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Vorsicht bei Regenfahrten auf unbekanntem Terrain

Frisch geteert == bei Regen glatt wie Schnee oder Eis

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Sommer 2019. Ich bin in Luxemburg unterwegs und bekomme – anders als vorhergesagt – eine ordentliche Dusche ab. Meine Sommerhandschuhe haben sich binnen weniger Sekunden mit Wasser gefüllt, Jacke und Hose bleiben zwar dicht, aber schön ist anders.

Ich habe noch etwa 1,5 Stunden Fahrt vor mir bis ich bei meiner Übernachtungsmöglichkeit eintreffen werde und habe eigentlich nur noch zwei Gedanken: »Eine warme Dusche« und »etwas Warmes zum Essen«.

Irgendwo unweit der deutschen Grenze treffe ich in einem Ort an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnern kann auf einen schönen Kreisverkehr. Nicht zu groß, nicht zu klein. In der Mitte schön mit bunten Blumen bepflanzt. Eigentlich alles ganz schick? Nun ja, vor lauter Regentropfen auf dem Visier ist mir nicht gleich aufgefallen das die Oberfläche der Straße im Kreisverkehr so aussah wie es in dem folgenden Bild zu sehen ist:

Die frisch geteerte Fläche verhält sich hydrophob (stößt das Wasser ab)
Die frisch geteerte Fläche verhält sich hydrophob (stößt das Wasser ab)

Wasserlachen bildeten sich überall auf dem tiefschwarzen Belag. Ich war nun wirklich nicht schnell unterwegs, musste aber feststellen wie sich kurz vor der dritten Ausfahrt mein Vorderrad nicht wie gewünscht verhält.

Statt meinen Vorgaben zu folgen und weiter dem Kreisverkehr zu folgen schob es einfach weiter geradeaus in Richtung Bordsteinkante.

Das Wasser sammelt sich in kleinen Lachen und macht alles sehr rutschig
Das Wasser sammelt sich in kleinen Lachen und macht alles sehr rutschig

»Lenker gerade! Finger weg von der Bremse am Lenker! Nicht auskuppeln! Fußbremse betätigen! Motorrad stabilisieren – und erst dann auskuppeln! « – im Kopf läuft dieses Programm ab welches mir vor Jahren mal ein Fahrlehrer nachhaltig eingebläut hat. Zwar konnte ich mit ihm nur immer bei strahlendem Sonnenschein fahren, es blieb aber doch irgendwie hängen. Immer wieder habe ich es in Gedanken durchgespielt, insbesondere bei Regenfahrten irgendwo im Allgäu oder in Oberbayern. Aber in der Praxis hatte ich es noch nie gebraucht.

Meine BMW R 1150 GS wird langsamer und ich bleibe etwa 50 cm vor dem Bordstein stehen. Als ich beide Füße auf den Boden abstelle merke ich sofort wie rutschig dieser ist.

Bevor mir die BMW nun im Stand wegrutscht weil ich mit der Sohle des Stiefels keinen Halt finde gebe ich Gas, lasse die Kupplung kommen und rolle vorsichtig im ersten Gang an. Beide Stiefel lasse ich über den rutschigen Asphalt schleifen... Na ja, es war eher ein Gleiten.

Erst als ich den Kreisverkehr verlasse und wieder auf »altem Fahrbahnbelag« rolle spüre ich auch das die Sohlen der Stiefel wieder »greifen«.

Daher als Tipp für Fahranfänger und Wiedereinsteiger:

Bei regennasser Fahrbahn nicht nur Gullideckel, Fahrbahnmarkierungen und mit Bitumenstreifen geflickte Stellen meiden sondern auch auf frisch geteerte Straßen achten.

Der Kreisverkehr hatte übrigens keine Warnschilder von wegen »Schleudergefahr« oder »Baustelle«. Er war einfach nur frisch geteert. Daher auch im Hinterkopf behalten das nicht jede Gefahr auch als solche ausgeschildert ist.


Kommentare

SilencerSilencer | https://silencer137.com
schrieb am 27.09.19 um 10:11 Uhr:


Hölle, das Zeug. Hier im Harzvorland sind viele der Straßen mit Bitumen geflickt und haben Längsstreifen daraus. Diese Stellen haben bei Nässe tatsächlich ähnliche Reibwerte wie Eis.


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 27.09.19 um 14:21 Uhr:


So richtig perfide dabei: Wenn es richtig schüttet sieht man nichts davon. Im Elsass sieht ja so manche Autobahnausfahrt mehr nach Bitumenstreifen als nach eigentlichem Fahrbahnbelag aus. So jedenfalls meine subjektive Wahrnehmung. Immerhin hatte ich da dieses Jahr Glück und bin nicht im Regen unterwegs gewesen.


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Datum: 26.09.2019
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