Der günstigste Preis wäre dann immer kurz vor 12:00 Uhr, denn dann kann wieder erhöht werden.
Als ich in Österreich unterwegs war, kannte ich die Regelung dort, habe sie aber ignoriert. Getankt wurde dann, wenn der Tank vom Motorrad leer war und der Preis pro Liter war sowieso immer günstiger als der Preis an den Zapfsäulen in Deutschland. Wirklich bewusst war mir die Tankpreisthematik nur einmal geworden, als ich zwischen 11:00 und 12:00 Uhr in Österreich tatsächlich mal tanken wollte: »Wieso ist hier so viel los?«. Das liegt schon mehrere Jahre zurück, mal sehen ob es solche Bilder künftig auch in Deutschland bei den Tankstellen geben wird.
Wenn ich meine Tagestouren fahre, wird sich vermutlich nicht viel an meinem Tankverhalten ändern. Außer das ich jetzt nicht mehr abends tanken werde, wenn ich heim komme. Ich habe gerne zwischen 20:00 und 22:00 Uhr in Deutschland getankt, denn dann waren die Preise in der Regel niedriger als kurz zuvor zwischen 18:00 und 20:00 Uhr und in jedem Fall günstiger als morgens zwischen 7:00 und 9:00 Uhr. Das wird sich nun ändern.
Wenn das kleine Lämpchen an der Tiger 800 angeht und meckert, habe ich noch etwa 80 km Restreichweite. Beim Tankstopp am 5. März waren davon noch 10 % übrig, also 8 km Restreichweite. 🙄
Künftig werde ich dann wohl erst vormittags irgendwo einen Tankstopp einlegen statt die Maschine startklar abends vollgetankt in der Garage abzustellen.
Weg von der ungewissen Zukunft, hin zur ebenso einstmals ungewissen Vergangenheit. Ich hatte extra geplant und gerechnet und mich von der schönen, großen Anzeige am Straßenrand verleiten lassen. Irgendwie war der Preis pro Liter E10 bei der Shell-Tankstelle schon seit Tagen »fix«. 1,729 Euro waren nicht völlig unrealistisch, schließlich waren am 5. März noch immer Schwankungen zwischen etwa 1,759 und 1,859 Euro pro Liter E10 zu beobachten.
Was ich nicht wusste: Der Preis an der Tankstelle war einfach unverändert geblieben, weil sie gar kein E10 mehr angeboten haben. Auch meine schlaue App auf dem Smartphone wusste nichts davon. Inzwischen wird E10 bei der Tankstelle gar nicht mehr gelistet.
Mit meinen 8 km Restreichweite hätte ich es auch noch zur Tankstelle auf der anderen Straßenseite geschafft, aber die war nur 3 Cent günstiger (nach Abzug vom Shell-Tankrabatt). Da der Tank der Tiger 800 nun wirklich nicht riesig ist, auch dann wenn man nur noch »auf dem letzten Tropfen und heißen Gasen« unterwegs ist, war mir das egal.
Daher habe ich einfach mit E5 den Tank befüllt, noch ein paar Bilder von den großflächig abgeklebten E10-Zapfpistolen gemacht und mich mit einem anderen Triumph-Besitzer kurz unterhalten. Dieser wollte unbedingt E10 tanken und war um die Zapfsäulen herum gekreist. Ich vermute, dass auch er mit seiner Speed Twin von den vermeintlich günstigen 1,729 Euro pro Liter E10 auf dem Display angelockt wurde.
Er entschied sich dazu zur Konkurrenz auf der anderen Straßenseite zu fahren und dort E10 zu tanken. Vermutlich aus Prinzip. 😁
Ich setzte meine Dokumentation der versiegten E10-Quellen fort, schwang behände mein rechtes Bein über die Tiger (nicht wie Jürgen von der Lippe behände das linke Bein aus dem Bett) und rollte von der Shell-Tankstelle auf die Straße.
Kaum bin ich auf der Höhe der in weißen Ziffern leuchtenden Anzeige der anderen Tankstelle, springt deren Preis um 4 Cent auf 1,869 Euro pro Liter E10 nach unten. Schlechtes Timing, aber ich hätte ja sowieso schon den Tank voll gemacht. Künftig wird es wohl immer wieder passieren, dass ich kurz vor einer Preissenkung tanke. Ich habe da eine ähnlich ausgeprägte Begabung wie beim Finden von Straßensperrungen. 🙄
Das es mit dem »ich tanke gerne vor Preissenkungen« tatsächlich bei mir inzwischen als gelebte Tradition durchgeht, beweist der die nächste Tankidylle in Wort und Bild. Es ist keine liebgewonnene aber eine ausgiebig praktizierte Tradition. Nicht nur bei unterschiedlichen Tankstellen, die direkt nebeneinander den Kraftstoff feilbieten, sondern auch bei ein und derselben Tankstelle. 🙄
Am sechsten und letzten Tag war der Tank schon wieder ziemlich leer. Nicht voll genug, um eine sehr kurze Tagestour zu fahren, aber volltanken wollte ich trotzdem nicht. Denn ich wollte ja den Tank unter Umständen im März abbauen um die neue Bordsteckdose zu montieren (dazu kam es aber nicht wegen der unbeheizten Garage). Daher flossen nur 6 Liter E10 in den Tank der Tiger 800.
Zwei Balken »Füllstand«, Restreichweite über 100 km und die kleine, gelbe Lampe leuchtet nicht. So wollte ich es haben. Genug für die Tagestour und der Tank sollte danach nur zu etwa 20% befüllt sein wenn ich ihn demontiere.
Ich mache noch ein schönes Foto mit den Preisen der anderen Kraftstoffsorten, schwinge erneut behände das rechte Bein über die Sitzbank und fahre los. Kaum verlasse ich die Tankstelle, springt die zweite Anzeige auf der anderen Seite um.
Preissenkung von 1,939 Euro auf 1,889 Euro. Mal wieder genau den richtigen Moment abgepasst, damit ich mich ärgern kann. Okay, bei 6 Litern waren das nur 30 Cent, aber ich ärgere mich trotzdem. Immerhin habe ich nicht meinen Ford Ranger vollgetankt. Das wären maximal 80 Liter und 2 Cent pro Liter gewesen. Immerhin ganze 1,60 Euro hätte ich da »Verlust« gemacht. Oder sollte ich es lieber »nicht realisierten Rabatt« nennen? Das klingt als Euphemismus irgendwie freundlicher? 🙄
Mal sehen wie die Tankthematik sich durch die 12:00-Uhr-Regelung verändern wird. Vermutlich wird der Preis selbst dann noch einmal kurz gesenkt, wenn ich um 11:55 Uhr volltanke? Ich werde berichten. 😁
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Kommentare
schrieb am 01.04.26 um 09:42 Uhr:
So nach 5, 6 Jahren ist schon mal Zeit die Reifen zu tauschen. Das Verhalten bei Kälte und auf nasser Fahrbahn ändert sich doch deutlich wahrnehmbar, zumindest bei denen die ich so fahre.
schrieb am 01.04.26 um 18:24 Uhr:
Ich empfand auf den ersten Tagestouren das Vorderrad als »irgendwie unruhig«. Kann natürlich auch sein, dass ich das fehlende Feedback vom Telelever noch internalisiert habe und zum ersten Mal wieder das Feedback vom Vorderrad bemerke? Andererseits bin ich zuletzt auch mit der Tiger gefahren – aber mit der BMW hatte ich bislang die meisten Motorrad-Kilometer meines Lebens absolviert.
Vermutlich macht es Sinn die Pneu zeitnah zu ordern. Günstiger wird demnächst alles sicherlich nicht mehr werden. 😕