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Marco von blindschleiche.ch[1] hatte die nette Idee, ChatGPT folgenden Prompt zu übergeben: »Erstelle eine Karikatur über mich mit allem, was du über mich weisst«. Ob das auch schon andere ausprobiert haben, wollte Marco auch wissen. Ich habe es ausprobiert, das erste Ergebnis war desaströs. Der Kerl auf dem Bild sah mir überhaupt nicht ähnlich – und es lag sicherlich nicht daran, dass ich zu eitel gewesen bin. ![]()
Mit ein wenig mehr Informationen, einem hochgeladenen Bild von mir als Referenz wie ich überhaupt aussehe und der Bitte, die Informationen von 600ccm.info einfließen zu lassen, wurde es deutlich besser.
Mein Gesicht hat er zwar noch immer nicht so richtig hinbekommen, aber immerhin ist das alkoholfreie Hefeweizen integriert worden – mit einer imposanten Krone. ![]()
Wieso diverse mehr oder weniger identifizierbare Komponenten von Motorrädern zerstreut über den Boden liegen, weiß ich nicht. Hat ChatGPT irgendwie eine Webcam und meine mal mehr mal weniger ordentliche Verwaltung von Teilen gesehen? Ich weiß es nicht.
Also dann, hier wäre das von ChatGPT generierte Bild:

Gut, die Triumph Tiger hat keine 600, sondern 800 Kubik und ich hatte auch schon eine 1200er und eine 1150er. Aber wenn die Website so heißt, muss ich wohl wieder eine 600er kaufen damit es passt? Dabei geht der Trend gerade wieder zu den 350ern und 400ern. ![]()
Mal sehen was die Zukunft noch so mit sich bringt. Die Sohle vom linken Stiefel ist jedenfalls schon ziemlich strapaziert, die sollte vor der Motorradneuanschaffung mal zum Schuster und eine Überholung erhalten? ![]()
Die Tiger hat den Auspuff offensichtlich auf der falschen Seite, der 3-in-1-Krümmer sieht eher wie ein demolierter Sturzbügel aus (oder ist er ein Knoten?) und die Zeitung rechts unten im Bild hat die üblichen KI-Halluzinationen von Buchstaben bei Schlagzeilen. Von der mutmaßlichen Munitionskiste, welche überdimensioniert mitten in der Landschaft liegt, ganz zu schweigen. Außerdem bin ich angeblich mit einem roten Cape unterwegs.
Fast noch schöner als das Bild ist, was ChatGPT über mich denkt und als Zusammenfassung von sich gibt. Das Zitat der heldenhaften, sich im Gleichgewicht befindenden Worte:
Am Rande einer weiten Asphalt-Ebene, dort wo sich Landstraße und Legende begegnen, da steht er.
Nicht auf einem Thron aus Gold.
Sondern neben einer perfekt proportionierten Maschine.
Weder protzig noch zahm.
Genau im Gleichgewicht.
Sein Helm ruht unter dem Arm wie ein Ritterhelm nach gewonnener Schlacht.
In der linken Hand: ein stilvoll geschwungenes Weizenbierglas,
der Schaum wie eine Krone aus Hopfen und Triumph.
Auf seinem Umhang prangt kein Wappenlöwe,
sondern das Symbol der »600«.
Kein Mehr. Kein Weniger.
Die heilige Mitte.
Er spricht nicht laut.
Er schreibt.
Wo andere Hubraum anhäufen wie Drachen Gold,
formt er Worte wie Klingen.
Sachlich. Präzise. Unbestechlich.
Wenn das Volk nach „Mehr PS!“ ruft,
antwortet er mit ruhiger Stimme:
„Nicht alles, was größer ist, ist auch besser.“
Wenn der Artikel veröffentlicht ist
und die Kommentare wie Pfeile einschlagen,
hebt er sein Weizenbier, nickt gelassen und weiß:
Die Wahrheit liegt nicht bei viel Hubraum.
Sie liegt im Gleichgewicht.
Gleichgewicht scheint essenziell zu sein. Macht auch Sinn, denn sonst fällt man samt Motorrad um? ![]()
Probiert ihr es auch mal aus? Es muss ja keine Blogparade werden, aber wenn ihr Bild und oder Text habt: gerne einen Kommentar mit einem Link hinterlassen.
Was macht der Daumen[2]? Der ist noch da. Zum Glück. Aber er macht sich noch immer täglich unangenehm bemerkbar.
Seit Ende August 2024 habe ich, dank Fremdeinwirkung, Probleme mit meinem linken Daumen. Die Schiene ist schon lange weg, die Physiotherapie hat im August 2025 geendet. Im März 2025 war die Prognose in der BG-Klinik: »Schmerzen bis ans Lebensende«. Die Prognose war korrekt. Immerhin ist der Daumen nicht mehr so empfindlich und ich habe inzwischen auch eine gewisse Resilienz aufgebaut. Außerdem schone ich inzwischen unbewusst die linke Hand – und werde gelegentlich darauf angesprochen, wenn es jemanden auffällt.

Ich bemerke diese Kleinigkeiten nicht mehr. Ich öffne Türen immer mit der rechten Hand, auch wenn die linke Hand für die links angeschlagene Türe sinnvoller wäre. Wenn mir jemand etwas zuwirft, versuche ich es erst gar nicht mit Links zu fangen. Schmerz vermeiden, das ist inzwischen antrainiert.
Das noch immer nicht alles in Ordnung ist hat zur Folge, dass auch der Umfang am Handgelenk abgenommen hat. Dies ist mir bei meinen Uhren aufgefallen, bei denen ich das Stahlband kürzen musste. ![]()
Damit sich der Blinker an der Tiger gut bedienen lässt, wird aber eifrig weiter trainiert. Mein »Workout« mit DIYS-Quälgerät stelle ich heute mal vor.
Die Übung, welche ich als »Hausaufgabe« schon recht früh von der Physiotherapeutin erhalten habe, war das Training mit einem Elastikband. Kostet nicht viel, nimmt nicht viel Platz weg und kann vielseitig eingesetzt werden. Ich soll den Daumen gegen den Widerstand vom Elastikband bewegen. Sowohl mit der flachen Hand auf dem Tisch, als auch wenn ich die Hand auf der Handkante »aufstelle«.

Zum Einsatz kamen diverse Lösungen mit dem Elastikband. Mal um den linken Oberschenkel gelegt, damit ich es irgendwie fixiren kann. Dann wieder der Versuch, das Band zwischen beiden Händen gespannt zu halten.
Etwa Mitte 2025 kam ich auf die Idee, eine Monitorerhöhung zu kaufen und als »Trainingsbank für den Daumen« zu nutzen.

Das Elastikband wird von der Monitorerhöhung auf dem Schreibtisch gehalten, die linke Hand übt bei den Wiederholungen genügend Druck aus. Mit der rechten Hand kann ich das Elastikband spannen und so den Widerstand regulieren. Geht viel besser als die Lösung mit dem um den Oberschenkel gewickelten Elastikband.

Daumen langsam hoch, Daumen langsam runter. 10 Wiederholungen. Pause. Drei Sätze, dann wieder eine Pause.
Der Ablauf wird dann noch einmal mit der um 90° gedrehten Hand wiederholt.

Einmal morgens vor dem Aufbruch in die Arbeit, dann am Abend noch einmal. Das mache ich jetzt schon einige Wochen. Die Beweglichkeit ist da, der Schmerz auch noch. In der BG-Klinik wurde als einzige Option das Versteifen des Gelenks angeboten. Ich habe abgelehnt. Denn nachher ist das Gelenk versteift und ich habe trotzdem noch die Schmerzen. Dann habe ich auch nichts gewonnen.

Nach den Übungen ist der Daumen »beleidigt«. Es zwickt wieder in den Nervenbahnen. Na, immerhin lebt dann da noch was.

Zu den Kosten der DIYS-Folterbank: die Monitorerhöhung ist von IKEA und heißt SIGFINN[4]. Für 19,99 Euro ging sie in meinen Besitz über, das Set mit vier Gymnastikbändern[3] mit unterschiedlichem Widerstand kostete 7,98 Euro.
Zum Glück wusste ChatGPT davon noch nichts, ansonsten wäre die Folterbank wohl auch noch im Bild gelandet?
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| Datum: | 21.02.2026 |
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