Mein Beitrag zur Blogparade von www.2onthego.de

Neun Dinge, die ich daheim hoffentlich nicht mehr vergesse

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Hm... Waraum schreiben plötzlich gerade quasi zeitgleich einige der von mir besuchten Motorradblogs darüber welche »neun Sachen« sie immer mitnehmen wenn sie mit dem Motorrad auf kleine, mittlere, große oder gar ganz große Fahrt gehen? Ah, es gibt eine Blogparade!

Der Aufruf ging von 2ontheGo.de[1] aus. Dort werden neun Dinge vorgestellt, welche als unverzichtbar eingestuft werden. Wenn ich mir spontan Gedanken mache was ich alles für unverzichbar halten könnte wird die Liste lang. Daher gehe ich die Blogparade anders an. Ich schreibe über die neun Sachen, welche ich einmal nicht dabei hatte und dann (mehr oder weniger) schmerzlich vermisst habe.

In den anderen Beiträgen wie etwa auf blindschleiche.ch[2] oder silencer137.com[3] wird schon manches genannt was auch ich immer dabei habe. Beispielsweise die Kreditkarte (ich habe zwei davon dabei falls eine nicht mehr mitspielen will). Oder Plastiktüten beziehungsweise Müllbeutel (welche sich bei undichten Stiefeln übrigens auch als »Socken-vor-Nässe-Schützer« eignen).

Kommen wir also nun zu den Dingen, welche ich (unfreiwillig) daheim gelassen hatte und dann hätte gebrauchen können.

Bequeme Straßenschuhe

Den Anfang machen bequeme Straßenschuhe. Ob es jetzt der klassische Sneaker, das Leinenmodell wie ich es nun immer mitnehme oder ein edler Lederschuh ist, bleibt dem Träger selbst überlassen. Aber: Sobald eine Übernachtung auswärts ansteht habe ich nun immer einfache Schuhe mit dabei. Bevorzugt die bekannte Variante aus Leinen. Die lässt meine (frisch gewaschenen) Füße atmen und man kann sie platzsparend »komprimieren«.

Bequeme Straßenschuhe für den Abend
Bequeme Straßenschuhe für den Abend

Warum ich sie für unverzichtbar halte: Wer den ganzen Tag mit seinen Motorradstiefeln diverse Straßen befahren hat, freut sich am Abend über anderes Schuhwerk. Außerdem mögen es manche Betreiber von Pensionen oder Jugendherbergen aus nach­voll­zieh­baren Gründen nicht wenn man mit seinen schweren Motorradstiefeln auch zum Abendessen oder Frühstück erscheint.


Insbesondere dann nicht wenn sehr saubere, gepflegte Holztreppen auf nicht ganz so sauberen aber ebenfalls gepflegte Stiefel mit Randstoßplatten (beispielsweise Daytona Trans Open GTX oder MX-Stiefel) treffen und womöglich unschöne Spuren hinterlassen.

Zusätzliche Spanngurte

Ich habe früher mal mit einfachen, günstigen Spanngurten gearbeitet. Die Gurte waren super (habe ich heute noch). Aber beim Verzurren hat eins der Schlösser aufgegeben. War nicht dramatisch, das Gepäck war auch mit einem von zwei Gurten sicher verzurrt und obendrauf war noch eine der bekannten elastischen »Gepäckspinnen«. Was aber wenn mehrere Riemen oder Schlösser nicht mehr mitspielen wollen?

Zusätzliche Spanngurte als Backup
Zusätzliche Spanngurte als Backup

Obwohl ich großes Vertrauen in meine ROK Straps[4] habe, fahre ich zusätzlich mit zwei weiteren Spanngurten herum. Die nehmen wenig Platz weg, können aber im Falle eines Ausfalls viel Kummer und Sorgen vermeiden. Außerdem habe ich einen zusätzlichen Verwendungszweck für die Spanngurte entdeckt:


Zwischen Duscharmatur und -kabine gespannt kann man sie als Wäscheleine für die Funktionsunterwäsche verwenden. Die ist dann wenn sie am Abend per Hand durchgewaschen wurde bis zum Morgen trocken und das Wasser fließt einfach via Duschkabine ab. Funktioniert bei Einzelzimmern mit Dusche gut, in Jugendherbergen mit externen Duschen auf dem Flur ist es nicht so empfehlenswert.

Regenjacke beziehungsweise -kombi

»Der Wetterbericht hat aber gesagt es gibt nur Wolken und keinen Regen!« – Ja, dem war so. Trotzdem konnte ich feststellen das meine alte Motorradjacke definitiv nicht mehr wasserdicht ist. Unfreiwillig. Denn meine gelbe Regenjacke (die Hose ist separat) lag daheim im Trockenen.

Regenjacke zum Überziehen
Regenjacke zum Überziehen

Seit dem habe ich sie bei Tagestouren auch immer mit dabei wenn es im Wetterbericht mal heißt »starke Bewölkung, 0% Regen­wahr­scheinlichkeit«. Aus den 0% wurden während der Fahrt wohl völlig spontan 100% und am Ende rund 2 Liter pro m². Einen Liter davon hatte ich wohl in der Jacke hängen – auf der Innenseite.


Leider hat sie relativ viel Volumen. Ein größerer Tankrucksack oder eben eine Tasche oder ein Topcase am Heck sind für den Transport der Regenjacke dann notwendig. Damit kann ich aber leben.

Verbandkissen für Erste Hilfe (für Auslandsfahrten)

Österreich liegt nicht weit entfernt. Normalerweise habe ich bei geplanten Tagestouren auch dann das Verbandkissen[5] mit dabei wenn ich gar nicht nach Österreich hinein fahren will. Aber einmal kam es eben anders und dank einer Steckensperrung auf deutscher Seite führte mich mein Navi nach Österreich.

Für Österreich: Verbandkissen
Für Österreich: Verbandkissen

Nicht mit dabei: Das in Österreich vorgeschriebene Erste-Hilfe-Set. Dabei habe ich inzwischen die wasserdichte Tasche von Hein Gericke permanent als Schutzhülle für das Verbandkissen im Einsatz und klemme es mir unter das elastische Gepäcknetz. Zumindest dann, wenn ich es nicht daheim liegen lasse...


Passiert ist nichts, ich bin in keine Kontrolle gekommen. Ein wenig schlechtes Gewissen fuhr dennoch mit mir auf den rund 10 km durch Österreich mit.

Mini-Kamerastativ

Nach rund 150 km Anfahrt zum geplanten Nachweisziel für die Pässeknackerei stelle ich fest, dass mein Mini-Kamerastativ heute daheim geblieben ist. Großartig. Ich mühe mich also ab das PVC-Poster bei starkem Wind in die Kamera zu halten welche ihrerseits auf dem zum »flexiblen Stativ« umfunktionierten Tankrucksack steht... Okay, nach einer heftigen Böe dann liegt und den Himmel fotograpixelt.

Mini-Stativ von Cullmann
Mini-Stativ von Cullmann

Daher gehört das Mini-Kamerastativ von Cullmann[6] für mich auch auf die Liste der Dinge, welche unverzichtbar sind. Nicht nur für Nachweisbilder beim Pässeknacken sondern auch an anderen Orten wenn die Belichtungszeit am Abend länger wird oder ich schlichtweg auch mal wieder mit im Bild sein will.


Wer nicht alleine unterwegs ist hat glücklicherweise ein menschliches Stativ mit dabei und kann auf mäßig erfolgreiche Experimente mit Rucksäcken, Steinen und Holzstückchen als Stativersatz verzichten.

(Taschen)Messer

Messer tauchen eigentlich bei fast jeder Packliste mit auf. Wie ich trotzdem das Messer daheim vergessen konnte? Keine Ahnung. Es lag bei meiner Rückkehr noch immer auf dem kleinen Beistelltisch auf welchem ich die Sachen für meine Tour gepackt hatte.

Mora oder Victorinox – why not both?
Mora oder Victorinox – why not both?

Ich habe für unterwegs zwei Messer. Das sicherlich jedem bekannte »Schweizer Armeemesser« und mein Mora[7].

Das Mora leistet beim Camping gute Zwecke, gerade wenn man in einer größeren Gruppe kocht und andere Messer zu klein sind um beispielsweise das Steak zu schneiden.


Mit kleinen Taschenmessern sitzt die Gruppe doch ziemlich »sägend-fluchend« am Objekt der Begierde, das geht mit dem großen Mora deutlich besser.

Kleine Geschichte zum vergessenen Messer: Man bekommt fast alles auch so auf. Einreißfreundige Plastikverpackungen um Fleisch oder Wurst, Frucht­gummi­ver­packungen sind auch kein Problem. Aber so eine Dose mit fertig zubereitetem Chili con Carne wird zum Problem wenn man sie nicht ohne Dosenöffner aufbekommt. Sie stand vor mir, lächelte mich herausfordernd an und mir knurrte der Magen. Der schon vorbereitete Kocher war keine große Hilfe beim Problem. Er stand nur teilnahmslos herum. Es ließ ihn völlig kalt das ich nicht ans Essen herankam.

Das Menü an diesem Abend war überschaubar: Brot gab es trocken und »am Stück« beziehungsweise abgerissen, dazu dann etwas Tee – das war's auch schon. Die Dose mit dem Chili wurde erst daheim geöffnet, nach etwa 600 km im Gepäck.

Ach ja: Keine Messer mit auf die Insel nehmen[8]!

Mobiltelefon (aber kein »Schmarrnfon«!)

Ich mag mein »altes« Mobiltelefon. So alt ist es eigentlich gar nicht, aber kaum einer glaubt mir das es noch keine 10 Jahre auf dem Buckel hat. Seit September 2014 begleitet es mich – und reicht mir völlig.

Mit einem Smartphone hatte ich auch experimentiert. Wenn trotz abgeschaltetem Wlan und GPS der Akku nach 8–9 Stunden dann aufgibt und man nicht mehr telefonieren kann, dann ist das blöd. Wenn man das Smartphone aber auch als digitalen Fotoapparat verwenden wollte und nichts mehr fotograpixeln kann, dann ist das ärgerlich.

Mein gutes Motorola WX395
Mein gutes Motorola WX395

Daher habe ich zum Telefonieren mein »klassisches Mobiltelefon« dabei. Panne, Unfall oder einfach kurz anrufen von wegen »stehe gerade in Soundso, dauert noch etwas bis ich wieder daheim bin da überall Stau ist« klappt quasi immer. Bilder mache ich nun wieder mit ganz normalen Digitalkameras.


Bei den Digitalkameras hält der Akku auch deutlich länger als eine Tagestour (weil sie ja größtenteils ausgeschaltet sind). Ja, ich könnte das Smartphone auch an eine Powerbank hängen. So wie ich es ja mit meinem Navi auch handhabe. Aber: Ich komme ohne Smartphone gut zurecht. Hat vor 10 Jahren übrigens jeder noch hinbekommen.

Kulturbeutelinhalt: Taschentücher und Haargummis (ohne Metall)

Manche Dinge sind so alltäglich das man sie einfach mal vergisst »aufzufüllen«. Als Langhaarträger brauche ich unterwegs Haargummis damit die Haare gebündelt unter der Jacke verschwinden können. Die Variante ohne Metall bevorzuge ich dabei, dann werden keine Haare davon ausgerissen – und sie halten meiner Meinung nach auch nicht so lange wie die verschweißte Variante, welche ich bevorzuge.

Haargummis und Taschentücher
Haargummis und Taschentücher

Aber auch die metalllosen Haargummis unterliegen Verschleiß und sind irgend­wann einfach »durch«. Blöd wenn das dann passiert wenn man gerade an einem Sonntag seine Haare für die Weiterfahrt sortieren will. Die gleiche Problematik gilt für Taschentücher. Die bekommt man auch nicht überall an einem Sonntag.


Man hat sie dabei, nimmt immer mal wieder ein Exemplar aus der Verpackung – und plötzlich ist die doch tatsächlich leer! Sei es zur Reinigung vom Visier oder weil man an der Tankstelle sich zwar die Hände waschen konnte, aber kein Papier zum Abtrocknen vorhanden ist: Taschentücher (oder auch Küchenrolle) ist praktisch und sollte nicht fehlen.

Ich hatte die Hoffnung gehegt an einer Tankstelle Taschentücher (oder sonstige Tücher) käuflich erwerben zu können. Erstauntes Gesicht der Kassierin, was ich denn jetzt mit einem Taschentuch machen wolle? Na, das Visier vom Helm reinigen. Ich zeige ihr die Insektensammlung auf meinem Visier. Leider kann sie mir nicht weiterhelfen. Also versuche ich die Insekten nur mit Wasser, etwas Flüssigseife aus der Toilette und meinen bloßen Händen zu entfernen. Eine ziemliche Sauerei. Ich war ziemlich lange beschäftigt.

Das Toilettenpapier von der Tankstelle war keine Alternative: Einlagig, grau, kratzig. Sowas kommt mir nicht auf's Visier!

Ein zweites Paar Handschuhe

Last but not least: Zusätzliche Bekleidung für die Fingerchen und Daumen packe ich nach dem Erlebnis »rund 300 km im Regen« auch ins Gepäck. Irgendwann gaben die »wasserdichten Textilhandschuhe« auf und ich hatte dank der Griffheizung meiner BMW fließend warmes Wasser in den Handschuhen.

Zuvor hatte ich schon auf der Suzuki ein ähnliches Erlebnis einer langen Regenfahrt, da hielten die Handschuhe aber noch ihr Werbeversprechen und blieben die ganze Strecke dicht.

Zweites Paar Handschuhe für den Wechsel
Zweites Paar Handschuhe für den Wechsel

Seit der unfreiwilligen Dauer-Handwäsche habe ich nun bei Tagestouren mit unsicherer Wetterlage sowie bei mehr­tägigen Touren immer ein zweites Paar Handschuhe mit dabei. Es muss nicht das neueste, schönste Paar sein – aber wasserdicht sollte es sein! Dann ist nach ein paar 100 Kilometern ein Wechsel möglich.


Die nassen Handschuhe kommen dann in die eingangs erwähnte Plastiktüte und dürfen die Fahrt im Gepäck fortsetzen bis sie dann daheim luftgetrocknet werden können.



Kommentare

SilencerSilencer | http://silencer137.com
schrieb am 22.03.18 um 10:04 Uhr:


Interessante Herangehensweise! Spanngurte habe ich tatsächlich auch dabei, wenn ich mit dem Mopped unterwegs bin. Als die Seitenkoffer überholt wurden, habe ich die Innengurte aus Nylon gefertigt und so lang gemacht, dass sie im Notfall als Spanngurt taugen.

Passt das Verbandspäckchen nicht unter die Sitzbank?


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 22.03.18 um 10:12 Uhr:


Die Indschenöhre von BMW haben sich damals gedacht »Wer will schon was unter eine Sitzbank packen?« und haben unter dem Soziussitz das Bordwerkzeug plaziert.

Unter dem Fahrersitz befinden sich Sicherungskasten und der Luftfilter. Damit ist dann aber auch schon Schluss mit dem Platz. Die Batterie haben sie daher bereits unter den Tank packen müssen.

Darum blüht ja der Zubehörmarkt für die diversen GS-Modelle so sehr: »Werkzeugtasche« für das Heck (für zusätzliches Werkzeug oder Kleingepäck) oder eben Fendertaschen (welche dann je nach Größe dem Ölkühler die Luft wegnehmen) - außer man hängt sie unter den »Schnabel«. Da man damit auch nicht so weit kommt gibt's die 70 Liter fassende Aluboxen, verteilt auf 40 und 30 Liter.

Bei GSF 1200 und XJ 600 S hatte ich das Verbandkissen immer unter der Sitzbank. Daher hab ich's bei einer meiner Fahrten im ersten Jahr mit der BMW auch nicht dabei gehabt - und prompt ging's rüber nach Österreich.


SilencerSilencer | http://silencer137.com
schrieb am 22.03.18 um 10:29 Uhr:


Also manchmal fragt man sich wirklich was die Konstruktionsabteilungen so rauchen... Ein Staufach für Verbandspäckchen, Warnweste und - Dreieck hat noch keinem Motorrad geschadet, irgendwo bekommt man sowas immer unter.


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 22.03.18 um 10:36 Uhr:


Warten wir mal ab was in Zukunft der Gesetzgeber so alles noch zur Mitfürpflicht erlässt. Der erste April würde sich für Meldungen wie »Ersatzreifenpflicht für Motorräder (Geschwindigkeitsindex muss passen!)« oder »Ketten­spray­mit­für­pflicht (mindestens 500 ml)« würden nicht nur Supersportler an die Grenzen der Unter­bringungsmöglichkeiten bringen.

Dann ergänze ich als #10 auf der Liste oben »Servicebegleitfahrzeug« oder »Seiten­wagen«.


OlpoOlpo
schrieb am 23.03.18 um 10:44 Uhr:


Anmerkung zur Ösi-Pflichtabteilungssache: es ist nirgendwo im Gesetzestext vermerkt, was die Apotheke enthalten muß, d.h. Du könntest Dir eine (möglichst sinnvolle) Packung Deiner Wahl zusammenstellen, die Du immer mit hast, zB im Kriega oder einem anderen Rucksack - oder der Beckentasche. Der einzig verbindliche Textteil im Gesetz bezieht sich darauf, daß der Inhalt "verwendbar" sein muß. Somit fällt auch die mancherorts propagierte Binsenweisheit "abgelaufen" weg, weil das aufgedruckte "Ablaufdatum" überschritten wurde. Nicht mehr verwendbar ist zB Verbandmull, wenn er sich beim Aufrollen auflöst.
Ich habe einmal bei einem vernünftigen Zeitnehmer mit der Aussage gepunktet, daß ich im Notfall mit Tixo und Kaugummipapier mehr ausrichten kann, als 99% der Sonntags- und Traummännleinfahrer mit ISO-Normkasten.

"§ 102(10) Der Lenker hat auf Fahrten Verbandzeug, das zur Wundversorgung geeignet und in einem widerstandsfähigen Behälter staubdicht verpackt und gegen Verschmutzung geschützt ist,... mitzuführen."


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 23.03.18 um 10:58 Uhr:


Da hat sich dann seit 2011 nichts geändert, stimmt. In meinem 125er Blog habe ich damals geschrieben:

»Für das nicht näher definierte Verbandzeug für Motorradfahrer werden manchmal bei Verkehrskontrollen Aufdrucke wie »Entspricht KFG § 102/10« oder »Entspricht ÖNORM V 5100« verlangt. Diese sind, da sie nicht im Gesetz erwähnt werden, allerdings nicht vorgeschrieben. Ein freundlicher Hinweis an die kontrollierenden Beamten sollte das Problem eigentlich klären.«

Kontrolliert wurde ich nie, daher kann ich das nicht bestätigen das sie den Aufdruck »nach KFG § 102(10)« wirklich sehen wollen. Wer mit »Inhalt nach DIN 13167« unterwegs ist sollte also gut gewappnet sein.


OlpoOlpo
schrieb am 23.03.18 um 11:00 Uhr:


Zur Geschichte mit der Chili-Dose muß ich anmerken: ich verstehe die Konsequenz nicht !
Als ich im "Pfadfinderalter" vor dem gleichen Problem stand keinen Dosenöffner in Reichweite zu haben (bzw mir noch keine Packliste zusammenvergessen hatte ), nahm ich einfach mein 'Fahrtenmesser' und stach die Dose rundum auf (in kleinerem DM ). Ich hatte es kurz davor in Schweden gekauft; allerdings zierte die Klinge die damals sehr begehrte Prägung 'Solingen' - was durchaus der Grund für Dich sein könnte, die Absenz der Schrift zum Anlaß zu nehmen, die Dose rundzureisen anstatt zu öffnen


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 23.03.18 um 11:03 Uhr:


Die Konsequenz ist einfach: Wer gar kein Messer dabei hat, kann auch mit keinem Messer die Dose anderweitig anstechen oder öffnen.

Habe erst später dann gesehen das man sich wohl eine Konservendose auch »aufreiben« kann, ausprobiert habe ich das aber noch nie.

Seit dem Vorfall versuche ich auch immer Ringpull-Dosen (also mit integriertem Öffner) zu kaufen. Aber wenn der abreißt hilft das auch nicht weiter...


ViatoreViatore
schrieb am 24.03.18 um 17:24 Uhr:


Eine interessante Geschichte, ob ich Neun Dinge zusammen bekomme die ich unbedingt dabei haben muß ? Na mal sehen.
Ich erinnere mich gut an eine meiner ersten Campingreisen, damals allerdings noch mit einem uralten Renault R 12.
Ich hatte eine Urlaubsreise nach Frankreich vor, mit Zelt usw. aber so wenig und so einfach wie möglich. Die Anfahrt, Zelt aufbauen, Isomatten und Schlafsäcke alles da und super geklappt bis dahin.
Als ich am nächsten Morgen den Kocher anzünden wollte um meinen Morgenkaffee zu kochen, merkte ich das ich weder Streichhölzer noch ein Feuerzeug dabei hatte.

Das war die erste Sache die ich mir gemerkt hatte was unbedingt dabei sein muß.
Beim nächsten Campingurlaub hat mir dann der Dosenöffner gefehlt und so kamen im Laufe der Jahre mehrere Dosenöffner zusammen ...

Und da fällt mir noch etwas ein, Toilettenpapier !!! Mindestens eine Rolle sollte man immer dabei haben. Heute ist das auf Campingplätzen ja anders, aber vor etwa 30 Jahren in Frankreich auf Plätzen ohne *** Sterne konnte das schon recht wichtig werden
Und immer noch ist eine Rolle Papier auch heute noch dabei.
Ja... und ansonsten ? Eine Straßenkarte trotz Navi, Irgendwo im Nirgendwo, eine Umleitung gefahren und plötzlich spinnt der Navi, ist mir schon passiert. Bin dann an Tankstellen gefahren und hab nach dem Weg gefragt, wie in alten Zeiten. Dabei entstehen aber auch so manches Mal nette Gespräche bei einem Becher Kaffee zum Aufwärmen.

Taschentücher unbedingt, kann ich nur bestätigen, und ein Fläschchen Wasser für mich und das Visier. Handy hat heute fast jeder dabei, ich habe seit ein paar Jahren aber auch ein Ladekabel fürs Handy dabei, für den Zigarettenanzünder. Falls die Gespräche bei Pausen oder im Stau mal länger werden sollten ... man weiss ja nie ...

Eine leichte Regenjacke habe ich auch meißt dabei, wie wichtig die sein kann hast Du ja auch schon oben geschrieben.

Ein paar Ersatzhandschuhe, auch das kann ich nur bestätigen wie wichtig die werden können.
Nun bin ich auf auf Neun Dinge gekommen die ich nicht vergessen sollte ... Zufall ?
Na, eins fällt mir doch noch ein was ich immer dabei habe, ein Taschenmesser und so hab´ich dem Zufall noch eins ausgewischt


X_FISHX_FISH | https://www.600ccm.info
schrieb am 22.03.18 um 19:29 Uhr:


Auch eine interessante Aufstellung (mit Parallelen zu mir und anderen Reisenden). Im VW Bus hatte ich in der Regel nicht nur viel zu viel dabei sondern sehr viel zu viel. Aber davon haben dann immer wieder andere profitieren können. Euch fehlt ein Klappstuhl? Ich habe einen. Ihr habt kein Wasser mehr? Ich habe gerade meinen 20 Liter Kanister aufgefüllt. Kein Besteck? Ich habe hier was von IKEA, einfach gewaschen zurückbringen.

Beim Motorrad hatte ich anfangs auch gerne zu viel mit dabei (trotz nur einer mäßig großen Gepäckrolle. Also fängt man das optimieren an - und vergisst relevante Dinge. Zumindest lässt man sie einmal daheim liegen.

Zahnbürste, -creme, Duschgel, etc. habe ich immer in meinem Kulturbeutel. Da kann ich nichts vergessen - außer ich lasse den ganzen Beutel daheim. Bislang noch nie passiert.

Für Alkohol, Benzin oder Esbit findet man meistens irgendwo einen Raucher, welcher einem mal kurz aushelfen kann wenn man seine Streichhölzer/sein Sturmfeuerzeug vergessen hat. Meistens, leider – nicht immer.


ViatoreViatore
schrieb am 24.03.18 um 19:38 Uhr:


Hallo Martin,

Damals in Frankreich hätte ich theoretisch nach Streichhölzern fragen können auf dem Campingplatz, nur bin ich da noch mit einem Reisewörterbuch rumgelaufen, ist heute kein Problem mehr, hab´ ja nun auch immer Streichhölzer dabei. Beim Händler mit seinem Verkaufswagen habe ich damals nach "feu" gefragt, ich dachte wenn ich nach "Feuer" frage wird er das hoffentlich verstehen, hat er aber nicht. Eine andere Camperin hat es ihm dann übersetzt, sie sprach auch nur französich hat aber mein Problem verstanden und so gabs bald wieder heißen Kaffee und Ravioli aus der Dose dank Streichhölzern und Dosenöffner


MarcoMarco | https://www.blindschleiche.ch
schrieb am 25.03.18 um 09:51 Uhr:


Was braucht man mehr als sein schweizer Armeesackmesser. Leider bleibt das bei mir auch viel zu oft Zuhause liegen.


Peter MichelPeter Michel | http://motorrad-reise-ecuador-anden.de.to/
schrieb am 04.04.18 um 10:14 Uhr:


Hallo X_Fish

Das was du dabei hast, habe ich auch immer mit... bis auf die Haargummis.

Ansonsten noch:
Bowdenzüge für Gasgriff
Ersatz Brems- Kupplungshebel
Kabelbinder (diverse Größen)
Motoröl 800ml (1x gebraucht)
Mehrzweck-Fett (Sprühdose, Tube oder Blechdose)
Glühbirnen-Set
Yamaha-original-Bordwerkzeug (sonst nix)
Louis Reifen Flickset (1x gebraucht)

Taschenlampe (Mixxar-LED)
Einwegfeuerzeug
Trillerpfeife
Alu-Rettungsdecke (kleiner als ein Taschentuch)
Nähzeug (Nadeln, Fäden, Schere)
Nicht mehr dabei habe ich:
Axt
3D-Cell Taschenlampe
Knetmetall
Rolle Panzerband
Klappstuhl

Der Klappstuhl ist mir leider zusammen gebrochen (Beinchen abgebrochen) und für einen echten Helinox Chair One bin ich zu geizig!

Die Maglite ist zu groß und zu schwer, eine Axt braucht man nicht (offenes Feuer ist auf den meisten Campingplätzen eh verboten). Außerdem ist Spiritus viel einfacher und macht weniger Dreck.
Apropos Spiritus: Spiritus unbedingt vorher in Deutschland kaufen und die leere Flasche nicht weg werfen... Der Spiritus in Spanien (alcohol fermentico) hat erstens weniger % und zweitens taugen die Flaschen nichts, Klipp-Verschluss statt Schraub-Verschluss... großer Käse!

Wasserdichte Handschuhe habe ich auch nicht. Jetzt schon das 3. Paar und obwohl 100€ teuer, taugen die auch nichts:
Reusch Winterhandschuhe: sehr warm, aber saugen sich voll wie ein Schwamm...

Schuhe auf der Reise:
Normalerweise fahre ich ja Daytona Stiefel, auch auf Reisen aber:
Leider sind die nichts zum Laufen, nicht dicht bei dauer-Regen.
Besser sind:
Haix XR21 Winterstiefel
BW Einsatzstiefel Tropen
Die XR21 halten auch Dauerregen stand, die Tropenstiefel zumindest eine halbe Stunde... werden dann auch irgendwann feucht!

Es gibt auch Haix X21 ohne Teddyfutter, die gehen auch im Sommer...


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